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> Optimierung der Kraftstoffversorgung, Umbau am KR50
Schmied
Geschrieben am: 31.03.2008, 22:39
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Ich hatte unlängst in einem anderen Thema (KR50 Hammerschlagrot) ein Bild meines KR50 mit Blick auf den Motor eingestellt.
Dabei ist einigen Lesern ganz zufällig eine nicht ganz original verlegte Benzinleitung aufgefallen, was schon einige Spekulationen verursachte. rolleyes.gif
Daher will ich mal an dieser Stelle die Gelegenheit nutzen diese kleine "Erfindung" vorzustellen, die den Betrieb meines KR50 zuverlässiger macht. Natürlich handelt es sich um keine originale Erweiterung der Kraftstoffversorgung, aber technisch gesehen wird die Zuverflässigkeit deutlich verbessert. Der Umbau ist wegen der Verkleidung des Motors ja sowieso nicht zu sehen. wink.gif

Hier nochmal das ursprüngliche "Bild des Anstoßes":

Angefügtes Bild
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Schmied
Geschrieben am: 31.03.2008, 23:13
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Also, es wurde bei ersten Erscheinen dieses Bildes schon so Einiges gemutmaßt, wozu ich diese zweite Benzinleitung eingebaut habe. Von "Turbo" und Getrenntschmierung war da die Rede. wink.gif
Eigendlich war geplant den wahren Grund erstmal komplett (aus bestimmten Gründen) Geheim zu halten. Da aber nun schon die Antwort einigermaßen erraten wurde, habe ich mir überlegt es nun doch öffendlich zu machen.

Da ich nach der sonntäglichen Ausfahrt sowieso mal wieder unters Blechkleid fassen musste wink.gif , kommen hier mal die ersten Bilder der "Erfindung".

Es handelt sich tatsächlich um eine Vorrichtung für den Betrieb mit "blankem" Benzin - sprich Getrenntschmierung. tongue.gif

Die Aparatur ist komplett selber entworfen, entwickelt und gebaut und seit etwa nem halben Jahr im Dauereinsatz.

So sieht die Technik im Ganzen aus:

Angefügtes Bild
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Schmied
Geschrieben am: 31.03.2008, 23:21
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(Ich seh grad das Wasserzeichen verdeckt das Wichtigste dry.gif )

Hauptteil ist die selbstentworfene Gemischpumpe die am Kupplungsdeckel angeschraubt ist. Angetrieben wird sie direkt mittels Mitnehmer von der Kurbelwelle.
Die Pumpe hat einen Eingang für Benzin und einen für Öl, sowie zwei Ausgänge, die beide zum abgebildeten T-Stück am Vergaser führen.
Dadurch zirkuliert immer eine gewisse Menge Benzin über dem Vergaser, der dann die benötigte Menge an Kraftstoff davon bezieht. Warum ich das so gelöst habe können wir bei Bedarf später noch diskutieren.

Hier nochmal die Gemischpumpe:

Angefügtes Bild
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Schmied
Geschrieben am: 31.03.2008, 23:36
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Da Ihr es ja bestimmt wieder genau wissen wollte...

Der linke Schlauch ist die Rückleitung. Diese Leitung geht erst bis hoch in die Kanzel um einen Gegendruck aufzubauen.
Rechts der Obere ist die Zuleitung zum Vergaser. Darunter ist die Leitung vom Benzinhahn/Tank und die schwarze Leitung im Vordergrund ist die Zuleitung fürs Zweitaktöl. Der Tank ist eine kleine Blechflasche, die mit unter der Sitzbank liegt(siehe Foto).
Links über dem Schlauch ist der Bowdenzuganschluß zu sehen, der parallel mit dem Gasbowdenzug betätigt wird und somit die Gemischregulierung steuert.
Die Schraube mit der Feder dient zur Feinjustierung des Mischungsverhältnis.

Das Pumpengehäuse wurde nach meinen Plänen aus Alu CNC-gefräst wobei ich bei den Schlauchnippeln auf Essi-Teile zurückgegriffen habe. Die Grundfunktion habe ich mir bei den Pumpen für die Getrenntschmierung der ETZ abgeschaut, was aber aus verschiedenen Gründen komplett abgeändert werden musste.

