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Mr._Tonzy_Linder
Geschrieben am: 07.08.2011, 08:07
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Naja, wenn dann ist es ja nicht erst letztes Jahr gemacht worden, sondern eher vor 40 Jahren.

@moosmutzel: Hast du ne Vermutung hinsichtlich Baujahr und Modell? Der Schaltsockel ist ja bei Mifa eher ungewöhnlich.
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nukular
Geschrieben am: 07.08.2011, 08:26
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Scheint ein Mifa-Sportrad 28" (Modell SH 14/1 oder SH 14/2) zu sein. Baujahr um 1960. Die gabs gegen Ende der Produktion auch schon mit allen Anlötteilen für die Gangschaltung (die dann aber nachträglich angebracht werden musste).
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moosmutzel
Geschrieben am: 07.08.2011, 10:07
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Jup! thumbsup.gif so 59/60 würd ich auch sagen. besagter Mifarahmen Ich habe mal die RN angefordert.


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moosmutzel
Geschrieben am: 07.08.2011, 14:18
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bei der Gelegenheit fällt mir auf, dass die Mifa Sporträder um 59/60 schon wieder andere Steuerkopfmuffen hatten, als die von 1954-'58. Da hat Mifa also innerhalb eines Jahrzehnts 2 mal die Muffen überarbeitet. Fleißig, fleißig! thumbsup.gif

http://ddr-fahrradwiki.bplaced.net/index.p...A4dern_von_Mifa


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nukular
Geschrieben am: 07.08.2011, 14:30
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Wow, stimmt! thumbsup.gif Ein klarer Fall fürs Wiki...
Wer weiß, was da von Mifa noch alles gekommen wäre. Die Sporträder haben ja auf jeden Fall ne ziemliche Entwicklung gemacht.
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albin
Geschrieben am: 07.08.2011, 16:22
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http://www.my-oldies.de/index.php/marktpla.../70-christoph68

ist zwar nicht Ebay aber vielleicht interessiert das jemanden hier im Forum
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drehmoment
Geschrieben am: 08.08.2011, 07:59
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Wenn auch "nur Westware"...

NSU mit Seitenwagen... blink.gif thumbsup.gif

Gruß,

Bernd
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albin
Geschrieben am: 08.08.2011, 09:34
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was soll Westware heißen?, das ist meiner Meinung nach ein Vorkriegsrad, da hat es Ost und West noch nicht gegeben, die DDR wurde ja erst 1949 gegründet. Das mit Ost und West finde ich sowieso komisch, weil das was DDR Fahrräder betrifft, das sind 2-3 Marken, die Räder produziert haben und das ist dann die Firmen oder Modellgeschichte dieser Marken, sicher hatten die geschlossenen Grenzen einen Einfluss auch aber das war in Österreich nach und vor dem Zweiten Weltkrieg genauso. In Italien hat man ja auch seine eigenen Räder produziert und Italien war auch Westen und man baute dort andere Räder wie in anderen westlichen Ländern. Technisch sind die Räder in Österreich und Deutschland (BRD + DDR) sehr ähnlich, meine Produktionen bis circa 1960, danach gab es bis in die 1970er Jahre genauso noch ziemliche Ähnlichkeiten. Nur das Glockenlager starb bei uns aus und es wurden vor allem Räder mit Gangschaltung gebaut in dieser Zeit wurden dann die sogenannten Waffenräder vielfach weggeworfen.


biggrin.gif biggrin.gif biggrin.gif

aber ein interssanter Hinweis
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moosmutzel
Geschrieben am: 08.08.2011, 10:01
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Du bist ja nun schon seit einiger zeit hier im Forum aktiv und hast mitgelesen, dass Fahrradgeschichte auch eng mit der Industriegeschichte verknüpft ist und eben im Osten staatlich gelenkt war, während im Westen der freie Markt herrschte. Natürlich ergeben sich da Unterschiede bei den Fahrrädern, auch wenn die wesentlichen Bestandteile erhalten blieben (2 Räder, Lenker, Sattel laugh.gif ) Aber mit Gangschaltungen hatte man's hier zum Beispiel nicht so, das mußten sich die Schaltungsfans selbst nachrüsten. Nabenschaltungen gab es gar nicht. Für bestimmte Entwicklungen fehlte einfach das personal in den Entwicklungsabteilungen, daher konzentrierte man sich auf das Wesentliche, bzw. improvisierte viel, um den Leuten einen gewissen Fortschritt vorzugaukeln. Ich selbst habe damals eine Favoritschaltung zum Geburtstag bekommen und sie zusammen mit meinem Vater an meinem "Pionier"-Fahrrad angebracht. oder war's ein "IFA Touring"? Egal, jedenfalls eine von den 2-3 Marken, die es in der DDR gab! wink.gif Zusammenfassend läßt sich sagen: "Mir hatten ja nischt." oder besser "Es gab ja nischt", denn Geld war eben schon da, nur kaufen konnte man nichts dafür oder mußte eben Glück und Beziehungen haben. Das war im Westen schon deutlich anders, deshalb werde ich diesen Unterschied auch immer machen, wenn ich über die Vergangenheit rede.
Was die Vorkriegszeit betrifft, hast du schon recht, aber da ist es wiederum so, dass man sich eben für die Geschichte der Marken interessiert, und NSU war nun mal später im Westdeutschland der 50er 60er Jahre eine etablierte Marke und nicht in der DDR. Aus unserer Gegend stammen Phänomen, Wanderer, Brennabor, Seidel und Naumann und viele schöne und erfolgreiche Marken. Auch Mifa und Diamant.


