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> Reparaturanleitung für hydraulische Stoßdämpfer, Die Regenerierung
MoritzSimson50
Geschrieben am: 03.12.2018, 17:54
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Moin Leute,

ich hab mich im "Was macht ihr grade"-Fred angeboten, einen Rep.leitfaden für die hydraulischen Stoßis zu erstellen. Ich hab hier im Forum noch keinen gefunden und musste mich als ich das alles noch nicht wusste in Fremdforen quer durchgelesen und schlussendlich einfach mal an einem Kaputten probieren.

Mal so vorab: Die hydraulischen Dämpfer sind vom Funktionsprinzip alles gleich, egal ob verstellbare Enduro/MZ Stoßdämpfer oder die normalen S50 und Co-Dämpfer. Lediglich die Größe und Ölmenge ist anders.

Ich würde mich freuen, wenn jetzt keiner hier zwischenfunkt, auch wenns ein bisschen dauert. Danach darf jeder Fragen stellen oder Erfahrung äußern wink.gif


Also, los gehts: wir nehmen die Chromhülse und die Feder ab (Bei den Enduro-Dämpfern logischer Weise Feder und Verstellung)
Dazu zieht man die Feder nach unten (Dämpfer vorher am Besten in einen Schraubstock einspannen) und entnimmt oben die Plastehalbmonde.

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MoritzSimson50
Geschrieben am: 03.12.2018, 18:01
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Dann kommt der selber gebaute Schlüssel zum Einsatz (Anleitung später):

Das Gewinde ist normales Rechtsgewinde thumbsup.gif

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MoritzSimson50
Geschrieben am: 03.12.2018, 18:07
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Wenn die Alumutter locker ist erwartet uns dieser Anblick: theoretisch kann man den kompletten Dämpfer jetzt vorsichtig aus dem Außenrohr ziehen... praktisch geht das meist schlecht da der ganze Spaß von einem O-Ring festgehalten wird. Dieser hat die Aufgabe das Dämpferelement nach außen zum Gehäuse hin abzudichten und sitzt nach den vielen Jahren meist sehr fest dort wo er sitzt. rolleyes.gif

Mein bisheriger Härtefall: Den Stoßdämpfer mit dem oberen Auge im Schraubstock einspannen, unten einen starken Eisenstab durch, diesen unter die Werkbank klemmen, auf den anderen Seite mit der Hand nach unten drücken (eine Vorspannung erzeugen) und dann mit dem Hammer auf die Stange schlagen. Tut weh an den Händen (mit der Hand die die Vorspannung erzeugt) und geht sicherlich eleganter wenn man entsprechende Technik hat, aber funktioniert.

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MoritzSimson50
Geschrieben am: 03.12.2018, 18:10
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Wenn der Dämpfer aus dem Außenrohr raus ist, nimmt man das Innenrohr nach unten ab (das klemmt maximal ein bisschen auf den O-Ring- und Wellendichtringhalter).

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MoritzSimson50
Geschrieben am: 03.12.2018, 18:26
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Dann kann der Dämpfer zerlegt werden. Ich lass' generell das obere Auge dran an der Kolbenstange und demontiere alles von unten her.

Leider wurde irgendwann im Laufe der Zeit mal das Innenleben der Dämpfer optisch geändert. Wann weiß ich leider nicht. Bei meinem Versuchs- und Darstelungsobjekt handelt es sich um die alte Variante aus meinem Sperber. Auf die Änderung geh ich nachher nochmal ein. Die Arbeiten sind im Prinzip aber die selben, mit der Ausnahme, dass die Bauteile anders auf der Kolbenstange fest gemacht sind.

Bei den Alten also wie folgt: unten sitzt eine Mutter mit 10er Sechskant und hält 4 oder 5 hauchdünne Scheiben auf der Kolbenstange. Die oberste Scheibe hat 2 kleine halbkreisförmige Einschnitte. Die Mutter ist so eingestellt, das die Scheiben ein bisschen Vorspannung haben. Allerdings kann man sie mit dem Finger auf der Kolbenstange verdrehen. Mutter und Scheiben also abschrauben.

Danach kommt ein runder Stützkörper mit Ventilfunktion. Das Teil ist mit einem Kerbstift auf der Kolbenstange festgemacht. Also Stift vorsichtig raus und den Stützkörper mit zwei Fingern oder leichten Hammerschlägen demontieren. Wenn möglich die Einbaulage markieren! Die Löcher für den Kerbstift sind nicht 100%ig in der Mitte gebohrt und es kann sein, das der Stützkörper nur in einer Stellung wird zu arretieren geht.

Danach die eine Scheibe (Hängt meist am Stützkörper), die Feder und den Seegerring abnehmen.

Der Rest ergibt sich. Im Prinzip wird der Rest nur runtergezogen und auf ein sauberes Tuch gelegt. Achtet darauf, dass ihr die Teile alle mit der oberen Seite nach oben oder unten auf das Tuch legt. (Müsst ihr euch vorher selbst festlegen.) Meist ergibt sich die Einbaurichtung zwar, aber manchmal guckt man auch ne Weile doof wink.gif

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MoritzSimson50
Geschrieben am: 03.12.2018, 22:24
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Alles zerlegt sieht das so aus:

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MoritzSimson50
Geschrieben am: 03.12.2018, 22:29
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Detailansicht der zu demontierenden Teile auf der Kolbenstange.

