SR2E kein Zündfunke
| Corrado-Achim |
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Ich muss das Thema leider schon wieder hochholen... Ich bin grad etwas am verzweifeln. Laut der Anleitung hier im Forum, hab ich den Abriss nun zu 99% perfekt eingestellt. Da ich eine neue Zündspule verbaut hab, habe ich den Abriss nochmal darauf eingestellt. -> Zündfunke nix Den Unterbrecher hab ich auch eingestellt... Vielleicht nicht perfekt, aber so wie es möglich ist... Vielleicht verbaue ich nochmal den alten Unterbrecher... Getestet hab ich ohne Anschluss an Klemme 2 und 51 Durchgang von der Spule bis Kerze hab ich... Gibts denn Jemanden in Leipzig oder Umgebung der sich mit sowas auskennt? Unser Mopedtyp hat zu viel um die Ohren... der kann erst Anfang November. Ich würde ja auch für die kosten aufkommen... aber erstmal jemand finden
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| PaddyQL |
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Hallo Achim, ich schreib mal auf, wie ich die richtige Funktion der Zündung nachmesse: Vorbereitung Messgerät: - Messgerät für Widerstandsmessung vorbereiten und mit den Prüfleitungen verbinden. Eine Messleitung mit Kroko-Klemme, die andere mit Prüf-Spitze ausrüsten.
- Widerstandsmessung durchführen. Bei Messgeräten mit manueller Bereichsvorwahl in den kleinsten Messbereich schalten. Beide Messleitungen verbinden (also die Kroto-Klemme mit der Prüfspitze).
- Es müsste ein möglichst niederohmiger Wert (z.B. 1 Ohm) angezeigt werden.
- Die Kroko-Klemme mit dem Motorgehäuse verbinden und die Prüfspitze an eine andere Stelle am Gehäuse halten.
- Es müsste ebenfalls ein möglichst niederohmiger Wert angezeigt werden.
- Wert für spätere Messungen merken
Eigentliche Prüfung - Schraube auf dem Kondensator abschrauben und alle Drähte voneinander trennen.
- Kondensator prüfen: Die Messleitung mit Kroko-Klemme am Motorblock (Masse) verbunden lassen, die andere mit dem Kondensator-Anschluss (oben) verbinden. Es reicht eine einfache Widerstandsmessung. Solange das Messgerät dann einen schwankenden (zeitlich steigenden oder sinkenden) Wert anzeigt, ist der Kondensator in Ordnung. Bei Durchgang (ein- / zweistelliger Ohm-Bereich) -> tauschen.
Ein Messgerät mit Kapazitätsmessfunktion ist am besten. Der Kondensator müsste eine Kapazität von ca. 0,22 uF haben. Der genaue Wert ist eigentlich nebensächlich. Aber 0nF oder sowas ist schädlich. - Zündkontakt prüfen: Widerstandsmessung durchführen. Eine Messleitung immernoch mit Kroko-Klemme am Gehäuse, die andere an der abgeklemmten Aderleitung vom Kontakt, die vorher auf dem Kondensator aufgeschraubt war. Am besten mit einem Einstellnocken die Welle drehen. Bei geöffnetem Zündkontakt muss ein Widerstand im MegaOhm-Bereich oder sogar außerhalb des Messbereichs (OL) vorliegen. Ein Messgerät mit manueller Bereichsvorwahl dafür in den größten Messbereich schalten. Bei geschlossenem Zündkontakt muss ein Widerstand im einstelligen Ohm-Bereich angezeigt werden. Der Wert darf nicht viel höher als bei der Probemessung am Anfang sein. Ich würde mal sagen, der Widerstandswert sollte nicht um 100% gestiegen sein. Waren es bei der Probemessung 2 Ohm, so sollten es jetzt nicht 4 Ohm sein. Bei Messgeräten mit manueller Bereichsvorwahl dazu in den kleinsten Messbereich schalten. Die Batterie im Messgerät sollte möglichst frisch sein.
- Vollständigkeitshalber noch die Aderleitung zur Klemme 2 prüfen. Also Widerstandmessung in Analogie zur Messung des Zündkontaktes, nur eben an der Aderleitung am (abgetrennten) Kondensator zur Klemme 2 die von dort zum Zündlichtschalter geht. In Zündlichtschalter Stellung (AUS - nach links) muss ein niederohmiger Wert angezeigt werden. Bei Zündlichtschalter Stellung (EIN - mitte; und LICHT - rechts) muss ein hochohmiger Wert im megaOhm-Bereich angezeigt werden.
- Primärseite der Zündspule prüfen: Widerstandsmessung durchführen. Eine Messleitung immernoch mit Kroko-Klemme am Gehäuse, die andere an der abgeklemmten Aderleitung der Zündspule, die vorher auf dem Kondensator aufgeschraubt war. Es muss sich ein Widerstand im einstelligen Ohm-Bereich einstellen. Hierfür wieder in den kleinsten Messbereich schalten. Diesmal sollte der Widerstand aber höher sein, als bei der Probemessung, weil die Primärseite doch einen (wenn auch kleinen) Innenwiderstand besitzt. Ist kein Unterschied zur Probemessung feststellbar, ist entweder die Auflösung des Messgerätes bzw. dessen Qualität bescheiden, oder ich würde mal die Spule tauschen. Ebenso bei einem zu hohen Widerstand jenseits des einstelligen Ohm-Bereichs.