Soweit erstmal die grobe Erklärung zu diesem Thema.
Ich weiß, dass das bestimmt jetzt viele Fragen aufwerfen wird. Ich bitte aber um Verständnis das ich Einiges zu speziellen Sachen erstmal für mich behalten werde. Wir hatten das Thema "Nachbauen" und "Ideenpiraterie" schonmmal und gerade bei so einem komplexen Teil möchte ich da ein wenig vorsichtiger sein. cool.gif

Angefügtes Bild
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Sven
Geschrieben am: 01.04.2008, 07:48
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QUOTE (Schmied @ 31. Mar 2008, 23:36)
Links über dem Schlauch ist der Bowdenzuganschluß zu sehen, der parallel mit dem Gasbowdenzug betätigt wird und somit die Gemischregulierung steuert.
Die Schraube mit der Feder dient zur Feinjustierung des Mischungsverhältnis.


Hallo Schmied,

was du alles kannst _clap_1.gif _clap_1.gif

Mit Gemischregulierung meinst du das Benzin / Öl - Verhältnis, oder ? Du kannst also die Gemischzusammensetzung über den Drehzahlbereich verändern ? Wie wirkt sich das auf die Fahreigenschaften aus, bzw. wo liegen in der Praxis die Vorteile ?? Was war denn vorher so unzuverlässig ?

Gruß Sven
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Schmied
Geschrieben am: 01.04.2008, 09:55
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Vielleicht nochmal kurz zur Funktion:
Die Pumpe wird über die Kurbelwelle direkt und immer angetrieben.
Dadurch wird auch immer dem Kraftstoff das Öl beigemischt. Würde man diese Mischung nicht zusätzlich regeln, käme es schnell zur Überfettung, da ja, obwohl wenig Kraftstoff verbraucht wird (im Standgas zB.), immer eine gewisse Menge Gemisch hergestellt wird. Die Regelung ist so abgestimmt, dass beim Gasgeben die jeweilige benötigte Menge dem Motor zur Verfügung gestellt wird.
Um immer ein optimales Gemisch bereit zu stellen musste ich die zusätzlichen Kraftstofflzirkulation einbauen, da mein Modell etwas anders als bei anderen Getrenntschmierunge (zB ETZ) funktioniert. In meinem Fall funktioniert es mittels Beimischung des Öl in die Kraftstoffleitung, wobei bei den meisten Fällen das Öl direkt in das Kurbelgehäuse, oder am Vergaser in den Ansaugschacht des Motors gespritzt wird.
Die Menge des zugemischten Öles wird mittels Düse auf ein Grundniveau gebracht, welches dann durch den Schieber mittels Gaszug begrenz wird.

Ich muß vielleicht dazu noch sagen, dass die ganze Entwicklung eine ganz schön nervige Sache war, ehe die Pumpe wirklich für den Alltagseinsatz tauglich war. Vorteile an der Sache gibt es viele.
Erstmal fand ich es aber grundlegend interessant zu sehen, ob diese Technik mit eigenen Mitteln machbar ist.(Ihr wisst ja, ich hab manchmal solche Eingebungen laugh.gif ) Ich habe auch festgestellt, dass eine viel saubere und kraftvollere Verbrennung im Motor entsteht, da das Gemisch immer "frisch" hergestellt wird. Ich hatte bis jetzt auch keinerlei Probleme mit Verschmutzungen des Vergasers, da es nicht durch abgesetztes Öl oä. zu Verharzung der Düsen kommen kann.
Außerdem kann man nun ohne groß nachzudenken einfach normalen Benzin verwende und muß nicht immer aufwendig Mischen. Natürlich darf man nicht verpassen das Öl nachzufüllen. rolleyes.gif

Da ich wirklich lange Zeit und erheblichen Aufwand bis zur Fertigstellung betrieben habe wollte ich die ganze Sache auch erstmal "Geheim" halten, was ich auch allen Mitwissern so eingebläut hatte. rolleyes.gif


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Schwalbenfreak
Geschrieben am: 01.04.2008, 21:08
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und wie kannst du kontrollieren, ob das mischungsverhältnis von 1:33 immer stimmt???