Für heute ist erstmal Schluss, man hat ja dummerweise noch andere Sachen zu tun... morgen geht's weiter.

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MoritzSimson50
Geschrieben am: 04.12.2018, 17:32
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So, weiter gehts!

Wenn alles Teile von der Kolbenstange runter sind kann man sich um die eigentlichen Dichtungen kümmern. Diese befinden sich weiter oben und gehen einfach runter zuziehen.

Im "Hauptdichtungsträger" (Keine Ahnung wie das Teil wirklich heißt) sitzt der Simmerring der Kolbenstange und außen der O-Ring der den Dämpfer so toll im Außenrohr festhält.

Das sitzt verbaut so übereinander:

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Geschrieben am: 04.12.2018, 17:38
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Ohne die Alumutter sieht das so aus: der Simmering sitzt noch im Träger, O-Ring und Fiberglasring liegen davor. Achtung, links ist die alte Ausführung, die Neue hat nur einen Blechring. Ich vermute das kann man bauen wie man will.

Der O-Ring wird im montierten Zustand so ans Gehäuse gedrückt, dass es auf den Fiberglasring denk ich nicht ankommt wink.gif

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MoritzSimson50
Geschrieben am: 04.12.2018, 17:43
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Um das Ding herauszubekommen braucht es meist bisschen Fingerspitzengefühl.

Als erstes hebelt man das dünne Blechkäppchen vom Dichtungsträger herunter (Ist auf meinem Bild leider schlecht zu erkennen). Dann den Simmering nach seiner Lieblingsmethode entfernen, logischer Weise bitte ohne Schaden anzurichten. rolleyes.gif

Der Träger ist an sich ein massives Teil und kann zwischen 2 Holzstücken oder ähnlichem Material auch in den Schraubstock eingespannt werden.

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Geschrieben am: 04.12.2018, 17:45
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Unter der Alumutter verbergen sich noch ein Filzring und noch ein Fiberglasring:

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Geschrieben am: 04.12.2018, 17:48
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Ich ersetze bei einer solchen Regeneration immer das Öl (war ja klar) und 4 Dichtungen: Von oben angefangen ist das der Filzring, der Fiberglasring, der Simmerring und der große O-Ring.

Den großen Fiberglasring werde ich auch ersetzen wenn ich irgendwo einen bekomme wink.gif
Bis jetzt hatte ich immer die Blechringe und die müssen nicht ersetzt werden.

Leider sind mir grade die Fiberglas- und Simmeringe ausgegangen, deshalb nur dieses Bild.
Es kann sich aber sicherlich jeder vorstellen, wie sowas aussieht biggrin.gif

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Geschrieben am: 04.12.2018, 18:02
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Bevor hier aber irgendein Teil neu reinkommt wird erstmal alles gereinigt. biggrin.gif


Montage:

Das Außenrohr vom Stoßdämpfer senkrecht in den Schraubstock spannen (Öffnung nach oben rolleyes.gif ), das Innenrohr und das Ventil unten in richtiger Lage ins Rohr stecken.

Bei beiden Stoßivarianten gibt es was zu beachten: beim oberen Rohr (neue Ausführung) muss die gewellte Distanzscheibe richtig herum eingebaut werden. (Deshalb beim Ausbau auspassen wie es drin war) Man erkennt es aber auch meistens an den Abdrücken. Scheiben also ins Rohr fallen lassen und gucken, das sie unten richtig liegt. Rohr mit Ventil (geht nicht auseinander) oben drauf stellen.

Alte Variante: Ventil (Einbaulage ergibt sich, Distanzscheibe entfällt) aufs Innenrohr stecken und waagerecht ins Außenrohr schieben, dann senkrecht stellen und einspannen.

Mit einer Spritze oder ähnlichem die 52ml Öl einfüllen (bei den großen MZ/Enduro Dämpfern 70ml). Ölmenge ist bei Vorder- und Hinterraddämpfern gleich. Ich persönlich nehme Gabelöl zum Auffüllen, es geht aber auch normales Hydrauliköl. Ein Schuss MoS² kann übrigens nicht schaden wink.gif

Hier die Unterschiede der neuen und alten Innenrohre:

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MoritzSimson50
Geschrieben am: 06.12.2018, 20:02
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Jetzt müssen alle Bauteile wieder auf die Kolbenstange aufgefädelt werden.

Reihenfolge ist wie auf meiner Explosionsdarstellung.

Da ich heute neue Dichtungen bekommen habe kann ich auch nochmal ein paar Worte und Bilder zu der Simmerring De- und Montageverlieren.

Kappe abhebeln:

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MoritzSimson50
Geschrieben am: 06.12.2018, 20:05
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Einspannen und Simmerring entfernen.

Ich nehme immer einen glatt geschliffenen Nagel und entferne die Gummischicht die oben auf dem Simmerring drauf ist. Danach mit einen Schlitzschraubenzieher den Metallring im Simmerring nach innen schlagen. Danach geht er super raus.

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