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> Zylinderidentifik. bzw. passt Kolben zu Zylinder?
rtwolle
Geschrieben am: 08.10.2019, 18:21
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auslitern:

Angefügtes Bild
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Unhold
Geschrieben am: 08.10.2019, 18:55
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Also bei dem Bild von der leicht verdeckten Überströmerunterkante hätte ich mit dem leichten Anschrägen des Kolbens um ein paar Zehntel Millimeter keine Bedenken gehabt, aber wenn ich jetzt den im Auslaß stehenden Kolben sehe, denke ich, dass das möglicherweise ein falscher Kolben sein könnte. hmm.gif
Die Auslassunterkante reicht ja fast bis an den Kolbenring ran. ohmy.gif
Bedenke auch, dass der Einlass durch das Kolbenhemd, also die Kolbenunterkante gesteuert wird. Dort kann bei einem nich passenden Kolben also der einlass auch zur falschen Zeit öffnen und schließen, was in jedem Fall negative Auswirkungen und Leistungsverluste zuir Folge hat.

Aber wenn du den Zylinder 'eh nochmal runternimmst, dann versuch den Kolben erstmal mit einem neuen oder alten Originalkolben zu vergleichen und auszumessen, ehe du anfängst zu feilen.
Da helfen manchnal schon Fotos mit einem danebenliegenden Lineal.


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Wast
Geschrieben am: 08.10.2019, 19:25
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Ich werde als erstes mal das auslitern probieren, bei schräger Zündkerzenöffnung wirds ohne ausbauen spannend aber ich denke machbar thumbsup.gif _clap_1.gif
Falls es wirklich am Zylinder liegen sollte, würde ich einen Wert um die 75ccm erwarten. Mal schauen _uhm.gif
Bisher habe ich den Einlass noch nicht kontrolliert. Falls der Zylinder wirklich zu tief sitzen würde, müsste der Einlass auf jeden Fall deutlich geöffnet sein...

Nach dem auslitern werde ich den Zylinder nochmals runternehmen und den Kolben mit dem vorher verbauten vergleichen. Beim Schleifen wurde der Kolben gewechselt, der Zylinder ist (bis auf die Laufbahn) identisch geblieben. Da das Fehlerbild immer noch relativ identisch ist, würde ich deshalb auf das Teil tippen, welches gleich geblieben ist: Der Zylinder...

Ich glaube ich komme dem Fehler immer näher ph34r.gif
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Wast
Geschrieben am: 10.10.2019, 18:38
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So, das neueste aus dem RT 125 Labor: wink.gif

Ich habe heute mal die Steuerzeiten des Einlasses überprüft. Der Einlass ist genau und nur im OT zu 100% geöffnet, d.h. hier stimmen die Maße von Zylinder und Kolben wohl überein.
Um auf Nummer sicher zu gehen, hab ich auch mal den Kompressionsraum ausgelitert. Gemessen habe ich in etwa 24ccm. Ich habe im Internet das DKW Kundendienst-Rundschreiben T 12 gefunden, bei welchen für die RT 125 ein Kompressionsraum von 26ccm angegeben wird.
Da ich den Zylinder nicht komplett so stellen konnte, dass die Kerzenbohrung komplett in der Waagrechten war, sondern ein paar Grad gefehlt haben, muss das Ergebnis etwas nach oben gerechnet werden. Die fehlenden 2ml werden dadurch fehlen.
Wenn nach meiner Theorie der Zylinder um den Überstand des Kolbens im Auslass (in etwa 3mm) zu Tief sitzen würde, müssten nach Adam Riese 6,4 ccm abgehen.

Somit wieder alles auf Anfang, oder nahezu alles biggrin.gif _uhm.gif

Edit:
Ah, hab gerade gesehen, dass ich die Anleitung zum auslitern falsch gelesen hab laugh.gif
Da steht ja auch ein Wert von 25ccm Verdichtungsraum. Somit passt meine Messung ja noch besser _clap_1.gif
Aber das Problem bleibt

Zusätzlich habe ich auch die beiden Kolben miteinander verglichen: Komplett identisch, bis auf den Durchmesser wink.gif
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Unhold
Geschrieben am: 11.10.2019, 12:58
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Gleiche Kolben sind schon mal gut.
Es könnte allerdings theoretisch auch schon der alte Kolben durch einen Vorbesitzer schonmal getauscht worden und kein originaler gewesen sein, so dass sich der alte Fehler der Leistungsschwäche dann auf die neuen Konstellation übertragen haben kann. hmm.gif

Guck' und vergleiche vielleicht vorsichtshalber noch mal im Netz, ob's also der richtige Kolben ist ...
Mir steht der jedenfalls etwas zu hoch im Auslass.
Weil, wenn das vom Konstrukteur wirklich so gewollt gewesen wäre, dann hätte der den Auslass entweder schmaler konstruiert oder ihn höher gelegt. Irgendwas stimmt da also nicht. Such' lieber noch weiter nach Vergleichsbildern im Netz!

