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> Eisen hartlöten, wer kennt sich aus?
Tom
Geschrieben am: 29.10.2007, 17:07
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Guten Tag zusammen!

Wir hatten uns hier ja schon einmal über das Löten von Bowdenzügen unterhalten. Und das Elektroniklöten liegt mir auch nicht fern, da ich es einmal erlernt habe.

ABER ich stehe im Moment vor dem Problem, daß ich an einem Tank etwas hartlöten möchte, da soll ein neues Benzinhahngewinde aus einem Alt-Tank reingelötet werden.

Nun meine Fragen: Welches Lot benutze ich am besten? Messing? Silberlegierung? Welche Fließtemperatur soll das Lot haben? Und was verwende ich am besten als Flußmittel?

Fragen über Fragen ... aber vielleicht hat ja hier jemand Ahnung davon?

Viele Grüße
vom Tom
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Sr2E1963
Geschrieben am: 29.10.2007, 17:42
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Es gibt "Draht" da ist das Flußmittel gleich drin ! Der sieht so gewendelt aus, Temperatur... dein Benzinhangewinde/Tank mit Flamme Kirschrot erwärmen (lieber etwas heißer) und dann den Draht ranhalten. Lieber etwas weniger nehmen, und gegebenenfalls Nachlöten...

Mittwoch ist Feiertag, das heißt morgen werde ich auch Hartlöten laugh.gif


Grüße Andy


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"....und solange man in chinesischen Flüssen seine Fotos entwickeln kann , ist es nicht sehr sinnvoll , den autobedingten CO 2 Ausstoss mit unfassbarem Aufwand um 0,02 % zu senken."
( Zitat Bodo Buschmann, Geschäftsführer Brabus GmbH )
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der Lehmann
Geschrieben am: 29.10.2007, 18:28
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Hallo Tom,

du musst auf alle Fälle ein Hartlot auf Messingbasis nehmen. Zum Hartlöten gibt es spezielle Flussmittel. Zur Temperatur hat Andy schon was gesagt.

Vergiss nicht den Tank vorher mit Wasser zu füllen, bis auf die Stelle, an der du löten willst. Nicht das wir über der Bundeshauptstadt Einen mit Tank fliegen sehen!!! ohmy.gif

Viele Grüße, Jürgen


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Viele Grüße, Jürgen

Teilnahme UT 1 bis UT 6 und UT 8 bis UT 11
UT 12 in Sachsen, wenn nicht gerade Urlaub ist, dann dabei!

"Das Können ist des Dürfens Maß!" Paul Preuß
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NorbertE
Geschrieben am: 29.10.2007, 18:49
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QUOTE (der Lehmann @ 29. Oct 2007, 18:28)
Nicht das wir über der Bundeshauptstadt Einen mit Tank fliegen sehen!!

laugh.gif laugh.gif Ein Tom Tom hoch oben auf der Suche nach dem Einschlagpunkt laugh.gif laugh.gif

*undschnellwech* rolleyes.gif

Grüsse Norbert



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Schmied
Geschrieben am: 29.10.2007, 22:27
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Männers, ich will nicht besserwisserisch erscheinen, aber beim Lesen dieses Themas streuben sich mir etwas die Nackenhaare... sad.gif

Es ist ja schön zu hören, dass man sich hier im Forum gegenseitig bei den vielfältigsten Sachen hilft. Dennoch gibt es Probleme die man nicht unbedingt mit drei Zeilen in einem Forum lösen sollte und kann!
Dazu zählen ua auch viele handwerkliche Fähigkeiten und Fertigkeiten, die nicht einfach mal so einem Leihen vermittelt werden können. Nicht umsonst gibt es für alles auf dieser Welt Lehrgänge mit teilweise anspruchsvollen Prüfungen. dry.gif . Um zB. beim Thema "Hartlöten" zu bleiben ist es nicht damit getan zu wissen welches Lot und welches Flußmittel man verwenden könnte. Der eigendliche technologische Ablauf und nicht zu letzt der Umgang mit den entsprechenden Werkzeugen entscheidet über Erfolg oder im schlimmsten Fall einem bösen Erwachen. Hinzu kommt noch die Tatsache, dass es sich hier um eine 'Dichtlötung' an einem Tank handelt, von dem selbst manche Facharbeiter lieber die Finger lassen würden. Denn der Spruch vom "fliegenden Tank" ist garnicht mal soweit hergeholt... rolleyes.gif


Um das Problem mal an einem anderen Beispiel zu erklären: Wenn ich als Katzenbesitzer meinem Tier eine Kastraktion unterziehen möchte gehe ich ganz selbstverständlich zum Tierarzt, obwohl ich weiß das der auch nur sein Messer an einer Stelle ansetzt, die wohl jedes männliche Wesen auf dieser Welt kennt... wink.gif laugh.gif

Kurzum, ohne an der Geschicklichkeit eines jeden Einzelnen zu zweifeln, würde ich das Löten eines Tanks einem Fachmann überlassen. Der Schlosser, oder Klempner deines Vertrauens wird das für ein kleines Geld bestimmt gerne tun.
Hartlötarbeiten (die auch noch dicht sein müssen, an einem Teil was durch unsachgemäße Handhabung zur Bombe werden kann dry.gif ) sind eben nicht gerade dazu geeignet, erstmals gewisse Techniken auszuprobieren....

