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> SR2E Restauration - Fragen
Tülle91
Geschrieben am: 27.01.2011, 15:52
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Hallo!
Wie einige vielleicht wissen hab ich hier einen alten Esser stehen den ich mir als erstes Restaurationsprojekt vorgenommen habe. Ich hab gestern erstmal den Motor entnommen und mal beide seitendeckel geöffnet, Zündung raus...usw.... Primärritzel und Kupplung sehen von den Zahnrädern her sehr gut aus, vermutlich wurde der motor schon mal überholt, da ich mehre Neuteile innen gefunden habe. Lohnt es sich nun den Motor weiter zu zerlegen oder sollte ich - wenn das moped fertig ist - erstmal versuchen zu fahren? Falls ich den Motor spalten müsste, um z.b. die mittige Dichtung zu erneuern, wäre es ja ganz sinnvoll auch die lager usw. gleich zu wechseln... nun die Frage: Kommt man ohne Spezialwerkzeug (höchstens improvisiertes) überhaupt soweit? Ich hab das Buch Simson Oldtimer schon durchstudiert, allerdings würde so etwas wie ein Lehrvideo (wie beim S51 Motor) fehlen. Kann man sich da als Sr2 neuling so ranwagen?
Ich hab bissher nur etwas erfahrung beim zerlegen von den S51/Schwalbe Motoren...

Zweite Frage: Mein Zylinder sitzt auf den Bolzen fest, Zylinderkopf ist bereits ab allerdings lässt sich der rest kein stück bewegen. Wie würdet ihr das ganze lösen?

Danke schon mal für eure Hilfe
Gruß
Sören


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Gruß Sören
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Doc Holliday
Geschrieben am: 27.01.2011, 16:07
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Hallo

1. der RH 50 hat keine Mitteldichtung .
2. wenn Du schon Schwalbe Motoren zerlegt hast, sollte der RH 50 kein Problem darstellen

3. es gibt eine Motordoku über alle Einzelheiten (bitte die Suchfunktion benutzen).

4. Ich würde die Dichtringe wechseln, neues Öl drauf und mal schauen wie er looft

5. den Zylinder / Bolzen mit Rostlöser einsprühen und 24 h stehen lasse, dann evtl. etwas Wärme und ein paar Holzkeile ...... klappt immer

matze


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Schraubst Du noch, oder fährst Du schon ???
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Tülle91
Geschrieben am: 27.01.2011, 17:15
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Das mit der Dichtung verblüfft mich jetzt echt. Da werd ich noch mal genauer hinschauen müssen - das vereinfacht jetzt einiges...Man lernt nie aus biggrin.gif
Vielen Dank, auch für die anderen Tipps
mfg
Sören


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Cloyd
Geschrieben am: 27.01.2011, 18:33
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Die Hälften werden mit Dichtmasse abgedichtet.
Der Zylinder steckt auch ein Stück im Motorgehäuse.Der geht also weiter als die Kühlrippen von außen vermuten lassen.
Das kann auch ein Grund sein, weshalb der Zylinder schwer runter geht.

Niemals mit einem Schraubenzieher an den Dichtflächen rumwürgen!
Man kann aber trotzdem den Zylinder mit einem Schraubenzieher abhebeln, indem man ihn über dem Vergaserflansch ansetzt und zwischen den Kühlrippen einhakt.
Aber Vorsicht!!
Es kann passieren, dass Kühlrippen abbrechen.Es gibt Zylinder da funktioniert diese Methode nicht, weil zwischen den Rippen kein Gusssteg ist!Bitte vorher überprüfen.
Wenn alle Rippen frei sind, lass es bleiben!

Ich hab das mal schnell bildlich veranschaulicht...


mfg Toni

Angefügtes Bild
Angefügtes Bild


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1957 SR2,beige,Originalzustand
1958 SR2,beige,Opas Arbeits-Essi
1964 Schwalbe,orange,im Neuzustand
1964 Schwalbe,soll tundragrau werden
1964 Schwalbe, blau, patiniert
1964 Pedal-Spatz, soll maron werden
1964 Spatz, rot, patiniert

Nur wer sein Moped fährt, liebt sein Moped.
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Tülle91
Geschrieben am: 27.01.2011, 22:11
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Vielen Dank für die Mühe, Toni. Ich werds mal austesten. Hab erstmal etwas WD40 dran gemacht, damit es schön ins Gewinde kriecht und sich lockert.
Das mit der Dichtmasse verstehe ich noch nicht..wird das ganze von außen abgedichtet oder schmiert man etwas auf die Dichtflächen und fügt die beiden Gehäusehälften zusammen?
Ist besagte Dichtmasse verschleißend (solang der motor nicht geöffnet wird) und anfällig dafür undicht zu werden?

Gruß
Sören


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NorbertE
Geschrieben am: 28.01.2011, 10:41
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Die früher verwendete Dichtmasse, umgangssprachlich "Bärendreck" genannt, ist nicht 100% Spritfest gewesen. Das äusserte sich z.B. darin, dass, wenn eine Pfütze unter dem Vergaser stand, diese die Dichtmasse auflöste und der Motor dort übers Kurbelgehäuse falsch Luft zog.

Wenn Du nach erfolgter Montage beide Hälften vor Dir hast, wird eine Seite auf der kompletten Dichtfläche ringsrum mit Dichmasse bestrichen. Dünn!! Und dann wird zusammengefügt.

Ich verwende Hochtemperatursilikon, es gibt aber auch Anderes. Man kann selbstverständlich auch eine dünne Papierdichtung verwenden. Die musst Du aber selber anfertigen.

Zum Zylinder ziehn: Wenn Du die Gehäuseschrauben der Hälften etwas löst, nimmst Du dort die Spannung raus. Manchmal backt die Laufbuchse unten im Gehäuse regelrecht fest. Mach die Stehbolzen raus, dann musst Du den Zylinder auch verdrehen können. Minimal!! sonst brichst Du die Kolbenringe ab.


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Wenn die Sonne der Kultur tief steht, werfen auch Zwerge lange Schatten.
Karl Kraus
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