... und ich will dich ja nicht verrückt machen, aber nicht dass am Ende zwar der Kolben richtig, der Zylinder aber der falsche ist. ph34r.gif

Wie ist denn der Gewichtsunterschied der beiden Kolben?
Wenn du da vorsichtig noch etwas wegfeilen kannst, dann würde ich eher am Auslass etwas abnehmen als an den Überströmern.

Gibt es starke Vibrationen, also eine Unwucht?


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der Unhold



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Wast
Geschrieben am: 12.10.2019, 21:00
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Hallo Unhold,

ich gebe dir Recht, es macht eigentlich wenig Sinn, dass der Kolben noch im Auslass steht. Allerdings hat DKW Ingolstadt ja nach der /W eine RT 125/2a mit verstärktem Motor gebracht. Hier wurde ein größerer Vergaser verbaut und auch kleinere Änderungen am Motor durchgeführt. Vielleicht wurden ja hier genau an den Steuerzeiten etwas gefeilt...

Ich habe allerdings heute mal einen Drehzahlmesser an die Zündleitung angeschlossen und hier mal ein paar Messungen durchgeführt:
1. Die maximal erreichte Drehzahl im Leerlauf: 5900 U/min
2. Die maximal erreichte Drehzahl im dritten Gang: 3900 U/min
3. Laut Datenblatt der RT 125/W beträgt die Leistung 4,75 PS bei 5000 U/min.

Die Messergebnisse sagen doch eigentlich, dass am Motor "oben" alles in Ordnung sein müsste, da ich ja die Drehzahl erreiche. Allerdings stimmt bei eingelegtem Gang etwas nicht, da ich hier ja eigentlich 5000 U/min erreichen müsste hmm.gif

Und hier fällt mir ein, dass der Vorbesitzer irgendetwas erwähnt hat, dass er bei der Kupplung etwas verändert hat. Ich meine mich zu erinnern, dass er hier mehr Scheiben verbaut hat?? _uhm.gif
Kann es sein, dass durch diese vermeintliche Verbesserung der Motor abgebremst wird und ich deshalb gar nicht auf die Enddrehzahl komme?
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Unhold
Geschrieben am: 14.10.2019, 14:17
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Ich kenne zwar die RT-Kupplung nicht, aber alleine durch den Einbau von mehr Kupplungsscheiben und/oder -lamellen sollten sich die Drehzahlen nicht verändern, es sei denn, da schleift irgendwas. Aber guck dir die Kupplung mal an und vergleiche sie mit den originalen Datenangaben des Motors.
Möglich wäre nämlich, dass der Vorbesitzer an der Kupplung eventuell auch die Übersetzung, also den Primärtrieb ungünstig verändert hat, und der Motor nun nicht mehr die Kraft hat, um bestimmte Drehzahlen zu erreichen.
Vielleicht ist ja auch das Kettenritzel zu groß gewählt.


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der Unhold



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Wast
Geschrieben am: 15.10.2019, 17:39
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Habe mich heute mal wieder etwas mit dem Motor befasst. Schon beim ablassen des Getriebeöls ist mir neben der sehr schwarzen Farbe vor allem die Viskosität aufgefallen. Nach einer Geruchsprobe würde ich sagen, dass hier Gemisch im Getriebe gelandet ist.
Nachdem der Kupplungsdeckel abmontiert war, ist mir direkt aufgefallen, das neben sehr viel Abrieb sich auch größere "Späneteile" innerhalb des Gehäuses befanden. Ich habe allerdings noch keine offensichtliche Schadstelle erkennen können.
Beim zerlegen der Kupplung habe ich festgestellt, dass der Kupplungskorb etwas eingedrückt war, an einem der Fächer sieht man deutliche Schleifspuren. Auch hat hier die Demontage der letzten Scheibe deutlich gezwickt.
Laut DKW Werkstatthandbuch ist auch der Durchhang der Primärkette mindestens grenzwertig...

Die Demontage von Kupplungskorb und Primärritzel ist mir mangels Werkzeug und Know-How nicht mehr gelungen.

Ob ich hier nun selbst weiterkomme???
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