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> Fieser Fehler
NorbertE
Geschrieben am: 25.04.2009, 10:11
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Bei einer der letzten Ausfahrten 08 starb mein 1er plötzlich abrupt ab und sprang auch nicht mehr an. Man entwickelt so mit der Zeit ein Gefühl, ob es nur Kerze oder Düse oder eine andere Kleinigkeit ist.
Das war nicht so. Es musste tiefer liegen.

Jetzt endlich laugh.gif bin mal zum Nachschaun gekommen. Ergebnis: kein Funke. Also dort gesucht und nichts auffälliges gefunden. Bis, ja bis ich am (neuen) Kondensator gewackelt habe. ohmy.gif Den konnte man mit zwei Fingern einfach rausziehn und er war unten total verölt und gab somit keinen Massekontakt..

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Wenn die Sonne der Kultur tief steht, werfen auch Zwerge lange Schatten.
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NorbertE
Geschrieben am: 25.04.2009, 10:14
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Gereinigt und mit einigen Körnerschlägen befestigt. Die neuen Kondensatoren sind 0,2-0,3mm dünner als die Alten!! Funke da, 1er läuft. thumbsup.gif

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NorbertE
Geschrieben am: 25.04.2009, 10:25
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Und dann habe ich mich mal gedanklich damit auseinandergesetzt. Es kann eigentlich nicht sein!!
Wenn man sich die recht einfache Schaltung und die Konstruktion der Grundplatte betrachtet, so liegt der Unterbrecher und auch die Spulen konstruktionsbedingt auf Masse.
Die andere Seite des Unterbrechers und der Zündspule trifft sich oben am Kondensator. Somit ist die Funktion eigentlich gegeben. Theoretisch hätte ein Funke da sein müssen, nur der Kondensator zur Funkenlöschung war ausser Betrieb (Masse fehlte). Aber nein, es war kein Funke da und nach erfolgter Kondensatorbefestigung hatte ich ihn.
Ich sitz nun da und grübel, wie es sein kann. Manchmal ist man ja betriebsblind und die einfachsten Dinge fallen einem nicht ins Auge. hmm.gif
Vielleicht hat z.B. Wolfgang eine Erklärung....

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Schmied
Geschrieben am: 25.04.2009, 11:56
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So Unlogisch ist das garnicht... rolleyes.gif

Ohne Kondensator arbeitet die Zündung nicht, da er nicht nur für Funkenlöschung, bzw der Verringerung des Öffnungslichtbogens am Unterbrecher zuständig ist.
Er sorgt desweiteren (und eigentlich hauptsächlich) für den schlagartigen Zusammenbruch der Primärspulenspannung. Je exakter und schärfer dieser Zusammenbruch beim Öffnen des Unterbrechers ist, umso besser wird der Funke induziert.
Ohne Kondensator ist diese Spannungsunterbrechung nicht so schlagartig wie man eibentlich annehmen sollte.

Norbert, das "Problem zur Lösung" Prinzip ist schon so in Ordnung!


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Wolfgang
Geschrieben am: 29.04.2009, 15:50
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QUOTE (NorbertE @ 25.04.2009, 11:25)
Theoretisch hätte ein Funke da sein müssen, nur der Kondensator zur Funkenlöschung war ausser Betrieb (Masse fehlte). Aber nein, es war kein Funke da und nach erfolgter Kondensatorbefestigung hatte ich ihn.

Hallo Norbert,
ich komme noch einmal auf Deinen fiesen Fehler zurück, war ich doch auch der Meinung, dass ein tauber Kondensator zwar ein Unterbrecherfeuer verursacht, aber immer noch einen (wenn auch etwas schwächeren) Funken ermöglicht.

-Aber grau ist ja jede Theorie-

Also habe ich auf meinem ominösen Prüfstand einmal den Test gemacht und dort den Kondensator abgeklemmt.

Ergebnis: Auch beim SR starker Unterbrecherfunken und trotzdem ordentlicher Funken an der Kerze. thumbsup.gif

Da Du aber keinen Funken hattest, wird wohl der lose Kondensator nach oben gerutscht sein und die Anschlussschraube hat das Polrad berührt und so den Unterbrecher kurzgeschlossen. Dort ist übrigens auch nur sehr wenig Platz vorhanden.


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fahrfisch
Geschrieben am: 29.04.2009, 15:59
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Ebent,
Ich glaube auch eher, dass es noch eine zweite Quelle für den Fehler gab, denn meine Theorie (wurde mir ganz früher mal erklärt) ist, dass der Funke gelblich bis rötlich wird, wenn der Kondensator durch ist. Aber er ist noch da, der Funke.
Ich hatte lange keinen defekten Kondensator (dreimal Holz) und weiß es daher nicht mehr sooo genau.

Hendrik


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Hille
Geschrieben am: 29.04.2009, 16:54
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Kann Wolfgang zustimmen, ein Funke kommt auch ohne Kondensator. Warum der aber bei dir weg war, weiß ich auch nicht.

Das die heutigen Kondensatoren dünner sind, ist wirklich nicht von Vorteil. Ich hatte mal vor längerer Zeit nach einer Lösung gesucht. Eine Möglichkeit besteht darin, eine Nut in die Kondensator-Aufnahme in der Grundplatte mit der Rundfeile zu feilen und anschließend ein z.B. Kerbstift reinzudrücken. Das müsste eigentlich dann halten

Gruß Hille


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NorbertE
Geschrieben am: 30.04.2009, 10:22
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Es kann durchaus möglich sein, dass der Kondensator nach aussen gewandert ist. hmm.gif

Hille, ich habe mit der russischen Methode des Aufkörnens eigentlich gute Erfahrungen gemacht. Wenn man die Spitze des Körners am Rand des Kondensatorlochs ansetzt, hat man kleine scharfkantige Materialeinbuchtungen nach innen. das hält und sorgt für Kontakt.

Eine weitere Möglichkeit wäre, von aussen in die Grundplatte an der Stelle (der Platz ist da) eine M4-Madenschraube einzusetzen. Das ist mir aber eine Nummer zu heiss, weil man durch zu festes Anziehn den Kondensator damit hinrichten kann. Man könnte auch schaun, ob es einen elektrisch leitfähigen Kleber gibt.


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piotr
Geschrieben am: 30.04.2009, 12:46
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QUOTE (NorbertE @ 30.04.2009, 11:22)


Eine weitere Möglichkeit wäre, von aussen in die Grundplatte an der Stelle (der Platz ist da) eine M4-Madenschraube einzusetzen.

SIR ! Genau meine methode ! laugh.gif


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