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> Wer hat Erfahrungen mit einem Steppke
Jenenser
Geschrieben am: 30.01.2026, 08:44
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Die sogenannte "Ansaugluftvorwärmung". Der 1.3er Wartburg hatte da einen Heizigel. Funktioniert doch schon prima im Video. thumbsup.gif


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Wir machens analog, muss ja nicht gleich die ganze Welt wissen was wir vorhaben. (Kundschafter des Friedens)

Viele Grüße aus Jena

André
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blauemaus
Geschrieben am: 31.01.2026, 17:49
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Hallo André, der Versuch mit dem vorgewärmten Ansaugrohr zeigt erstmal, dass wenn ein zündfähiges Gemisch den Zylinder erreicht, der Motor läuft. Die bis jetzt getesteten NKJ-Vergaser hatten alle 12 mm Durchlass. Am Übergang zum langen Ansaugrohr entstehen möglicherweise störende Verwirbelungen erzeugen.
Da es ziemlich unmöglich ist, den passenden Vergaser mit 10 mm Durchlass zu bekommen, werde ich jetzt einen 12 mm NKJ umbauen, indem ich ein entsprechendes Alu-Rohr einsetze und im Schieberbereich und am Ansaugtrichter bearbeite. Wahrscheinlich werde ich auch den Ausgang der Nadeldüse etwas weiter in den Ansaugkanal verlegen müssen. Die nächsten Tage werden es zeigen.

Viele Grüße
Micha


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blauemaus
Geschrieben am: 06.02.2026, 08:42
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Hier mal eine Statusmeldung:
Nachdem ich einigermaßen sicher irgendwelche mechanische Unzulänglichkeiten ausschließen konnte, blieb nur noch der Vergaser übrig.
Im Original hat der 38,5 cm³ Motor vom Steppke einen Vergaser mit 10 mm Durchlass. Da ich keinen passenden Vergaser habe, und die geeigneten Exemplare nur noch im vergammelten Zustand und zu Phantasiepreisen zu haben sind, habe ich mich entschlossen einen NKJ 122 auf 10 mm Durchlass umzubauen.
Das war recht aufwendig, aber am Ende auch erfolgreich. An diesem Vergaser wird zwar noch einiges an Finetuning zu machen sein, aber ich bin wahrscheinlich auf dem richtigen Weg.
Auf jeden Fall kann ich jetzt den Motor bei Minusgraden ohne "Vorglühen" starten und er läuft mit Drehzahlen > 2.500 Umdrehungen durch. Es bleibt noch das Startverhalten zu verbessern und eine geringere, stabile Leerlaufdrehzahl zu erreichen. Auch ist die Gasannahme nicht harmonisch.

Zum Thema Neuteile sei bloß noch angemerkt, dass ich zwei klemmende Nadelventile und einen unbrauchbaren Nachbau-Schwimmer dabei hatte!

Viele Grüße
Micha


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blauemaus
Geschrieben am: 06.04.2026, 18:15
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Heute ging es wieder weiter: Der Motor ist wieder am Fahrrad montiert und ich habe die erst Probefahrt unternommen. Die ersten Meter mit gezogenem Deko-Ventil angefahren, dann startete der Motor sofort. Der Motorlauf und die Leistung zufriedenstellend. Allerdings gibt es etwa alle drei Sekunden einen kurzen Aussetzer mit einem Patschen. Ähnliches hatte ich schon auf dem Prüfstand bemerkt. Im Leerlauf bleibt er im Zuge dieses kurzen Aussetzer stehen. Hat jemand einen "zündenden" Vorschlag?
Viele Grüße
Micha


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mulchhüpfer
Geschrieben am: 10.04.2026, 22:27
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Hört sich nach zu viel Frühzündung an, also Rückschläge der Verbrennung in den Vergaserflansch hinein. Vielleicht wurde der zzp im Laufe der Steppke-Produktion mal geändert oder er hat sich nach der Montage/Einstellung verstellt? Alternativ könnte es nach wie vor ein Nebenluftproblem geben, das faktisch ebenfalls zu Frühzündung führt weil das Gemisch schneller verbrennt. Du hast eine noch zu hohe Leerlaufdrehzahl erwähnt, das wäre ein Hinweis auf Nebenluft.


