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> KR50 Sitz aufgearbeitet, Bildbericht zur Vorgehensweise
essigurke
Geschrieben am: 28.12.2011, 18:45
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Hallo,

die Aufarbeitung meines KR50 Sitzes ist nun erstmal abgeschlossen und deshalb möchte ich Euch davon berichten...
Von einigen Zwischenständen habe ich Fotos gemacht, die will ich Euch zeigen.
Hier zunächst eine Vorschau von Vorher-Nachher-Bildern, die Eure Neugier entfachen sollen...

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essigurke
Geschrieben am: 28.12.2011, 18:46
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Die Spitze sah erst mal nur schmuddelig und etwas abgegriffen aus.

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essigurke
Geschrieben am: 28.12.2011, 18:50
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Hinten war der Sitz auch ziemlich abgegriffen und hatte eine offene Naht. Die Nähte machten i.A. keinen guten Eindruck. Der Zwirn war an vielen Stellen entweder schon abgewetzt oder zerbröselte bei geringstem Zug.

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essigurke
Geschrieben am: 28.12.2011, 18:52
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Der eingenähte Spannring war komplett rostig und hatte an einigen Stellen das spröde Kunstleder bereits durchgescheuert.

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essigurke
Geschrieben am: 28.12.2011, 18:58
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Die Sitzfläche sah aus wie alter Kunststoff so aussieht (rau, stumpf und angegraut), hatte aber keine größeren Beschädigungen. Das Bodenblech, von dem es leider kein Vorher-Foto gibt, war ebenfalls rostig. Der Schliesswinkel schien schon mal mit dem Meissel bearbeitet worden zu sein, wahrscheinlich um an die Benzinvorräte zu kommen ph34r.gif . Dadurch war das Bodenblech an dieser Stelle auch schwer in Mitleidenschaft gezogen und musste gerichtet werden.

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essigurke
Geschrieben am: 28.12.2011, 19:01
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Ich habe also erst mal alles demontiert, die Blechteile von Rost und altem Lack befreit, gerichtet und dann neu lackiert. Vor dem Lackieren wurde natürlich der Schliesswinkel wieder mit Rundkopf-Stahlnieten angenietet.

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essigurke
Geschrieben am: 28.12.2011, 19:12
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...ALLES demontiert, auch die Nähte habe ich sauber aufgetrennt.
Die Kunstlederteile habe ich mehrmals mit warmem Seifenwasser gewaschen. Die Rostflecken habe ich mit Zitrusreiniger bearbeitet, die Rostflecken sind davon zwar nicht völlig verschwunden, aber doch gut abgeschwächt worden. Insbesondere hat sich der Rost, der in die textile Rückseite des Leders eingedrungen war, gut gelöst.
Abschließend lagen die Lederteile noch ein paar Tage in purem Weichspüler. Ich bilde mir ein, dass sie dadurch auch wieder etwas geschmeidiger geworden sind.
Die Seitenteile habe ich dann auf der Rückseite mit einem dünnen, festen Kunststofffliess hinterklebt, um das Leder an Rissen, kleinen Löchern und Knickstellen zu stabilisieren.

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essigurke
Geschrieben am: 28.12.2011, 19:18
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Beim Aufkleben habe ich die Teile zwischen 2 sehr glatten Sperrholzplatten eingelegt und so gepresst trocknen lassen. Dadurch ist wirklich alles glatt und faltenfrei geworden.

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essigurke
Geschrieben am: 28.12.2011, 19:22
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...dann natürlich ordentlich ausgeschnitten. Zum Kleben habe ich Weich-PVC-Kleber benutzt. Den Kleber habe ich mit einem spachtelartigem Stück Plastik flächig auf der Lederrückseite aufgetragen. Der Kleber ist von dem verwendeten Fliess teilweise aufgesaugt worden, wodurch sich eine gute Verbindung ergibt. Die Klebung macht insgesamt einen guten Eindruck und der Kleber soll auch elastisch bleiben.

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paul400
  Geschrieben am: 28.12.2011, 19:23
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Hut ab,du hast das Beste Ergebnis rausgeholt


--------------------
Gruss Claus
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essigurke
Geschrieben am: 28.12.2011, 19:25
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Das Leder habe ich auf der Aussenseite mit dem Reinigungsbenzin vom Lederzentrum gereinigt

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essigurke
Geschrieben am: 28.12.2011, 19:27
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Die Risse und Löcher wurden in mehreren Durchgängen mit Flüssigleder verschlossen, anschliessend geschliffen und mit Lederfarbe behandelt. Der Farbton heisst "snowbeige" und ist aus der Palette für VW-Fahrzeuge.

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essigurke
Geschrieben am: 28.12.2011, 19:35
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Der Kautschukkern hatte an den Stellen, an denen er mit der Aussenluft (Feuchtigkeit oder Benzindampf?) in Berührung kam - dort wo Löcher im Bodenblech sind - ein paar bröselige Gebiete. Die bröseligen Stellen habe ich abgebröselt und dann mit schaumigem Flüssiglatex wieder aufgefüllt. Die Prozedur habe ich einige Male wiederholen müssen, da das Flüssiglatex beim Aushärten sehr stark schrumpft. Die Trocknung zwischen jedem Auftrag dauert auch einige Zeit, so dass die Bearbeitung des Kernes sich mehrere Wochen hinzog. Am Ende hat das Polster wieder die alte Form und auch ungefähr die gleiche Härte.

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essigurke
Geschrieben am: 28.12.2011, 19:40
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Etwas schwierig war das Einarbeiten der Aussparung für die Luftpumpe. Ich habe dazu eine zufällig passende Spraydose mit WD40 eingeölt (um sie später wieder leicht vom Latex trennen zu können) und als Form benutzt.
Auch die ausgefransten Kanten des Polsters ließen sich mit dem Flüssiglatex ganz gut wieder anmodellieren. Die Verbindung der neuen Latexteile mit dem alten Kern ist sehr gut, da die Oberfläche des alten Polsters durch das frische Latex leicht angelöst wird.
Am Ende habe ich den alten Polsterkern komplett mit einer Schicht Latex bepinselt.

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essigurke
Geschrieben am: 28.12.2011, 19:47
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Mit Hilfe von 2 stumpfen Nadeln wurden alle Teile wieder mit einer Sattlernaht verbunden. Mit der Zeit hatte ich richtig Übung darin und habe ca. 100 Stiche pro Stunde geschafft cry.gif .

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