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> Welche Ventile: Neu oder regeneriert?
Drahtwort
Geschrieben am: 07.02.2011, 21:03
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Hallo AWO-Freunde,

ich hab da mal ne kleine Frage zur richtigen Wahl der Ventile für einen regenerierten Zylinderkopf (AWO-T): meiner lieben AWO gönne ich gerade einen Zylinderkopf mit überholten Ventilführungen. Nun kann ich bei den Ventilen zwischen regenerierten original-Ventilen wählen, und absolut neuen.

Was wäre denn da die richtige Wahl? Ich glaube, daß bei den originalen Ventilen doch die Gefahr besteht, daß die wegen Materialermüdung, etwas frühzeitiger den Geist aufgeben können/werden als neue, oder ist das Quatsch, und Ventile in richtiger Führung und bei korrektem Ventilspiel gehen kaum kaputt?

Gruß,
Andreas


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"Es ist technisch nicht leicht zu erklären, warum stets ungewaschene Maschinen eines Tages nicht mehr laufen, Kolben festgehen, Lager knattern, das Getriebe wimmert. Ein ewig schmutziges Motorrad nämlich macht seinem Herrn keinen Spaß. Und was ihm so an Liebe fehlt, versäumt oder spart er an Öl, das läßt er an Kabeln hängen, an Bowdenzügen aufreiben, die Zündung übersehen und den Vergaser vergessen. Es ist der seelische Druck, der sich durch Blechdeckel und Gußgehäuse hindurch in die Maschine frißt."
Alexander Spoerl, aus "mit Motorrad und Roller auf du", 1955.
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Zottel
Geschrieben am: 07.02.2011, 21:07
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hmm.gif

also die Ventile können ermüden durch die Federn, ist ja eigentlich klar... aber wenn ich mich zwischen orig DDR regenerierten, und Nachbau entscheiden müsste, würde ich die originalen nehmen...aber nur der Originalität wegen...

...eigentlich sind neue besser wink.gif
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Drahtwort
Geschrieben am: 07.02.2011, 21:11
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Danke, genau das war auch mein Gedankengang wink.gif ... ich hätte auch lieber die originalen genommen wegen der Originalität, aber nun kommen doch neue rein! thumbsup.gif

Gruß,
Andreas


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Alexander Spoerl, aus "mit Motorrad und Roller auf du", 1955.
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Zottel
Geschrieben am: 07.02.2011, 21:15
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Ich denke es ist besser ( wenn die Qualität stimmt ) wink.gif
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ddrschrauber
Geschrieben am: 07.02.2011, 22:36
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Wie sieht das eigentlich mit der bleifrei-Sache aus, dazu müssen doch die Dichtflächen gehärtet sein? Oder reicht es, wenn man gehärtete Sitzringe einsetzt?

Der Tim


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Zottel
Geschrieben am: 07.02.2011, 22:41
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Das mit dem Bleifrei ist eh nur Mist... wers glaubt wird seelig !
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heiwen
Geschrieben am: 08.02.2011, 09:34
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Hallo Andreas,

machst Du selbst oder lässt Du machen?

Ich glaube gehört zu haben, dass es bei den neuen aber schon Qualiunterschiede geben soll, denn sie sind wohl nicht alle aus dem selben Stall.

Ich hatte mich seinerzeit für die alten entschieden und sie läuft damit wunderbar. Allerdings würde ich, wenn Du eh alles neu machst, es ebenso wie Du handhaben.

Grüße

Heiko



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Drahtwort
Geschrieben am: 08.02.2011, 15:31
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Moin Heiko,

ich lasse machen, bzw hole ich mir erst mal einen Ersatz-Kopf der regeneriert wurde. Die Ventile sind vom Oldtimer-Don. Irgendwelche Konter-Muttern würden bei dem Zylinderkopf aber fehlen - Sechskantmutter M 7x0,75 - ist die schwierig zu bekommen? Ich vermute mal, daß man damit die Schraube arretiert, mit der man das Ventilspiel einstellen kann.

Den Motor, der prinzipiell läuft (Benzinstand war im Tank bei meinem ersten Versuch zu niedrig, darum lief er unrund), muß gespült werden. Ich würde gerne etwas hineinschauen, ohne ihn aus dem Rahmen zu nehmen, um beurteilen zu können, ob Kurbelwelle, Lager und Simmerringe noch okay sind. Ist das möglich / wie weit kommt man damit, ohne ihn rauszunehmen?

Gruß,
Andreas


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heiwen
Geschrieben am: 08.02.2011, 15:59
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Hallo Andreas,

nein, die Kontermuttern sollten gut zu beziehen sein. Gib mal in Google "AWO Kontermutter Kipphebel" ein, dann findest Du sie ziemlich schnell.

Zum ersten Check, Kopf runter, Zylinder runter, Kolben mal abnehmen und dann kannst Du sehen, ob die Kurbelwell "Spiel" hat. Du kannst eigentlich bis runter an die Nockenwelle greifen und so einigermaßen prüen, ob sie noch vom Lagerspiel i.O. ist.

