MZ 125/3 "Sonderausführung"
Wiesel 1 MK |
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Hier nun meine MZ 125/3 die ich von meinem Onkel bekommen habe. Der Original-Tacho zeigt 2146 km und das passt auch so. Alle Teile sind absolut im originalen Zustand und es wurde nichts an dem Motorad restauriert. Das einzige was erneuert werden musste, waren die Reifen, da mit den Original-Reifen kein Blumentopf mehr zu gewinnen war und es eher Selbstmord ist mit sowas Draußen rum zu fahren. Die RT hat keine Papiere, Rahmen und Plakette sind Nummerngleich. Die Betriebsanleitung war dabei, sowie das originale Werkzeug. Sogar das Reifenflickzeug in der MZ Plastikdose war dabei. Die Maschine hat 1991 BRD Kfz Papiere bekommen, wurde aber 1993 abgemeldet / stillgelegt. Seit dem war sie bei meinem Onkel eingelagert. Laut seinen Aussagen hat der Vorbesitzer sie so aus Zschopau geholt und auch nichts verändert. Ich bin mal auf eure Meinungen gespannt.
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Linde |
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Moinsen, die RT wurde ab Werk niemals mit verchromten Kotflügeln ausgeliefert und auch die Sattelteile waren original immer schwarz. Der Tank war immer nur an den Seiten poliert, der Rest war schwarz und liniert. Auspuff und Rücklicht stimmen ebenfalls nicht, da gehört eine Zigarre dran und das kleine Rücklicht, es sei denn, die RT ist von 1962 und wäre eine, der seltenen 125/4 ! Die Papiere stimmen auch bei meiner RT mit Brief und Plakette überein, sonst könnte ich sie ja nicht fahren.  Auf jeden Fall sieht die Maschine nach einer kompletten Restauration aus und auch ich habe so meine Zweifel an der Geschichte ... PS: nützlicher Tip !Kauf dir mal das Buch von Claus Uhlmann ===> http://www.die-rt125.de/druck.html, da steht alles drin, was du wissen mußt - ist die Bibel des RT-Fahrers !
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rostig gegrüßt ... Linde
... und ist das Leben noch so schwer, nimm dir einen Gummibär ! -------------------------------------------------------------- ------------------------------------------------------------------------------ Fuhrpark: SL 1, Bj. 1970 SR 2E, Bj. 1962 RT 125/3, Bj. 1960 AWO - Sport / Gespann Bj. 1960/63 NSU - Herrenrad Bj. 1957 KAWASAKI VN 1500 Bj. 2001
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Wiesel 1 MK |
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Ich habe mal paar Detailfotos gemacht. Ich kann die Geschichte zu dem Motorrad natürlich nicht direkt prüfen. Ich kann halt nur nach dem direkten Zustand die Sachen beschreiben. Es ist z.B. an allen Schmierstellen noch die originale DDR Schmierung dran. Ich hatte Heute mal das Vorderrad draußen und habe die Bremse nachgeschaut. 1a Zustand, wie neu - mit den DDR geklebten Belägen drauf. Innen völlig sauber ohne Bremsstaub. Egal ob es nun so aus dem zschopauer Werk kommt, oder der Erstbesitzer direkt nach dem Kauf alles verchromen hat lassen. Ich werde nix dran rum basteln. Sie fährt super ( auf der Geraden 75 km/h wobei da noch Leistung da ist ) und die Optik hat nicht jeder. ...viele Grüße Michael
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Wiesel 1 MK |
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Ich danke euch erstmal für eure Meinungen und Hinweise. Ich hätte da noch paar Fragen, da ich ja voll der Neuling bin. Ich habe jetzt mal die Zündkerze rausgeschraubt. Sieht schön "Rehbraun" aus. Es ist eine Isolator M14-260. Ich habe im Handbuch gelesen, dass da eine 240er rein sollte. Kann ich die 260er drin lassen? Im Werkzeugkasten ist noch eine 225er drin. Bei der Gelegenheit habe ich bemerkt, dass sogar die Original Luftpumpe noch unter dem Tank hängt. Was habe ich denn für einen Aufpuff dran? Funktioniert das auf Dauer mit dem Motor?
