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> elektrische Anlage
ost_thueringer
  Geschrieben am: 13.07.2008, 18:53
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Hallo,

habe seit gestern folgendes Problem, bin mit meinem SR2 gefahren und die beiden Glühlampen sind durchgebrannt. Habe heute die Spannung gemessen im Standgas 12 Volt und beim Gas geben geht das ganze bis auf 60 Volt hoch.

Habe heute schon die Grundplatte abgebaut und die Kabel auf durchgescheuerte Stellen geprüft, nichts. Ich kann mir das ganze nicht erklären...

Vielleicht kann mir jemand helfen... _uhm.gif

Danke!

Ralph
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SimsonSR1
Geschrieben am: 13.07.2008, 21:09
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Hallo Ralph,

nur keine Panik, die von dir gemessene 60V Leerlaufspannung ist völlig normal.
Wahrscheinlich hat deine Scheinwerfer-"birne" den Geist aufgegeben und dadurch die Rücklicht-"birne" mit zerstört. Bei der Beleuchtungsanlage des SR2 wird die Bordspannung durch den Strom der Verbraucher begrenzt. Daß heißt, fällt eine
Glühlampe aus, wird die andere mit zerstört. Ich kann mich erinnern, dass bei den
S50- Modellen die Tachobeleuchtung eine Art Rücklichtkontrolle darstellte, wenn das Rücklicht nicht leuchtete, brannte die Lampe für die Tachobeleuchtung durch.
Ralph, baue neue Glühlampen ein ( vorne 15W, hinten 3 o. 5 W und dann sollte alles wieder funktionieren.

Viele Grüße Heiko


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ddrschrauber
Geschrieben am: 13.07.2008, 21:21
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Hast du ein Fahrradrücklicht mit Schraubbirne verbaut? Dann würde dich dir empfehlen noch einen 5,6 Ohm Widerstand an dass Rücklichtkabel anzulöten. Mir ist ständig das Rücklicht durchgebrannt und habe das Problem jetzt nach langem Probieren und messen in den Griff bekommen.

Der Tim


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ost_thueringer
Geschrieben am: 13.07.2008, 22:01
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Hallo,

erstmal danke, das ganze beruhigt mich. Ich habe an meinen SR einn Rücklicht vom SL1 (ich das ganze ist nicht original) aber es funktioniert und ist wenigstens ein DDR Produkt mit einer 6V 5W Glühlampe. Vorn einen 15/15 W 6 V Biuxglühlampe. Zuerst ist das Rücklicht ausgefallen und dann vorn der Scheinwerfer.

Ich war über die Spannung die ich gemessen habe einfach nur erstaunt, hatte heute im Rücklicht eine 12V 21W Glühlampe und habe auch 12 V im Standgas gemessen _uhm.gif , da bin ich mir einfach nicht so sicher ob das ganze so ein muss.

Nun ich werde es einfach mal testen, da ich an meiner Grundplatte (hatte ich heute ausgebaut) keine Fehler festellen konne. Muss nun leider meine Zündung erstmal wieder einstellen.

Bis demnächst...

Ralph
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hottekob
Geschrieben am: 13.07.2008, 22:16
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Hallo Ralph,
die Leute von Simson haben dieses Problem natürlich auch erkannt und die sogenannte Sicherheitsschaltung entwickelt.
Die wurde am SR 2E ab ca. ?? eingesetzt.

Für diese Schaltung brauchst du zwei Adern von der Lampe bis zum Rücklicht. Das Rücklicht musst du gegen Masse isolieren . Die beiden Adern werden dann an die Lampenfassung der Biluxbirne, an Abblendlicht und Fernlicht angeklemmt. Die Rücklichtlampe bekommt so seinen Massekontakt jeweils über die Biluxbine und kann nicht mehr durchbrennen.
Ist aber eine Glühwedel der Biluxbirne durchgebrannt, brennt das Rücklicht nur, wenn das Licht vorn nicht brennt.
Die Schaltung ist in den BA der späteren SR 2E dargestellt.

hotte
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NorbertE
Geschrieben am: 13.07.2008, 22:33
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Zitat (hottekob @ 13. Jul 2008, 23:16)
Ist aber eine Glühwedel der Biluxbirne durchgebrannt, brennt das Rücklicht nur, wenn das Licht vorn nicht brennt.



hmm.gif laugh.gif Dunkel ist der Schweriner Rede Sinn. laugh.gif


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Karl Kraus
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ost_thueringer
Geschrieben am: 14.07.2008, 17:53
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Hallo nochmal,

das heißt also quasi, die beiden Glühlampen sind in Reihe geschalten, wenn eine defekt ist, funktioniert die andere auch nicht mehr...

