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> Vorderrad verdreht sich
Martin
Geschrieben am: 05.05.2009, 20:53
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Liebe Gemeinde.

Ich hab da ein Problem, mit dem ich nicht weiter komme. Ich habe einen SR 1 Bj 56. Nachdem ich das Vorderrad eingebaut habe verwindet es sich beim Fahren und bremsen in der Gabel. Vielleicht kommt euch das Problem bekannt vor und jemand kann mir helfen.
Ich beschreibe mal den Zusammenbau: Beide Konusse fest geschraubt, Bremsschild und Tachoantrieb draufgesteckt, am Bremsschild eine Schraube drauf und am Tachoantrieb eine Unterlegscheibe, dann in die Gabel gesteckt, Bremsschild mit Nut in der Gabel eingerastet, li und re eine Unterlegscheibe und die Muttern drauf.

Die einzige Explosionszeichnung die ich finden konnte, war die aus der Ersatzteilliste, aber die hilft mir auch nicht weiter.


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Soemtron
Geschrieben am: 05.05.2009, 21:12
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Hallo Martin!

Ich habe zwar kein SR1 nur einen SR2 aber ich habe vorne nach den Konussen je eine schmale Kontermutter drauf. Dann eine extrem dünne Scheibe. Ich habe die Vermutung das bei Dir sich der eine Konus festzieht und das Rad dann bremst. Prüf das mal ab. Irgendwo hat hier jemand im Forum auch einen detaillierten Beitrag dazu abgelegt.

Beste Grüße !
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Wolfgang
Geschrieben am: 06.05.2009, 07:53
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QUOTE (Martin @ 05.05.2009, 21:53)
Nachdem ich das Vorderrad eingebaut habe verwindet es sich beim Fahren und bremsen in der Gabel.

Wenn ich Dein Problem richtig verstehe, könnte die Ursache zu großes Spiel an den Schwinghebel-Lagerungen sein. Dann kannst Du das Rad in der Gabel leicht hin- und herdrücken, im Extremfall schleift der Reifen sogar an der Gabel.

Dass das Vorderrad beim Bremsen aus der Gabel steigt, ist konstruktionsbedingt. Das liegt an der "geschobenen Schwinge".


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NorbertE
Geschrieben am: 06.05.2009, 15:27
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S-U, wir könnten jetzt wieder "Haare spalten" wegen dem Begriff Stabilisator. laugh.gif Im Grunde ist es nichts weiter, als eine (nicht mal sehr verwindungssteife) Verbindung beider Schwinghebel. Die Defekthexe lauert auch dort, siehe kürzl. Beitrag mobiler4.

Martin, bedingt durch die Gummifederung vorn kann es zum "Schiefstehn" des Rades und auch zum "Verdrücken" des kompletten Rades beim Bremsen kommen. Diese Gummipuffer gibt es als Nachfertigung, aber auch da bin ich selbst nicht so überzeugt von.
Wolfgang sprach die Lagerung an, die wichtig ist. Die Buchsen und Bolzen gibt es auch als Nachfertigung, wobei man die Buchsen nach Einpressen aufs Maß aufreiben muss.

Der Knackpunkt sind aber wirklich die Puffer (Federelemente), die m.E. nach in unterschiedlichen Shore-Härten/Qualitäten gefertigt werden.

Mal eine rein theoretische Betrachtung: Im unbelasteten Zustand liegen die Schwinghebel unten auf den Endanschlägen. Das Rad muss grade stehn. Bei gleicher Härte der Gummis r/l setz ich mich nun drauf und das Rad federt beidseitig gleich ein. Rad muss grade stehn. Durch die wirkenden Fliehkräfte bei Kurvenfahrten werden die Gummis unterschiedlich belastet> Radachse/Schwinghebel verschiebt sich aus dem Ideal.
Die Verzögerung/Kraftwirkung beim Bremsen (einseitige Bremse) führt wieder zu einem Kraftüberschuss auf einer Seite> Radachse verschiebt sich. Eigentlich nicht lösbar, das Problem. Nur mit einer starren Achse vorn.


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Wolfgang
Geschrieben am: 06.05.2009, 16:50
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Eine weitere theoretische Betrachtung:
Wenn die Schwinghebel in der Gabel nahezu spielfrei (aber drehbar) befestigt sind und am vorderen Ende wird das Rad fest eingeschraubt, dann sind sie vorne starr verbunden.
Also würde theoretisch (wenn alles stabil genug wäre) das Rad sogar noch gerade einfedern, wenn nur ein Federgummi vorhanden wäre. tongue.gif
So dürften geringfügige Abweichungen der Gummihärte, zumal wenn man die Gummis paarweise kauft und wechselt, weniger ins Gewicht fallen.

Ich hoffe, mit der bescheidenen Skizze wird es verständlich.

Angefügtes Bild
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Martin
Geschrieben am: 06.05.2009, 17:48
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du meine Güte. Ihr legt euch ja richtig in Zeug. Danke für die vielen Anregungen. Ich werde, nachdem ich das Rad 10000 Mal ausgebaut habe mal mein Glück an den Schwingenhebeln versuchen. Vielleicht hatte ja der Lackierer die Dinger auseinandergebaut.


