Kugellager entfernen unter Primärritzel, Ohne Motor zu zerlegen!
phänomario |
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Hallo Enigma, 1. zwei Stahlbolzen gehärtet (Ventilschäfte o.ä.) 8 mm mit aufgeschweißten Muttern am Ende beidseits am anderen Ende auf ca. 2,5 cm Länge so schleifen, dass sie gerade so zwischen Innen und Außenring des Lagers gehen. 2.Jetzt die abgeflachten Seiten (jeweils seitwärts) so bearbeiten, dass sie der Innenkontur des Lagers entsprechen, damit kann man die bearbeiteten Stahlstifte zwischen Innen- und Außenring des Lagers schieben und drehen, wobei sie sich sozusagen mit den Lagerringen verriegeln. Nen 2 Zinken Universalabzieher brauch man dann, der rest dürfte klar sein. Problem ist eigentlich, die Form der Innenkontur so genau als möglich zu erreichen und die Festigkeit des Stahls nicht zu überfordern. Klingt zwar seltsam, so hats zumindest schon mal geklappt. Ob das aber weniger aufwändig ist als die Komplettdemontage  muss jeder für sich entscheiden, wenn der Stahl abreißt muss der Motor dann definitiv auseinander !
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ENIGMA |
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Schrauber,ich rede vom Lager für die Antriebskette rechts aussen am Motor,unterm Kettenritzel,wenns es da einen Seegerring gibt dann dahiner,und dort stört er ja nicht oder behindert mich im Ausbau.Dort sind doch max.die Ausgleichscheiben aussen,oder?
Die Idee vom Mario ist schon ein guter Ansatz,es muss irgentwie rausgehen. Ich habe einen Schlachmotor,da kann ich es ja auch mal testen bevor ich an den guten gehe,ich mach mal noch die Tage ein Bild von alten Motor mit Lager,damit können vieleicht noch mehr Ideen reifen. Einen kleinen Denkfehler hatte ich leider,der mir noch den Ausbau erschweren wird,da die Welle ja doch keine Luft zum Innering vom Lager hatt,den die Hülse sitzt ja bis ans Lager ran,ich dachte irrtümlich sie taucht ein,das wäre ja besser gewesen. Was ist den mit anschweissen von 3-4 Gewindestangen ans Kugellager,wo ich dann oben auf die Welle eine dickere Blechplatte setze mit Löchern,um das Lager rauszuziehen? Kann man da schweissen auf dem Lager?
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Sekundärritzel,hast ja recht! Deswegen machen wir das mit einen alten Motor zum testen,wo es eh wurscht ist. Mein privater Schweisser und ich haben uns gedacht,drei M8er Gewindestangen an drei versetzten Stellen aufzuschweissen um dann mit einer Metallplatte oben auf der Welle das Lager rauszuziehen-vorher die Welle mit Eispray abkühlen-klingt ja theoretisch einfach,aber oft kommts doch anders als man denkt...  mal sehn. Ich werde das mal am WE fotodokumentieren.
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Schon nach wenigen sekunden machte es knack und der Rest ist dann ein Kinderspiel. Alles sauber gemacht (hinteren Käfigring noch rausholt,der ist ja noch vor der Welle im Motor),dann neues Lager mit heizen und Eisspray rein,abdichten und alles wieder montiert! War ne sache von 1 1/2 Stunden,also nur ein Bruchteil von einem Ausbau und Montage des Motores. Da es ja super funktioniert hatt (2x),kann man das also immer so machen wenn es sich nur um ein Lager handelt und der Aufwand für ein zerlegen zu Mühsam ist. Ich denke,bei einem kleineren reichen sogar zwei Gewindestifte.
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Und zum Schluss: Das eigentliche Knacken kam nicht direkt vom Kugellager,sondern war durch dieses bedingt,weil es mittlerweile so viel Spiel hatte ,das die Welle leicht schief lief und ihre Zähne so im Getriebe miteinander unsauber greiften und rieben. Daher die Knackgeräusche vor allem bei Zug auf den Kette. mfg Enrico Da fährt gerade die Manu mit ihr davon....
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