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Wiesel 1 MK |
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Ich habe jetzt noch einiges heraus finden können. Ich bin Gestern ( am Abend war es dann endlich etwas kühler im Erzgebirge ) noch eine größere Runde gedreht, leider mit ein paar Problemen. Aber zuerst einmal zu dem was ich zu der Geschichte dieser MZ heraus finden konnte. Ich war bei meinem Cousin und der konnte mir bezüglich der Chromteile an der RT weiter helfen.
Der ursprüngliche Besitzer ( der sie auch in Zschopau abgeholt hat ) hat die Schutzbleche, den Tank und die Sattelhalterung direkt nach dem Kauf zu DDR-Zeiten verchromen lassen. Er wollte wohl eine besondere RT haben. Im Urzustand war sie Schwarz mit goldfarbener Linierung. Das Rücklicht und der Auspuff wurde auch von dem Besitzer zu DDR-Zeiten montiert, da man diese Form für "schöner" empfunden hat. Nun dürfte das "Geheimnis" geklärt sein.
Nun zu den Problemen...
Nach dem Besuch bei meinem Cousin sprang sie dort im warmen Zustand beim zweiten Tritt sofort an und es ging auch gut wieder weiter in Richtung Heimat. Nach ca. 3 km ( insgesamt dürften es bis dahin 20 km gewesen sein ) bei ca. 50 km/h nahm sie kein Gas mehr an und blubberte nur vor sich hin. Mit betätigen der Kupplung ging der Motor ganz aus und die rote Kontrollleuchte ging an. Ich hiehlt an und schaute erstmal ob irgendwas qualmt, alles i.O. äußerlich. Mein erster Gedanke was, dass ich den Benzinhahn vergessen hatte auf zu machen als ich bei meinem Cousin losgefahren bin, der war aber auf. Nach ca. 5 min gucken und überlegen versuchte ich sie zu starten, was mir in Zündstellung 3 und mehreren Tritten auch gelang. Die Fahrt ging ca. 2 km weiter, dann wieder das gleiche Problem. Ab dort war meine Fahrtstrecke mit den jeweiligen Pausen nur noch 500 m Streckenabschnitte. Ich hatte zwischendurch auch mal die Zündkerze draußen, die hatte aber ein sauberes Rehbraunes Kerzengesicht. Beim letzten Halt wartete ich ca. 20 min und ließ sie erstmal abkühlen. Nach diesem Start schaffte ich die letzten 2 km bis nach Hause.
Ich hatte bei einem Halt auch mal die Zündspule nach der Temperatur geprüft, die war aber weniger als Handwarm.
Hat jemand eine Idee was der Fehler sein könnte? Ich will natürlich nicht nur 20 km Runden fahren, bei denen ich dann wieder zu Hause sein muss, weil ich Angst haben muss das die Maschine nicht mehr läuft.
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Wiesel 1 MK |
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So, ich hab den Spulenkasten auf gehabt. So sieht er innen aus, wie neu. Ich würde sagen die Zündspule riecht nach altem DDR Elektrokram. Ich hab sie mal ausgebaut und auf der Rückseite ist so ein blanker Kontakt an der Wicklung. Der war an einer Stelle bisschen korodiert / verbruzzelt und das Gegenstück ( so ein Metallblättchen was nach oben geht und an das Zündkabel angeschlossen ist ) ebenfalls. Die Beiden habe ich sauber gemacht ( blankes Metall ) und alles wieder zusammengebaut. Ich habe sie nun zur Probe mal angetreten, um zu sehen ob sie überhaupt noch läuft. Angesprungen ist sie, hat aber sofort sehr hoch gedreht, ohne das ich den Gasgriff betätigt habe. Nach dem ich in die Zündschaltestellung 4 geschalten habe wurde es mit der Drehzahl noch extremer. Aus Angst vor einem Motorschaden habe ich sie dann abgeschalten. Nach ein paar Sekunden habe ich es dann nochmal probiert, allerdings nur mit Zündschalterstellung 2. Nach mehreren Tritten kam sie dann, hat wieder hoch gdreht, ging dann aber selbst mit ein bisschen Blubbern aus. Das habe ich mehrmals probiert, immer mit dem selben Effekt. So ein Mist, was nun?
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