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> Kolben von M53/1 in M53 Zylinder?
Starsailor
Geschrieben am: 01.09.2011, 11:20
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Hallo,

ich habe mir einen Zylinder mit Dreiecksflansch für meinen M53 Motor gekauft, dazu gab es einen Kolben von einem M53/1 Zylinder, der die passenden Maße hat.

Ich frage mich nun, ob ich diesen Kolben mit dem oben genannten Zylinder betreiben kann, da doch der originale Kolben des M53 Motors, bzw. des Dreiecksflanschzylinders noch eine Ölschmiernut hatte. hmm.gif

Ich hoffe ihr könnt mir die Frage beantworten.


Grüße,
Starsailor


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Christian
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Doc Holliday
Geschrieben am: 01.09.2011, 13:23
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Du kannst den Kolben ohne weiteres verbauen, solang das Schleifpass passt bzw .die Toleranz (ich glaub 4/100) .

Matze


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Schraubst Du noch, oder fährst Du schon ???
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schwalbe rider
Geschrieben am: 01.09.2011, 14:32
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Waas 4/100mm ohmy.gif
Sind das nicht eher 0,02mm hmm.gif
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Unhold
Geschrieben am: 01.09.2011, 14:41
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Den M53/1-Kolben kannst du da ruhig verwenden.
Ich meine aber, dass zwei Hundertstel Millimeter Luft hier ganz sicher zu wenig sind und würde beim M53/1-Kolben im M53-Zylinder auch eher wie der Doc zu 0,04 mm Spiel raten.


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der Unhold



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Auxburger
Geschrieben am: 01.09.2011, 19:34
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Der Kolben ist (von den Maßen und dem Timing her) derselbe für M53, M53/1, M53/2 - und ja, heute arbeitet man auf 4/100 Luft. Die zusätzliche Schmiernut der ganz alten Kolben ist verzichtbar.

Peter


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Starsailor
Geschrieben am: 02.09.2011, 09:31
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Okay, danke!

D.h., 0,04 mm Luft zwischen Kolben und Zylinder und die Ölschmiernut ist nicht erforderlich.

Noch eine Frage, warum hatten die alten Kolben eine Ölschmiernut, wenn diese dann gar nicht mehr erforderlich war?
War damals die Toleranz zwischen Kolben und Zylinder geringer?

Grüße,
Starsailor


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Unhold
Geschrieben am: 02.09.2011, 14:31
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Die Soemtron-/Rhein-Metall-Motoren vom Essi (KR50, Spatz) hatten früher sogar 0,05 mm Spiel.

Warum das Kolben-Einbauspiel aber früher größer war und weshalb die alten Kolben auch noch diese Schmiernut hatten kann ich nur vermuten.
Möglicherweise waren die Öl-Qualität und dessen Schmiereigenschaften früher voll für'n Arsch. Diese Jauche damals hat vielleicht einfach nix getaugt, im Vergleich zu den Möglichkeiten heute, mit Additiven und anderen chemischen Zusätzen.
Eventuell hing das auch mit der Bearbeitungsgenauigkeit der Maschinen bzw. den Toleranzen in der Massenfertigung zusammen und, was ich für noch wahrscheinlicher halte, dass sich heute gegenüber damals die Materialeigenschaften, also die Materialgüte und besonders das Wärmeausdehnungsverhalten von Kolben und Zylinder durch weiterentwickelte Metall-Legierungen verbessert haben, der "Feuer-Kolben" also besser steht.
Vielleicht auch kumulativ alles zusammen.

Ich weiß zwar nicht, was für eine Materiallegierung der M53-Zylinder hat, denke aber, so groß wird der Unterschied zum M53/1 nicht sein und meine daher, dass da für deinen M53/1-Kolben im M53-Zylinder sogar auch das Kolben-Einbauspiel von 0,03 mm ausreicht, wenn du den Motor nur schön lange und vorsichtig genug einfährst, also mindestes 500 km und in die erste Tankfüllung vielleicht auch noch einen Schluck MoS² mit rein mixt.
Beim M53/1 sind ja nur 0,03 mm von Haus aus vorgesehen und größer wird das Kolbenspiel im Laufe der Zeit ja dann ohnehin von alleine, meint

der Unhold smile.gif


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ddrschrauber
Geschrieben am: 02.09.2011, 16:45
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QUOTE (Unhold @ 02.09.2011, 15:31)
Die Soemtron-/Rhein-Metall-Motoren vom Essi (KR50, Spatz) hatten früher sogar 0,05 mm Spiel.
Warum das Kolben-Einbauspiel aber früher größer war und weshalb die alten Kolben auch noch diese Schmiernut hatten kann ich nur vermuten.

Denk mal nach! Der Kolben ist aus Aluminium und die Zylinder bis zum Spatz sind aus Grauguss, da Alu knapp den doppelten Ausdehnungskoeffizient hat muss das Spiel größer sein. Beim SR2 sind es sogar 0,07mm.

Der Tim


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Auxburger
Geschrieben am: 02.09.2011, 17:25
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Du musst das Material der Laufbuchse rechnen, nicht das der Kühlrippen.


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ddrschrauber
Geschrieben am: 02.09.2011, 20:13
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Unabhängig von der Laufbuchse dehnt sich der Zylinder stärker aus, die Druckspannung auf die Laufbuchse sinkt und somit dehnt sich die Bohrung auch stärker aus. Beim Graugusszylinder hast du keine Buchse die auf Spannung eingebaut ist.

Der Tim


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domdey
Geschrieben am: 02.09.2011, 20:19
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QUOTE (ddrschrauber @ 02.09.2011, 21:13)
Unabhängig von der Laufbuchse dehnt sich der Zylinder stärker aus, die Druckspannung auf die Laufbuchse sinkt und somit dehnt sich die Bohrung auch stärker aus. Beim Graugusszylinder hast du keine Buchse die auf Spannung eingebaut ist.

Der Tim

Genau so ist es . rolleyes.gif

Unabhängig davon waren die Schmiereigenschaften der damaligen Öle wirklich für'n Arsch . dry.gif


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Starsailor
Geschrieben am: 03.09.2011, 07:50
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Okay, dann spielten die Materialeigenschaften von Kolben und Zylinder eine Rolle...
...und das Öl, welches damals für'n Arsch war.wink.gif

Danke für eure Antworten!

Grüße,
Starsailor


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schwalbe rider
Geschrieben am: 03.09.2011, 13:31
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Wie sieht eigentlich die Schmiernut aus? Habe sowas noch nicht gesehen...
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Starsailor
Geschrieben am: 03.09.2011, 17:04
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Hier ein Link zu einem Foto, welches aber nicht von mir ist.

Zwischen den Kolbenringen ist eine Nut und über dem oberen Kolbenring sind zwei Nuten.

Grüße,
Starsailor


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Christian
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domdey
Geschrieben am: 04.09.2011, 10:26
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Genau so sahen die ersten Kolben aus . thumbsup.gif
Mit der Einführung der Einheitskolben fielen die Nuten weg .


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