Wie gesagt, ich will hier nicht den allwissenden Lehrmeister spielen, aber bei manchen Sachen mache ich mir echt Sorgen um die Gesundheit einiger Forumsmitglieder...!!! cry.gif wink.gif Vom Erfolg der Arbeiten mal ganz abgesehen! dry.gif


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fahrfisch
Geschrieben am: 29.10.2007, 22:35
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Sehe ich genau so, immerhin muss der Tank dann später auch mit den Vibrationen des "Triebwerks" auskommen. Ist das Gewinde im Original nicht auch geschweißt?

Hendrik


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Tom
Geschrieben am: 30.10.2007, 12:01
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Liebe Mitstreiter!

Zuerst muß ich mal meiner Dankbarkeit Ausdruck verleihen, daß Ihr Euch alle um mich und meine Gesundheit solche Gedanken macht! ... Dankeschön! smile.gif ... obwohl der Norbert mich lieber über dem Berliner Abendhimmel aufsteigen sähe ... tztztz ...

Aber ich habs ja schon oben beschrieben: Ich habe früher das Weichlöten gelernt und würde nun gern mal das Hartlöten probieren. Na klar, es wird erstmal an irgendwelchen Blechen probiert ... das mit dem Tank wäre wohl der Höhepunkt dieser Aktivitäten ... also werde ich mich erstmal im Lötbedarf umschauen, was es da so alles als Lot und als Flußmittel zu erwerben gibt ... ich bleibe dran und werde berichten ... und bin weiterhin für Tips und Tricks offen!

Schöne Grüße
vom Tom
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Schmied
Geschrieben am: 30.10.2007, 13:46
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Es lag mir mit meiner Erklärung wirklich fern Dir, oder anderen Mitstreitern das handwerkliche Können abzusprechen, aber...
Bestätigung finde ich bei meinen eingehenden Bedenken, indem du beschreibst dass du das Weichlöten gelernt hast und nun mal das Hartlöten probieren willst.
Das Problem ist, dass diese zwei Verbindungsverfahren weniger Gemeinsamkeiten besitzen als es der Name erstmal vermuten lässt.
Löten allgemein ist das "Verbinden zweier Matalle unter Verwendung eines bei niedrigerer Temperatur Schmelzendes Metall oder Legierung".
Und das ist auch schon die eigendliche Gemeinsamkeit. rolleyes.gif
Man sollte sich vielleicht erstmal im Klaren sein, wie die entsprechenden Lötverfahren anzuwenden sind. Denn Hartlöten ist technologisch gesehen eher zum Autogenschweißen zu zählen. Mit Weichlöten hat es genau genommen wenig zu tun.

Egal, ich schätze Menschen sehr, die Mut zu Neuen haben. Versuch es einfach und berichte! thumbsup.gif

Vielleicht noch was zu deiner eigendlichen Anfangsfrage:
Als Lötmittel würde ich dir Messinglot, Kadmium-Zink-Lot, oder Silber- bzw. Neusilberlot empfehlen. Ich persönlich habe sehr gute Erfahrung mit zB. L-CuZn40 gemacht, welches für sowohl für Spalt-, als auch Fugenlöten gut geeignet ist. Die Löttemperatur für dieses Lot liegt bei etwa 900°C. Als Flußmittel wird in diesem Zusammenhang eines vom Typ: F-SH2 (zB. 'Borax' oder Borsäure) verwenden.
Der Rest der Arbeit ist dann noch einen geeigneten Brenner zu finden und etwas handwerkliches Geschick... rolleyes.gif
Übrigens, um die Komplexität des Lötens mal zu veranschaulichen: In einschlägiger Fachliteratur werden für die Abhandlung zum Thema Löten schonmal über 50 Seiten für Arbeits und Vergleichstabellen benötigt... ohmy.gif wink.gif