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NorbertE
Geschrieben am: 06.05.2009, 18:36
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Martin, wir sind berühmt/berüchtigt und bekannt wegen solcher Problemdiskussionen. Es ist ja auch immer intressant und man lernt nie aus. thumbsup.gif

Wolfgang, praktisches Beispiel: 2 oder 3 Jahre her hat bei einer Sonntagsausfahrt Einer aus unsrer Truppe während der Fahrt einseitig am 2er diesen (hundealten laugh.gif )Gummipuffer "verloren". War einfach weg und er hats nicht oder erst relativ spät gemerkt! Es geht also und so funktiniert ja auch eine einseitig aufgehangene Schwinge am Motorrad.
Recht gebe ich Dir: es muss stabil genug sein thumbsup.gif Das ist beim Essi nicht der Fall.
Ich bin der festen Überzeugung, dass es konstruktionsbedingt das Rad beim (einseitigen) Bremsen oder in nicht idealen Kurvenlagen (Rad steht nicht 90° zur Fahrbahn) in der Gabel/Schwinge verdrücken muss!!

Trotzdem muss das Rad im unbelasteten Zustand gerade stehn!! Wenn das nicht der Fall ist, ist der Wurm schon drin und man kriegst nie gebacken. Die Ursachen dafür können m.E. nur in verzogenen Gabeln/Schwingen, den Dämpfungsgliedern (Puffer/Federn) und den unteren Endanschlägen liegen.


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Wolfgang
Geschrieben am: 07.05.2009, 07:29
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QUOTE (Martin @ 06.05.2009, 18:48)
... mal mein Glück an den Schwingenhebeln versuchen. Vielleicht hatte ja der Lackierer die Dinger auseinandergebaut.

Kannst Du an den Schwinghebeln seitlich wackeln? Wenn das der Fall sein sollte, dann musst Du die Hebel neu ausbuchsen und evtl. neue Bolzen einsetzen.
Wie Norbert schon schrieb, gibt es alles als Nachfertigung.

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Martin
Geschrieben am: 04.04.2016, 09:30
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Hallo Leute,
ich habe meinen Essi mal wieder vorgeholt um ihn ordentlich einzustellen, damit ich störungsfreie Sonntagsausflüge machen kann. Er sprang immer gut an und lief gut. Nur nach ca 4 km geht er schlagartig aus. Ein Zündfunke war aber zu sehen. Nach schweißtreibender Pedalfahrt nach Hause habe ich den Limadeckel, Polrad abgenommen um die Zündung zu checken. Erster Eindruck: ein kleine wenig Öl war verteilt, am Kabel 51 links oben vom Polrad gesehen war die Isolierung auf. Ich habe den Kondensator getauscht, alles etwas gereinigt und das kabel isoliert. Ergebnis: kein Funke mehr. Die Doku von NorbertE habe ich bereit gelesen. Die erläuterte Fehlersuche werde ich durchführen. Frage: Die Wiederherstellung der Isolierung an Kabel 51 in Verbindung mit vmtl falsch angeschlossenem Zündschalter (Licht ging noch nie ); könnte das der Fehler sein ? Ergibt es einen Sinn, dass es nur bei Erwärmung passierte ? Ich habe mir parallel eine Zündspule und Kondensator bestellt.


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Wolfgang
Geschrieben am: 04.04.2016, 12:17
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1. Öl unter dem Polrad deutet auf einen defekten Simmerring an der Kurbelwelle hin. Undichtes Kurbelgehäuse besonders bei Erwärmung hat ungenügende Füllung des Zylinders mit Kraftstoff-Luft-Gemisch zur Folge.

2. Wenn Du den Kondensator getauscht hast, hast Du ja wahrscheinlich die Grundplatte ausgebaut. Hast Du beim Wiedereinbau und beim Einstellen der Zündung auf den magnetischen Abriss geachtet?

3. Wenn Du auch noch Fehler in der Verkabelung vermutest, probiere zuerst, ob ein Funke beim Durchtreten kommt, während Du die beiden Anschlüsse an der Grundplatte (2 und 51) abgeklemmt hast. (Anschluss 2 ist nur zum Motorabstellen da, Anschluss 51 ist nur fürs Licht)


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Martin
Geschrieben am: 04.04.2016, 17:32
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Heute habe ich mich wieder auf die Fehlersuche gemacht. Die Grundplatte habe ich nicht ausgebaut. Den Kondensator konnte ich einfach so raus ziehen. Ist das falsch ? Nachdem ich überall mal gewackelt habe und alles zusammengebaut hatte, hatte ich wieder einen Funken. _uhm.gif
Der alte Kondensator ist auch wieder verbaut. Daran kann es nicht gelegen haben. Tja, die neue Zündspule ist aber schon bestellt.
Btw. Mir ist sauer aufgestoßen, dass Ersatzteile für den SR1 mehr als 100 % teurer sind als .....
ach lassen wir das.
Vmtl. werden Sr1 Besitzer für Krösus gehalten.

Könnt ihr auf dem Bild verdächtiges entdecken ?

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Geschrieben am: 04.04.2016, 17:33
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Geschrieben am: 04.04.2016, 17:35
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sieht diese Halterung für euch aus wie ein Serien Teil ?

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Geschrieben am: 04.04.2016, 17:44
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QUOTE (Martin @ 04.04.2016, 18:35)
sieht diese Halterung für euch aus wie ein Serien Teil ?

Original ist das leider nicht.
Da wollte wohl jemand auf jeden Fall die Abdeckbleche montiert haben weils ihm wohl so besser gefiel.


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Mfg. Frank



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