- Sekundärseite der Zündspule: Widerstandsmessung durchführen. Eine Messleitung immernoch mit Kroko-Klemme am Gehäuse, die andere zunächst vor dem Kerzenstecker (z.B. an der Zündleitung). Es stellt sich ein Widerstand, wie bereits beschrieben, im kiloOhm-Bereich ein. Bei allen anderen Werten -> tauschen. Dann ähnliche Messung, nur diesmal die Messung im Kerzenstecker durchführen. Der Widerstandswert sollte nun im Vergleich zur Messung vor der Zündkerze bei den gebräuchlichen Steckern um ein- bis einige kiloOhm höher liegen. Wird der Widerstand unverhältnismäßig hoch (z.B. OL), dann Stecker tauschen.
So, mehr fällt mir so schnell ins unreine geschrieben nicht ein. Vielleicht gibt es noch was zu ergänzen. Natürlich zum Schluss noch die Verschraubung auf dem Kondensator wiederherstellen. Eine Messung im verbundenen Zustand des Kondensators ist mit geeigneter Messtechnik sicherlich auch möglich, jedoch sind die Ergebnisse nicht so einfach zu deuten. Bei den beschriebenen Problemen würde ich das eher nicht machen. Dafür gibt es aber ein extra Gerät, welches die Werkstätten früher hatten. dieses funktioniert Batteriebetrieben und legt eine hochfrequente Prüfspannung zwischen Klemme 2 und Masse. Wer davon den Schaltplan - vielleicht sogar mit Bauteildimensionierung - hat, oder ein solches Gerät besitzt und dieses auch mal aufschrauben würde, bitte mal melden. Grüße, Patrick.
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| Corrado-Achim |
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So Gemeinde, es gibt Neuigkeiten. Nachdem ich dann die Suche aufgegeben hab und ich ehrlich gesagt keinen Nerv mehr hatte, hab ich den SR zum Profi gegeben. Ich dachte mir, "soll er machen, Hauptsache die Hütte läuft". Ende vom Lied war: Zündspule defekt! Obwohl ich ne neue gekauft habe, war sie defekt. Wahrscheinlich ist dabei der Fehler, dass ich die "günstige" genommen hab. Er hat die teure für ca.75€ verbaut und nun läuft alles wieder. Das erklärt natürlich warum ich nach dem Fehler suche und zu keiner Lösung komme. Ich bin einfach davon ausgegangen, dass die neue Zündspule funktioniert. Aber ist ja jetzt auch nicht weiter Schlimm. Ich bin froh das wieder alles läuft und nun kann ich mich der erhaltung und pflege weiter witmen, bzw. der fertigstellung zu 100% Ich danke trotzdem für eure Hilfe.
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| GKM |
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| QUOTE (mobiler4 @ 29.11.2011, 09:04) | 30,- Euronen verdient das nenne ich mal Marge
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Arbeit und Können soll auch bezahlt werden. Handwerker müssen auch leben und das nicht nur von der Caritas. Nur weils ein Moped ist heißt das nicht, das man alles billig oder geschenkt bekommt. Für nen neu gewickelten AWO-Zündmagnet legste mindestens 200,- aufn Tisch. Über Preise bei Teilen für BMW, NSU und Zündapp brauchen wir gar nicht reden. Nix zahlen wollen aber sich über miese Qualität von China- Nachbauteilen aufregen. Ich verstehe es nicht, echt nicht.
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| mobiler4 |
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...da gibt es nicht viel zu verstehen so ist der Mensch nun mal....aber zur Sache. Grundsätzlich bin ich bei Dir, bin ja auch selbständig...aber Achim schrieb: "Er hat die teure für ca.75€ verbaut ", d.h. es wurden 30,- € aufgeschlagen auf den Teilepreis und die Mechanikerleistung zusätzlich berechnet das ist Wucher und das kann ich nicht verstehen... Für meine neu gewickelte Zündspule habe ich vor 3 Jahren 26,- € gezahlt, das nur mal am Rande Und die gewickelten Spulen für (heute) 45,- € sind keine billigen Nachbauteile. Das sind aufgearbeitete Originalteile und um Welten besser als die Chinaware  Man sollte nur darauf achten wer die gemacht hat in der Arbeitsqualität gibt es Unterschiede Ein neu aufgearbeiteter Awo Zündmagnet kostet 165,- € vom Fachmann
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schönen Gruß von der Küste
Tony
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| GKM |
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| QUOTE (Corrado-Achim @ 28.11.2011, 19:24) | | Er hat die teure für ca.75€ verbaut und nun läuft alles wieder. |
Für mich bedeutet das: Achim hat 75,- Eus bezahlt und jetzt läuft sein Moped wieder. Also inklusive Arbeitsleistung. Passt doch, oder nicht?
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