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Schmied
Geschrieben am: 01.04.2008, 21:51
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Nachdem ich schon einige Mails mit dem Wunsch nach der Bauanleitung für die Pumpe bekommen habe möchte ich nochmals darauf hinweisen, dass dies erstmal nicht veröffendlicht wird.
Zur Pumpentechnik kann ich nur soviel sagen, dass sie nach dem Flügelzellenprinzip arbeitet und die Regulierung der Ölmenge dynamisch erfolgt.
Leider ist während des Betriebs die Überwachung des Gemisches nicht möglich. Ich habe aber während der Entwicklungsphase die richtige Gemischzusammenstellung mittels ausmessen der Gewichtsanteile und einem Öl-Fälltest(wurde in einem Labor an der TU-Zittau gemacht) überprüft und tu dies in regelmäßigen Abständen immernoch. Bis jetzt hab ich aber noch keine unbeabsichtigte Veränderung der zusammensetzung gemerkt.
Nochmal zur Regelung. Ich habe bei der Entwicklung eng mit einem Motorenfachmann (eh. Motorenwerk Cunewalde) zusammen gearbeitet. Mit seinen Kenntnissen ist die Einstellung des Gemisches optimiert worden. Im Standgas ist natürlich die Belastung des Motors nicht so hoch wie bei voller Last. Daher variiert das Gemisch von Anfangs 1:50 (Standgas) bis etwa 1:33 ab halber Last.
Bis jetzt ist diese Einstellung meiner Meinung nach optimal.
Die direkte Einspritzung in den Vergaser hatte ich Anfangs vor, bin aber damit gescheitert. Wir haben heraus bekommen, dass der auftretende Staudruck, wegen des geringen Querschnits, an der Düse zu klein ist. Das Öl wurde auch nicht optimal in den motor befördert und bei geringer drehzahl überfettete er.
Daher die etwas unkonventionelle Lösung mit der Beipassleitung.


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der Lehmann
Geschrieben am: 02.04.2008, 05:45
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Ach der Schmied, immer für eine Bastelüberraschung gut. Das Schlauchgeflecht ist super.

Prima gemacht und umgesetzt, wenn nicht gestern der 01.04. gewesen wäre. _clap_1.gif

Viele Grüße, Jürgen


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Sven
Geschrieben am: 02.04.2008, 07:10
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QUOTE (der Lehmann @ 2. Apr 2008, 05:45)
Prima gemacht und umgesetzt, wenn nicht gestern der 01.04. gewesen wäre. _clap_1.gif


Und wenns so ist : Trotzdem eine wunderschöne Geschichte thumbsup.gif laugh.gif

Gruß Sven
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Schmied
Geschrieben am: 02.04.2008, 10:34
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Also....Gut...

Da ich wirklich viele Anfragen wegen möglichem nachbauen erhalten habe, gebe ich mich geschlagen und werde für alle, die sich an diese Materie heranwagen wollen einen kurze Bauanleitung für diese Abgebildete Pumpe hier einstellen:

Man benötigt:
2 Schwimmerventile mit Nippel vom SR-Vergaser
1 Schlauchnippel mit Schraube M6
1 Einstellschraube mit Feder (Vergaser)
1 Bowdenzug mit Einstellschraube
1 Bordwandschraube
1 Schraube M4 mit Scheibe
2 Schrauben M5 mit Scheiben
1 technisch aussehende Scheibe (Teil einer Membranpumpe)
Letztlich ein Stück Holz, was in entsprechende Form gebracht und lackiert wird
Dazu noch ein Stück doppelseitiges Klebeband um die ganze Sache am Motorblock zu Befestigen, sowie ein paar Schläuche (möglichst benutzt) um die Anschlüsse zu symboplisieren.
Bauzeit für geübte Bastler etwa eine halbe Stunde.

Man fängt also an das Holz..............



Ich glaube hier kann ich dann nun doch aufhören, da wohl jetzt jeder mitbekommen hat, dass diese Geschichte doch nur für den 1. April war! rolleyes.gif laugh.gif

Obwohl, und da ist der Haken an der Sache, es war nicht alles Quatsch....

Angefügtes Bild
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Schmied
Geschrieben am: 02.04.2008, 11:13
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Die Getrenntschmierung mal eben so nebenbei an ein Moped zu basteln ist nicht möglich! (-selbst mir nicht! dry.gif rolleyes.gif laugh.gif )
Obwohl meine Geschichte ja einen wahren Hintergrund hat, denn das erste Bild des Themas und auch einige hintergrundinformationen sind echt!

Fangen wir mal mit der Getrenntschmierung als solches an:

Fakt ist, dass ich echte Versuche, eine solche Anlage zu bauen, vor einiger Zeit unternommen habe. Allerdings ging es damals darum diese Technik im Trabant zu verwirklichen. Die Technologie des Ganzen hatte ich von der Anlage, die es für die ETZ gibt, übernommen. Auch der erste Versuchsaufbau war schon vorhanden, wobei die Tests aber dann im Endeffekt (vorerst) zum Verwerfen dieser Idee führte. Auch die gesammten technischen Angaben waren soweit richtig, nur halt nicht für dieses Teil am KR50, sondern basierten noch auf den Versuchen vom Trabant.

