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> Das Schwimmernadelventil
Wolfgang
Geschrieben am: 02.02.2007, 15:31
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Die richtige Funktion des Nadelventils ist für den Vergaser von großer Bedeutung.
Um diese eindeutig prüfen zu können, habe ich einmal folgende Anordnung aufgebaut.
Der Füllstand im oberen Schlauch zeigt an, ob das Nadelventil auch sicher schließt. Er muss auch über Stunden unverändert bleiben.
Und der Stand im unteren Schlauch zeigt die Höhe des Benzinstandes im Schwimmergehäuse an. Er soll 5-6 mm unter der Oberkante des Schwimmergehäuses liegen.


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Wolfgang
Geschrieben am: 02.02.2007, 15:32
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Wenn der Stand im oberen Schlauch abfällt, ist das Nadelventil undicht.
Die Ventile sehen beim NKJ 121 gegenüber den jüngeren Vergasern anders aus.
Es hat auch nur Gewinde M6, gegenüber M7 bei den anderen.
Beim NKJ 121 (linke Bilder) sitzt die Nadel lose im Schlauchnippel und wird nur durch die kleinere Bohrung im Vergaseroberteil am herausfallen gehindert. Dafür kann man die Nadel aber gut auf Verschleiß kontrollieren und evtl. in gewissem Umfang nachschleifen. Meist hat der Kegel der Nadel aber schon einen regelrechten Absatz (den man mit bloßem Auge kaum sieht, aber gut mit dem Fingernagel fühlen kann); dann muss sie ausgetauscht werden.
Bei den Vergasern ab NKJ 122 (rechte Bilder) ist das nicht mehr möglich. Hier ist der Schlauchnippel unten zugebördelt und bildet zusammen mit der Nadel die Einheit „Schwimmernadelventil“, die insgesamt erneuert werden muss.

Wenn der Stand im unteren Schlauch höher oder tiefer ist, muss an der Lasche des Schwimmers gebogen werden. Auch die Schwimmer von NKJ 121 und den späteren Vergasern sind unterschiedlich, wie die Bilder zeigen.


Angefügtes Bild
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Toni
Geschrieben am: 02.02.2007, 20:29
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Die Nadel kriegt man aber (leider mit etwas gewalt) auch raus und in der selben stellung wieder rein. wink.gif Hat wirklich was gebracht, weil das vorher so verkniestet war, dass es nichtmehr richtig geschlossen hat.
Mfg. Toni


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cs_joker7
Geschrieben am: 02.02.2007, 20:52
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*Wolfgang*

Sorry, gehört vielleicht nicht ganz hierher, aber:
Kann man dieses Maß der richtigen Füllstandhöhe von "5-6mm unter der Schwimmerkammeroberkante" praktisch auch auf alle anderen Vergaser beziehen? Zum Beispiel bin ich noch bei meiner EMW schwer am Testen, denn da liegt das Spritniveau momentan noch eindeutig tiefer- leider springt sie wohl deshalb nicht mehr so gut an wie früher (erst nach dem 4. oder 5. Kick/ ist sehr untypisch für EMW). Zuvor war an ihr ein Vergaser montiert der immer randvoll lief- mit ihm sprang sie jedes Mal auf den ersten Tritt an.

Gruß Christian
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Toni
Geschrieben am: 02.02.2007, 21:27
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Das ist leider bei den meisten Vergasern anders. Wenn du an eine Betriebsanleitung kommen könntest... steht bestimmt dort drin.


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NorbertE
Geschrieben am: 02.02.2007, 22:00
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Ohne Wolfgangs Antwort vorgreifen zu wollen, denn bei Motorrädern hat er zweifelsfrei mehr Ahnung als ich: Es stimmt nicht ganz und aber wieder doch. biggrin.gif

Der Vergaser hat eigentlich nur eine Aufgabe: Ein zündfähiges Gemisch bereitzustellen.
Dazu braucht es Kraftstoff und Luft.
Um den unterschiedlichen Belastungen und damit dem unterschiedliche Kraftstoffverbrauch Rechnung zu tragen(Luft haben wir ja), gibt es unterschiedliche Vergaserkonzepte.
Beim Schwimmervergaser ist das Schwimmergehäuse eine Art "Vorratsbehälter", der immer möglichst voll sein sollte, wie sich das gehört. biggrin.gif Über den Unterdruck des Motors und den Düsen wird nur soviel entnommen, wie tatsächlich gebraucht wird. Es muss aber gewährleistet sein, dass das Verbrauchte so schnell, als möglich"nachgefüllt" wird. Deswegen ist man in der Regel an einem möglichst hohem Pegel im Schwimmergehäuse intressiert.
Da durch die Neigfähigkeit des Bikes bei gänzlich vollem Gehäuse ja etwas oder viel verloren ginge, hat man eine Reserve vorgesehn. Dies sind die o.A. 5-6mm.
Es gibt für die unterschiedlichen Vergaser (NKJ oder BVF) mit ihren unterschiedlich grossen (dicken) Schwimmern eine "trockene" Einstellmöglichkeit: das Mass zwischen Vergaserkante und Schwimmerkante bei der Stellung Nadelventil "Zu" (so,dass er nicht überläuft")
Wolfgangs Variante hat den unschätzbaren Vorteil, zusätzlich zum Pegel die Funktion des Schwimmernadelventiles überprüfen zu können. thumbsup.gif

Ich glaube nicht, Chris, dass Deine etwas startunwillige EMW etwas mit dem Schwimmerstand zu tun hat. Trotzdem kannst Du den Pegel bis zu diesen 5-6mm unter OK erhöhen.

