Quasselecke
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| albin |
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Martin, mit dem was Du schreibst hast Du vielfach recht. Es war auch so in der spätrömischen Zeit, die Gesellschaft war so wie heute, Beziehungen zwischen Mann und Frau waren nicht mehr wichtig, es ist gleich wer mit wem zusammen ist und es wird darauf vergessen, dass einfach eine Familie durch Mann und Frau zustande kommt auch wenn das nicht mehr so cool ist. Ja, die Römer hatten eine Hochkultur von den Griechen her, die Moral war nicht mehr gefragt, die körperliche Arbeit verrichteten andere, sie wurde negativ gesehen, dann kamen die Germanen, die Werte hatten und "überrannten" den Kontinent.
Einerseits ist die heutige Gesellschaft durch den Wohlstand so geworden und auch durch die 68-Bewegung, die heute auch so alt sind (68) und die Gesellschaft seit 40 Jahren prägen. Alles Traditionelle wurde abgelehnt sogar als faschistisch angeschaut und auf das wahre Menschsein wurde vergessen, man wollte alles planen, planbar machen, wollte frei sein und ist man frei geworden? Teilweise wird die Freiheit zur Unfreiheit zum Zwang. Der Sinn des Menschseins ging verloren, wie auch der Sinn für das Mannsein für das Frausein, man meinte Mann und Frau sind gleich, sicher sind Mann und Frau gleich an Würde aber sie sind trotzdem verschiedenartig. Das wahre Frausein wurde amgelehnt, gewissen Dinge liegen einer Frau mehr, Frauen haben das Häusliche, das Frauliche, das kann ein Mann schon auch aber nicht so gut. Frauen wollte man wie Männer und die Männer erzog man so, dass sie so sind, wie das die Frauen wollen aber heute sind sie so und die Frauen mögen das aber nicht und nehmen sich doch dann vielfach einen Macho. Es ist nunmal auch so, dass nur Frauen Kinder haben können, Frauen entscheiden, ob Kinder sind, das ist immer eine Entscheidung einer Frau, ist die Freiheit einer Frau.
Es hat in der Gesellschaft immer wieder andere Strömungen gegeben, die Gesellschaft ändert sich immer wieder. Ich war gestern in einem Zisterzienserkloster, eine Gemeinschaft, die auf eine mittelalterliche Bewegung zurückgeht, die Jungen waren unzufrieden mit dem Ordensleben der anderen, und änderten dies und diese Gedanken und dieser Orden breitete sich über Europa aus.
Wenn einer zu denken beginnt, denken dann auch andere und so ändert sich auch was. Heute ist sicher der Einfluss der Medien viel stärker aus früher aber man kann ja auch selber denken, muss ich mir immer alles vorgeben lassen. Ich denke mir oft, wenn ich so kitschige Bilder, der Heiligen Familie (Josef, Maria und Jesukind) auf Flohmärkten sehe, warum hängte man sich das früher auf? Es ist einfach das wahre Menschsein auf das vergessen wird, man will alles planen, man will alles eingrenzen, berechnen aber ist das das wahre Menschsein? Maria kam auch ganz unerwartet zum Kind, eine Frau von damals wäre ruiniert gewesen ohne Mann und doch ging für sie alles gut auch ohne alles berechnet zu haben. Heute wird immer wegen allem und Jedem gejammert, wir können uns das nicht leisten, heißt es. Ich stelle mir dann die Frage, warum ging es früher, muss ein Kind alles Materielle haben? Ist es nicht besser, wenn es Geschwister hat, dass es sozialisiert wird?, meine Oma hat sechs Kinder großgezogen, ihr Mann blieb im Krieg, es ist gegangen, mit Gottvertrauen und Fleiß, es haben alle einen Beruf erlernt und verstanden, dass das Leben auch aus Arbeit besteht.
Marx hatte schon recht mit der These, dass wenn es den Menschen gut geht, der Glaube stirbt aber sind die Leute glücklich? Fragen sich nicht viele, wo der Sinn des Lebens liegt? Haben sie etwas, wo sie sich festhalten können? Ich denke, dass hinter der ganzen Retrowelle mehr steckt also nur der Konsum all dieser Gegendstände, es beinhaltet auch ein Umdenken der Gesellschaft aber wenn seit 40 Jahren etwas gepredigt und gelebt wird, dann dauert halt das ihre Zeit. Mit dem Selberdenken das ist immer so eine Sache ...
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| Kellerassel83 |
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| QUOTE (albin @ 24.06.2011, 08:06) | | Ja, die Römer hatten eine Hochkultur von den Griechen her, die Moral war nicht mehr gefragt, die körperliche Arbeit verrichteten andere, sie wurde negativ gesehen, dann kamen die Germanen, die Werte hatten und "überrannten" den Kontinent. |
... eine sehr vereinfachte Sichtweise. Die Germanen überrannten den Kontinent bei ihrer Völkerwanderung nicht weil sie vermeintlich höhere Werte als die Römer hatten, sondern weil sie schlichtweg vor den einfallenden Hunnenvölkern flohen, denen sie nichts entgegenzusetzten hatten.
Im Übrigen ist es ja nun auch nicht so, dass die 68er-Bewegung für alle Fehlentwicklungen im sozialen und gesellschaftlichen Bereich verantwortlich gemacht werden kann. In Westdeutschland war diese Bewegung vor allem eine längst überfällige Antwort auf die alten politischen Strukturen mit ihren verbliebenen braunen Biotopen. Und in Osteuropa, einschließlich der DDR hatte die 68er Bewegung ohnehin keinen Einfluss.
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| chewa1983 |
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Ich hab das jetzt nur ganz kurz angelesen:
Albin, wenn Du so willst, dann gab es bei den Griechen auch keine Moral, dort war die Knabenliebe kein Tabu. Zudem kann ich Dein Verständnis von Familie nicht teilen. Du würdest mit dieser Aussage eine Menge Leute kränken, darunter auch homosexuelle Christen (ja, die gibt es nämlich), die auch von ihrem Gott geliebt werdem, weil er sie so erschaffen hat. Dein Verständnis von den männlichen und weiblichen Rollenbildern sowie von der Familie kann ich nicht teilen. Tut mir Leid, aber ich finde, dass da ist aufgeklärtes Denken noch nicht bis ein Dein Tal vorgedrungen ist...
Übrigens bin ich dankbar über die 68er Bewegung, weil sie Aufarbeitung geleistet haben. Andererseits lehne ich den radikalen bis gewaltbereiten Flügel der 68er à la RAF ab. (Naja, die gibts ja auch nicht mehr, nur die menschlichen Überbleibsel)
Sören, du hast einfach Recht, wie ich finde...
Martin, ich glaube wirklich, dass du zu lange wach warst...
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| Berti |
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Moosi, hör auf mit Kiffen!!!!!!!!!!!!!!!! Das geht ja gar nicht...wer sucht und findest den sowas im Netz? Und von SOWAS auf eine Diskussion über das Bestehen von Kulturen zu kommen  Was nehmt ihr?.......egal, nehmt weniger Zur Diskussion.....eines habt ihr in eurer Betrachtung bisher aber nicht berücksichtigt... nämlich Kriege........wir haben seit 65 Jahren Frieden, zu keiner Zeit hat es in Europa so lange am Stück Frieden gegeben.
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VG der Jörg
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