Bei allem...vorsitig, wenn Du es das erste mal machst, aber trau Dich einfach.

Den Simmering vorne Kurbelwelle kannst Du sogar ohne große Probleme von außen wechseln, wenn er denn inkontinent sein sollte.

Ich bin mit meiner so schrittweise vorgegangen und habe zwischendurch dann nach und nach das eine oder andere gemacht, weil ich einfach zwischendurch fahren wollte.

Was Du eventuell nachschauen solltest, ob er Drehschieber i.O. ist. Das ist dann schon etwas schwieriger, da der Elektrikdeckel mit einem Abzieher gezogen werden muß. Du kannst es aber einigermaßen sehen, wenn der Magnet ab ist.

Grüße und viel Glück

Heiko


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Hille
Geschrieben am: 09.02.2011, 10:26
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Generell sollten Motor (inkl.Magnet), Kardan und ggf. Getriebe immer überholt werden.

Beim Motor würde ich auf jeden Fall das Ölschleuderblech erneuern (falls vorhanden), sonst ruinierst du dir deinen Motor beim Einsatz des falschen Öls schneller als du gucken kannst. Sonst wurde ja alles genannt.

Beim Kardan ist der vordere Simmerring fast immer verschlissen. Dadurch geht das Kardanöl verloren, was dann zum vorzeitigen Verschleiß führt. Manche "Experten" drücken dann die vordere Kappe am Kardan voll Fett, damit das Öl nicht verloren gehen kann. Geht zwar auch, ist in meinen Augen aber russisch.

Ja, Getriebe ist so eine Sache, muß man schauen, da gibt es viele Stellen, die verschleißen können. Allerdings würde ich dir ne Überholung selber nicht anraten, da das Getriebe recht kompliziert aufgebaut ist. Man kann viel falsch machen. Da solltest du jemanden ran lassen, der das schon mehrfach gemacht hat.

Gruß Hille


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Geschrieben am: 09.02.2011, 11:39
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Hi ihr beiden,

danke euch für die Infos. Ich werde es halten, wie Heiko es beschrieben hat, das halte ich für vernünftig und machbar.

Leider ist es viel unangenehmer, wenn während der Fahrt der Kardan oder das Getriebe fest geht. Das macht mir eigentlich sogar mehr Sorgen als der Motor - wenn der festgeht, zieht man einfach die Kupplung und gut ist.

Wenn das Getriebe oder der Kardan blockiert, hilft nur noch absteigen - was doof ist, wenn man im dichten frankfurter Verkehr steckt, und nach hinten gerade mal 3 Meter Luft bleiben.

Den Kardan krieg ich selber hin, Getriebe ist schon schwieriger, wegen der vielen Spezialwerkzeuge, und wegen dem was Hille schreibt, da halte ich mich erst mal zurück. Hille: wenn du jemanden kennst, dem man vertrauensvoll das Getriebe in die Hand geben kann, würde ich mich über Infos freuen.

Gruß,
Andreas


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bäcker89
Geschrieben am: 09.02.2011, 12:48
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DEN KARDAN BEKOMME ICH SELBER HIN!
Sei dir da mal lieber nich so siegessicher!
das haben schon sehr viele gesagt und hatten nich lange freude dran!
hab schon einige vermurkst kardane gesehen! such ir lieber jemand aus deiner nähe der das ordentlichkann sonst wirds mist! auch wens nich so aussieht is der kardan das komplizierteste bauteil an der awo!

mfg volker
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Drahtwort
Geschrieben am: 09.02.2011, 16:39
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Pah! Wär' doch gelacht! Kardan, ich fordere dich heraus - du hast keine Chance! ph34r.gif laugh.gif

PS: Die Nummer mit: "such dir jemanden aus der Nähe", zieht bei mir nicht. Genausogut könnte ich auch auf den Bahamas sitzen ...

Daß ich die Finger erst mal vom Getriebe lasse: gut. Von Kupplungs- und Nockenwelle: auch gut. Aber wer sich nicht selbst an einen Kardan herantraut, sollte die Finger lieber ganz vom Motorrad lassen, und vielleicht Fahrrad fahren, oder zu Fuß gehen.

Gruß,
Andreas


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Zottel
Geschrieben am: 09.02.2011, 18:24
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wer die Grundlagen beherscht: sauberes arbeiten, komplexe teile beim Zerlegen notieren, Umgang mit Werkzeug ( vor allem Messwerkzeug) und geduld hat

sollte sowas hinbekommen !
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heiwen
Geschrieben am: 09.02.2011, 22:10
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Andreas..................................

ich habe mich damals an meinen festen B3 gewagt. Im Awoforum gelesen, mit 1-2 Leuten telefoniert und die Regeln der Hitze und Kälte beachten.

Dann klappt es auch mit dem Kardan. Abziehvorrichtung nutzen und am Kardanhals vorsichtig arbeiten, damit die Lager nicht verkanten.

Du machst das schon. ANsonsten kann ich Dir persönlich auch kurz meine Erfahrung erzählen.

Heiko


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