Echt ist auch, wie schon gesagt, das erste Bild und die darauf zu sehene Benzinleitung! (Das war ja auch eigendlich der Auslöser für meine Idee mit der Getrenntschmierung! tongue.gif ) Diese Leitung ist so bei meinem KR50 seit etwa einem halben Jahr eingebaut und hat sich bestens bewährt.

Wie schon die Überschrift verrät geht es dabei um eine kleine Bastelei die zur Optimierung des Benzinflusses führt.
Deshalb habe ich auch diesen Aprilscherz unter diese Rubrik eingestellt, um den wahren Hintergrund dieser "seltsamen" Schlauchleitung nun endlich mal ernsthaft aufzuklären...


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der Lehmann
Geschrieben am: 02.04.2008, 17:01
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Hallo Schmied,

es hätte nicht viel gefehlt und ich wäre der Sache aufgesessen. Dir ist ja jede qualifizierte Bastelei zuzutrauen.

Verraten hat dich Bild 4. unsure.gif

Die wegen der Deckelfläche schräg am Kupplungsgehäuse sitzende "Pumpe" konnte einfach so nicht sein. Da wäre an der knappen Stelle ein Kreuzgelenk erforderlich gewesen mit Abdichtungsproblemen etc..

Trotzdem Gratulation, eine tolle Idee zum Start in den April.

Viele Grüße nach Gierschdurrrrrf,

Jürgen


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Schmied
Geschrieben am: 02.04.2008, 18:46
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Naja, bei Nachfragen hätte ich ich für die etwas schräg sitzende Pumpe schon eine einleuchtende Antwort parat gehabt... rolleyes.gif

Wie gesagt, jetzt soll es mal um den Ernst bei dieser Geschichte gehen:

Es dürfet schon der Eine oder Andere KR50 oder Schwalbefahrer das leidige Problem mit der Benzinversorgung erlebt haben. Auch in Fachbüchern ist immer wieder mal davon zu lesen.
Da die Höhe des Kraftstoffniveaus im Verhältnis zum Vergaser bei diesen Modellen konstruktiv eher gering ist, kommt es des öffteren vor, dass bedingt durch den geringen Druck, der Kraftstoff mehr oder weniger "unwillig" in den Vergaser läuft. Auch ich hatte Probleme, dass der Motor einfach mal so ausging, da der Vergaser zu wenig Benzin bekam.
Somit habe ich mir etwas einfallen lassen, um den Vergaser immer mit reichlich Benzin zu versorgen.
Ich habe (wie auf dem Bild zu sehen) in die Leitung vor dem Vergaser ein T-Stück eingebaut und einen zweiten Schlauch zu einem Messingrohr geführt. Dieses Rohr ist mittels Lasche an der Schraube des Batteriehalters festgeschraubt und steht senkrecht in der Vorderen Verkleidung bis kurz unter denTacho. Das Ende des Rohres ist offen. Wichtig ist, dass das Ende des Rohres höher als der Tankdeckel nach oben steht!
Somit funktioniert die ganze Sache wie eine eine einfache Entlüftung für die Benzinleitung. Dreht man jetzt den Benzinhahn auf, fließt das Benzin ohne Behinderung bis in das Rohr und die vom Vergaser benötigte Menge wird über das T-Stück abgenommen.
Seitdem ich diese kleine Veränderung vorgenommen habe hatte ich nie wieder Probleme mit der Benzinversorgung. smile.gif

Ich hoffe ich konnte das Theater um diese Geschichte nun entgültig aufklären! rolleyes.gif
Ich hatte schon länger vor diese kleine Optimierung, für eventuelle Nachahmer, hier im Forum zu präsentieren und da dachte ich das der 1. April wohl ein guter Zeitpunkt dafür wäre... cool.gif

Hier nochmal das Bild wie die Benzinleitung bei mein KR50 in echt aussieht:

Angefügtes Bild
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lambiman
Geschrieben am: 02.04.2008, 21:37
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Geniale sache und toller scherz biggrin.gif

Zum Thema Getrenntschmierung beim Trabant

Die Belgier haben dies schon beim Wartburg in den 70ern realisiert da es dort kein fertiggemisch gab

Wenn man also diese apperatur bekäme könnte man das sicherlich technisch auch auf den Trabant anwenden

Gruss
Dirk


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