Einen zu niedrigen Schwimmerstand erkennt man bei Vollast: Es kann so schnell das Reservoir nicht nachgefüllt werden, wie der Motor es verbraucht. Dasselbe gilt für Unterdruck im Tank oder einen Benzinhahn, der nicht genug durchlässt: Es reicht einfach nicht biggrin.gif

Grüsse Norbert

P.S. dasselbe gilt für einen zu hohen Schwimmerstand: Fährt man einen Berg hinunter, was meist mit wenig "Gas", also wenig Verbrauch passiert, so kann durch die Neigung nach vorn der überschüssige Sprit direkt in den Brennraum laufen.


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Karl Kraus
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cs_joker7
Geschrieben am: 03.02.2007, 06:27
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Danke Dir für die gute Erklärung!
Sooo schlimm ist es für mich nun auch wieder nicht, wenn die alte Emma erst beim 4. Kick anspringt, aber es war wie gesagt schon mal besser gewesen.
Mit dem alten Vergaser hatte ich ja so großen Ärger gehabt- zwar sprang sie damit super an, aber ging dann ohne ersichtlichen Grund unter Last immer wieder aus.
Ich will jetzt daher auch nicht unnötig an dem neuen Vergaser herum manipulieren, denn sie läuft damit richtig super; wenn sie warm ist springt sie ja auch wieder auf den ersten Kick an. Vielleicht ist es ja auch nur eine simple Kerzenfrage? Ich steige nächste Woche auf Iridium- Kerze um (die sind bei LOUIS gerade im Angebot!) und dann werde ich es ja genau wissen... thumbsup.gif

Gruß Christian
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Wolfgang
Geschrieben am: 03.02.2007, 09:54
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Hallo cs_joker7,
Allgemein soll der Kraftstoff immer 2-3 mm unter der Düsenoberkante stehen, um ein Überlaufen zu verhindern. Der Stand im Schwimmergehäuse wird aber häufig je nach Vergasergröße und Einsatzzweck in Versuchen ermittelt und in Werksunterlagen angegeben.

Norberts „trockene Variante“ der Einstellung nach festen Maßen mag bei neuen Teilen zutreffen. In der Oldtimerei, wo die empfindlichen Schwimmer häufig eine abenteuerliche Vergangenheit besitzen, kann letztlich nur die "nasse Methode" andere Fehlerquellen ausschließen. Beulen im Schwimmer oder Gewichtsveränderungen durch nachträgliches Dichtlöten (selbst andere Kraftstoffsorten) können nämlich den Auftrieb verändern.

Gruß Wolfgang


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Wolfgang
Geschrieben am: 03.02.2007, 10:17
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QUOTE (NorbertE @ 2. Feb 2007, 22:00)
Wolfgangs Variante hat den unschätzbaren Vorteil, zusätzlich zum Pegel die Funktion des Schwimmernadelventiles überprüfen zu können.

Norbert,
Die Funktion des Schwimmernadelventils kannst Du auch einfacher prüfen, indem Du den vollgelaufenen Benzinschlauch am Tank (natürlich bei geschlossenem Hahn) abziehst. Es sei denn, Du hast wie ich originalen textilummantelten Benzinschlauch. dry.gif

Gruß Wolfgang


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schmoll-troll
Geschrieben am: 10.04.2008, 09:29
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@Christian:

Mit meiner EMW habe ich dasselbe Problem: Ich mußte den Schwimmer so weit nach unten setzen, dass sie erst nach drei Tritten und nur mit feinfühliger Hand die erste halbe Minute läuft. Dann aber gut. Wenn sie beim ersten Tritt kommt (hatte ich früher auch so), ist der Schwimmerstand zu hoch eingestellt. Das siehst Du an der Kerzenfarbe und sie läuft obenherum beschissen. Und sie dreht auch hoch wie zugeschnürt.
Ich bin da auch schon eine ganze Weile am Experimentieren.
Am besten läuft meine ohne Luftfilter - trotz neuer Düsen nach vorgegebenen Wert. :-/
Mit LuFi fängt meine unglücklicherweise ab 70 im 3.Gang an zu spucken. Ohne LuFi ziehe ich sie locker auf die möglichen 80km/h (3.Gang) hoch und sie spuckt nicht mehr.
So will ich aber nicht herumfahren, da mir der Motor dafür zu schade ist.

Ja ja - ich weiß, falsches Forum tongue.gif

Gruß
Daniel
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oldsr2
Geschrieben am: 17.11.2011, 21:14
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Guten Abend liebe Gemeinde !

Hätte da mal ein Foto und viele Fragezeichen im Kopf. _uhm.gif

Kann das bitte einer auseinander puzzeln und die Verwendung angeben.

Angefügtes Bild
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oldsr2
Geschrieben am: 17.11.2011, 21:15
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Bild 2

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oldsr2
Geschrieben am: 17.11.2011, 21:16
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Bild 3

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oldsr2
Geschrieben am: 17.11.2011, 21:18
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da warten die kleinen Dinger drauf ....

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oldsr2
Geschrieben am: 17.11.2011, 21:21
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...und hat eventuell noch jemand die kleinen "Halteklammern" für die Nadel
(2.von unten)

Andreas
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