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blauemaus
Geschrieben am: 11.04.2026, 08:08
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Bin wieder ein Stückchen weiter:
Ich hatte mir die Betriebsanleitung nochmal durchgelesen und festgestellt, dass der Betriebszustand des Leerlaufs im vorgesehenen Betrieb überhaupt nicht vorkommt!
Der Start erfolgt, indem zunächst die Antriebsrolle an das Hinterrad angedrückt wird und der Dekompressionshebel gezogen wird. Dann wird angefahren und nach einigen Metern Fahrt der Deko-Hebel losgelassen. Der Motor springt dann auch sofort an!
Zum Abstellen oder Anhalten wird der Deko-Hebel gezogen und gebremst.
Auf jeden Fall war das Gemisch bei den ersten Fahrten zu fett. Bei der letzten Fahrt über 7 km erreichte das Gefährt seine vorgesehene Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h und patschte nur noch sehr selten. Allerdings kommen immer noch Phasen, in denen der Motor "viertaktert" Das Kerzenbild war immer noch relativ dunkel.
Ich werde jetzt vor der nächsten Fahrt noch weiter abmagern und eine etwas kleinere Hauptdüse wählen.
Der originale Vergaser mit 10 mm Durchlass ist ja leider nicht mehr aufzutreiben.
Man lernt eben nie aus!

Viele Grüße
Micha


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mulchhüpfer
Geschrieben am: 12.04.2026, 22:43
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Na das klingt doch nicht schlecht schon mal. Ist ja krass dass Leerlaufbetrieb gar nicht vorgesehen ist. blink.gif

Hm ok dann hattest du mit "patschen" etwas anderes gemeint als ich vermutet hatte. Wenn der Motor deutlich zu fett läuft, kann die Verbrennung eigentlich nicht Richtung Vergaser "patschen".


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blauemaus
Geschrieben am: 02.06.2026, 18:48
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Hallo an Euch,
mein Steppke hat nun eine Betriebserlaubnis und heute fand die erste offizielle Ausfahrt statt!
Leider war der Nachbau-Benzinhahn nach einigen Betätigungen dicht! Das Lösen der Mutter brachte dann Abhilfe...
Auch der mitgelieferte Benzinschlauch ist zu weit, sodass selbst die mitgelieferte Schelle am Vergaser nicht ausreichend war.
Auf jeden Fall macht der Steppke richtig Spaß und wenn er dann doch mal nicht will, lässt es sich nach dem Abschwenken des Motors völlig entspannt radeln!

Viele Grüße
Micha



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blauemaus
Geschrieben am: 20.07.2026, 14:02
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Hallo an Euch,

nachdem ich nun schon einige Ausfahrten mit dem Steppke erfolgreich durchgeführt habe, ist mir nur eine Sache noch ein Dorn im Auge. Durch das Tupfen laufen doch immer ein paar Tropfen Kraftstoff am Vergaser runter und der Kerzenstecker ist indessen ziemlich verölt. Das hat der Funktion noch keinen Abbruch getan, aber ich frage mich, ob es für den NKJ-Vergaser, ähnlich wie beim Trabant mit Gleichstrom-Lima, ein "Lätzchen" gab?
In den greifbaren Abbildungen habe ich nichts Derartiges gesehen.
Bin am Überlegen, mir etwas Vergleichbares zu bauen.
Dann suche ich noch einen passenden Luftfilter, momentan ist einer vom SR2 verbaut.
Das vordere Schutzblech muss auch noch einen Schmutzfänger bekommen. Gab es sowas als regelrechtes Nachrüstteil in der DDR?
Auf jeden Fall habe ich mich noch über einen Askania-Fahrradtacho gefreut, den ich wieder zum Leben erwecken konnte.

Viele Grüße
Micha


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Jenenser
Geschrieben am: 21.07.2026, 06:35
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Schmutzfänger für das Vorderrad gab es. Siehe hier:

Schmutzfänger

Die erste Variante in Vollgummi hält maximal ein halbes Jahr, dann reissen die Gummilaschen ab. Die Variante mit Alu ist unverwüstlich.

Interessant ist was manche "Spezies" heutzutage bei Ebay dafür aufrufen. Von 0,66 Pf der DDR zu 29,99 € ist schon Wucher zum Quadrat. blink.gif


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Viele Grüße aus Jena

André
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blauemaus
Geschrieben am: 27.07.2026, 18:36
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Hallo an Euch,

heute war die erste Ausfahrt mit meinem "neuen" Vergaser. Einen originalen NKJ 101, bei dem ich allerdings das Nadelventil umgebaut habe: https://www.ddrmoped.de/forum/index.php?act=ST&f=1&t=2733

Mein Beitrag ist ab dem Anfang der Seite 5 zu finden.
Jetzt fehlt mir nur noch ein passender Rückspiegel und passende Lenkergriffe. Mehr muss dann nicht mehr sein. Jetzt sind erstmal ein paar Ausfahrten auf dem Programm.

Viele Grüße
Micha


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