Ralph
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ddrschrauber
Geschrieben am: 14.07.2008, 18:31
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Nein, die sind schon parallel geschaltet. Aber die Lichtspulen arbeiten spannungstechnisch dynamisch, das heißt die abgegebene Leistung bleibt zwar gleich, aber nach P=UxI erhöht sich die Spannung, wenn der Stromfluss geringer wird. Und dann kommt noch die ganze Sache mit der magnetischen Induktion dazu, das lasse ich jetzt, sonst wird das eine Diplomarbeit. laugh.gif

Der Tim


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ost_thueringer
Geschrieben am: 14.07.2008, 20:58
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Hallo,

danke für die Hilfe, ich verstehe zwar nicht so richtig wie und warum das ganze funktioniert, aber ich werde das ganze mal nach dem Schaltplan Sicherheitsschaltung von der Seite www.ostmotorad.de zusammenbauen, in der Hoffnung das es dann funktioniert und meine Glühlampen halten...

Also Danke an alle die sich damit beschäftigt haben thumbsup.gif

Ralph
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Schmied
Geschrieben am: 15.07.2008, 11:02
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Vielleicht nochmal eine Anmerkung zu der so genannten "Sicherheitsschaltung":

Durch das indirekte Anklemmen des Rücklichts wird nicht erreicht das die Lampen länger halten!
Die Sicherheitsschaltung hat die Aufgabe, auftretende Spannungsspitzen beim Auf- und Abblenden zu minimieren.
Somit verhindert diese bei defektem oder nicht vorhandenen Schleppkontakt des Abblendschalters, dass das Rücklicht durchbrennt.
Außerdem können mit dieser Schaltungsart evtl auftretende Probleme mit dem Massekontakt vom Rücklicht beseitigt werden.


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Hille
Geschrieben am: 15.07.2008, 11:21
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Zitat (ddrschrauber @ 13. Jul 2008, 22:21)
Dann würde dich dir empfehlen noch einen 5,6 Ohm Widerstand an dass Rücklichtkabel anzulöten.

5,6 Ohm, alles klar. Meinst du 5 Ohm oder 5,6kOhm?


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ddrschrauber
Geschrieben am: 15.07.2008, 13:17
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Also ich habe mal nach der Codierung geguckt, aber den Wert vergessen. Der gemessene Wert liegt bei 5,6 Ohm, bei Kiloohm hättest du eine Spannung von 0.0000001V.

Der Tim


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Wolfgang
Geschrieben am: 16.07.2008, 16:33
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Nachdem oben (außer von hottekob und Schmied) allerhand Unklarheiten zur "Sicherheitsschaltung" der letzten SR2E verbreitet wurden, möchte ich an Hand eines Auszugs aus dem Schaltbild die Problematik noch einmal erläutern.
Früher war es so, dass beim Auf- bzw. Abblenden der Umschaltkontakt des Abblendschalters, wenn er kurzzeitig zwischen den Kontakten 56a und 56b unterwegs war, weder der Abblend- noch der Fernlichtfaden Spannung bekam. Durch die geringe Belastung stieg die Spannung der Lichtspulen kurzzeitig stark an und die Rücklichtbirne brannte durch.
Ein spezieller Abblendschalter mit Schleppkontakt kann das verhindern, indem er beim Umschalten kurzzeitig beide Kontakte verbindet, so dass kurz Abblend- und Fernlichtfaden gleichzeitig brennen. Bei Kontaktunsicherheiten ist aber die Rücklichtbirne auch wieder gefährdet.
Anders besagte "Sicherheitsschaltung":
Steht der Umschaltkontakt des Abblendschalters zwischen 56a und 56b ist alles aus.
Steht er z. B. auf 56a, ist Fernlicht an. Die Rücklichtbirne erhält ebenfalls Spannung; der Strom fließt aber nicht direkt zur Masse, da das Rücklicht isoliert aufgebaut ist, sondern über den Abblendfaden der Biluxbirne. Die Rücklichtbirne (6V, 3W) brennt also. Durch sie fließen 0,5A, ein Strom, bei welchem der Abblendfaden noch kalt bleibt. Er hat in kaltem Zustand einen Widerstand von rund 0,5 Ohm, was nur einen geringen Helligkeitsverlust am Rücklicht ergibt. Der Abblendfaden bleibt dunkel; er leuchtet erst bei 2,5A.
Kritisch wird es wieder, wenn in dieser Stellung der Fernlichtfaden durchbrennt. Dann geht die Leerlaufspannung der Lichtspulen wieder hoch und die Rücklichtbirne wird ebenfalls durchbrennen. weep.gif

Angefügtes Bild
Angefügtes Bild


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NorbertE
Geschrieben am: 16.07.2008, 17:04
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Wolfgang, Du bist im Erklären wie immer ein "Scharnier" (Genie) thumbsup.gif thumbsup.gif

Der Abblendschalter mit Schleppkontakt war der Alte, Schmale, der auch an der AWO dran ist. Die neueren Abblendschalter SR (die Breiten, Verchromten) hatten Diesen nicht mehr. Aus diesem Grund wurde die "Sicherheitsschaltung" entwickelt und ganz zum Schluss auch werksseitig verbaut.
(obwohl ich selbst keinen End-64er original damit gesehn hab.)


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ddrschrauber
Geschrieben am: 16.07.2008, 17:44
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Ich denke der breite flache war bei den Sr1 dran (zumindest am Anfang) und der schmale erst bei den SR2. Deswegen haben die SR1 Lenker doch das Loch drin, zum Schalter anschrauben.

Der Tim


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