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hottekob
Geschrieben am: 31.10.2007, 23:24
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Hallo Jungs,
zu dem Tema möchte ich euch eine kleine Geschichte erzählen.
Es war 1963, ich Lehrling im 3. Lehrjahr -Betriebsschlosser- bei der DR. Ich hatte mir eine gebrauchte 350er Jawa erschachert und bei der war der Tank unmittelbar neben dem Benzinhahn undicht. Eine gebördelte und verschweißte Naht war gerissen. Da half nur schweißen. Schweißen und Löten waren bereits Bestandteile meiner Ausbildung gewesen aber einen Tank hatte ich auch noch nicht geschweißt. Die Altgesellen wollten mir nicht helfen und beäugten misstrauisch mein Tun. Ich wollte den Tank mit Wasser füllen und dann schweißen aber das funktionierte nicht. Aus dem Riss lief das Wasser und so spülte den Tank nur mit Wasser. Ich wollte gerade mit dem Schweißen beginnen, da gab es eine laute Verpuffung aus der Tanköffnung. Die Altgesellen ergriffen mich und warfen mich sammt Tank aus der Werkstatt. Da ich aber wusste, wo nach Feierabend der Schlüssel für die Wekstatt abgelegt wurde, ging ich später wieder hin und schweißte meinen Tank in aller Ruhe. Ich habe dann später noch öfter Tanks von Mopeds oder Motorrädern geschweißt. Immer nach gleicher Methode: Den Brenner kurz in die Einfüllöffnung halten und die Verpuffung abwarten. Danach kann man in aller Ruhe den Tank schweißen. Die Verpuffung bleibt harmlos, wenn der Tank wirklich leer ist und kein Restbenzin vorhanden ist. Wie ihr seht, ich lebe noch.
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Schmied
Geschrieben am: 01.11.2007, 00:13
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blink.gif cry.gif Herr hilf!!!! ermm.gif

Ehrlich gesagt ist das ja schon "Anstiftung zum Selbstmord" ohmy.gif
Ich hoffe mal unsere jungen Leser überlesen diesen Beitrag! sad.gif

*Mopedfuchs*
Ich glaube du solltest das Thema in: "Wie baue ich eine Bombe" umbenennen! unsure.gif wink.gif

Kein weiterer Komentar! ph34r.gif


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NorbertE
Geschrieben am: 01.11.2007, 00:51
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Geil! laugh.gif Weitermachen, Jungs thumbsup.gif

Als Brenner für Jedermann schlage ich den vom Foto vor. Man braucht keine Flaschen, es ist "nur" Propan/Butan", geht auch im Wohnzimmer und bringt reichlich 1000 Grad.

Wenn Tom in Berlin seinen Hahn einlötet, warte ich auf den Termin. Da fahr ich mit meiner Frau hin, rauf ins Telespargelcafee: vielleicht kommt ja jemand "vorbei".... laugh.gif

Nee, nee, Hotte, da haste viel, viel Glück gehabt damals. Jeder Schlosser, Schmied rolleyes.gif, mit Brenner Umgehnkönnender versucht sich vor "Hohlkörpern" zu drücken... biggrin.gif

Angefügtes Bild
Angefügtes Bild


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Hille
Geschrieben am: 01.11.2007, 07:36
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Hallo Norbert,

also mit deiner Propan/Butan Flasche wollte ich auch mal probieren Hartzulöten. Leider brachte die Flasche nicht die richtige Wärme zustande. Aus dem Grunde habe ich es dann doch lieber mit Atze gelötet.

Gruß Hille


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fahrfisch
Geschrieben am: 01.11.2007, 10:57
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Ich hoffe, dass dieses Forum weder Berufsgenossenschaften noch der BND lesen, da fahren wir doch alle ein.....
Außer Schmied, aber der muss sich wegen der Bombe rechtfertigen... biggrin.gif biggrin.gif

Hendrik


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Star73
Geschrieben am: 01.11.2007, 11:43
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Tach allerseits den Terroristen ! tongue.gif

1. Bombe bauen geht einfacher.
2. Zum Hartlöten kann auch auf die nach alter Väter Sitte etablierte Benzin-Lötlampe verwendet werden, als wie so eine wie aufm Foto.

(Ansonsten fiänd ichs schade, wenn Berlin aufgrund eines Esser-Tanks in Flammen aufgehen würde ... (Ich hör schon die Schlagzeile inner Tagesschau ... rolleyes.gif )

mfG Christoph

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NorbertE
Geschrieben am: 01.11.2007, 11:45
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Hendrik, Du meinst wegen der Reiz-oder Schlüsselwörter? biggrin.gif

Hille, ich mach mit der Flasche und dem Brenneraufsatz eigentlich alles, was mit Wärme zu tun hat, da ich in meiner Kellerwerkstatt kein Atze habe. Man muss halt etwas mehr Geduld haben. Hart gelötet habe ich selbst damit nur einmal mit einem Silberlot aus dem Baumarkt. Die Verpackung ist leider weg, aber um die Lotstange (ähnlich einer Elektrode) war das Flussmittel aufgebracht. Das ging relativ gut und einfach.

Grüsse Norbert


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