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drehmoment
Geschrieben am: 08.08.2011, 11:17
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QUOTE (albin @ 08.08.2011, 10:34)
was soll Westware heißen?, das ist  meiner Meinung nach ein Vorkriegsrad, da hat es Ost und West noch nicht gegeben, die DDR wurde ja erst 1949 gegründet.

Grüß Dich Albin,

... eins vorweg: ich hatte den folgend wiederholten Passus.:

QUOTE (drehmoment @ 08.08.2011, 08:59)
nur Westware...

in Klammern gesetzt, weil ich es nicht im wortwörtlichen Sinne, sondern mit einem verschmitzten Grinsen meinte.

Herleitung als Erklärung dazu:
Da meine Wiege im Westen stand und ich daher den Osten seit Jahren erheblich spannender finde (auch und gerade weil ich den Westen von der Picke auf kenne), neige ich manchmal dazu, Dinge die nicht eindeutig als "Ost" (diesen Begriff wohlgemerkt im positiven und nicht im herablassenden Sinne nutzend !!!) zu indentifizieren sind, als für mich oftmals (langweiligen, weil bekannten) Westkram abtue.

Die Herleitung von wann bis wann die DDR bestand ist daher nett von Dir, aber mitnichten nötig.

Gruß,

Bernd

P.S.: NSU produzierte im Übrigen bis zur Produktionseinstellung in Neckarsulm im Mai 1963 weiter Fahrräder, wenn auch das abgebildete Rad selbstredend einer jüngeren Dekade zugerechnet werden kann.
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albin
Geschrieben am: 08.08.2011, 11:20
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Meiner Meinung nach sprechen für Räder aus Deutschland und Österreich, die Rücktrittsnaben und die Stempelbremsen, die hatte die Italiener nicht. Ich habe halt solche noch nie auf italienischen Rädern gesehen.
Auch die Art der Lampen war ähnlich.
Ebenso gab es Parallelen in der Bauart der Räder.
In den 1970er Jahren kam dann die Gangschalt vermehrt auf aber es gab auch noch Räder mit Rücktritt ohne Gangschaltung auch ohne Nabenschaltung.
Im Westen gab es alles zu kaufen aber es fehlt auch das Geld, so wurden auch billige qualitativ schlechte Räder gekauft, wo meiner Meinung nach DDR Räder besser gebaut wurden. Die Keillager waren teilweise bei den Rädern ein großes "Glump", die waren bald einmal kaputt und mussten getauscht werden.
Ebenso wurden bei Puch mit der Zeit 26 Zoll Räder vermehrt gebaut nur halt mit weniger breiten Reifen.


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ist das so ein großer Unterschied?

Statt Ost oder West müsste man vielmehr DDR-Produktion oder westdeutsche Produktion oder österreichische Produktion sagen. Auch spätere Neuerungen und Entwicklungen waren in Westdeutschland und Ostdeutschland wie auch in Österreich gleich z. B. die Rücklichter aus Kunststoff, sicher sahen diese verschieden aus aber im Grunde waren sie gleich.

In Polen wird man wohl auch Räder gebaut haben, das war ja auch Osten? Ich sehe nicht diese großen Unterschiede, vieles war ähnlich, auch die späteren breiteren Rücklichter, waren im Westen wie im Osten. Der Bau der Klappräder war auch in ganz Europa, natürlich hatten da die Hersteller Unterschiede.
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moosmutzel
Geschrieben am: 08.08.2011, 11:48
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Manchmal bin ich auch einfach schreib- oder tippfaul und dann reicht es eben nur für "Ost" statt "DDR-Produktion". Überhaupt sind wir ja ein ziemlich unpolitisches Forum, also much ado about nothing.


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albin
Geschrieben am: 08.08.2011, 11:49
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ich habe Dich Bernd schon verstanden, weil ja alles so schreiben und reden aber für mich müsste man mehr DDR-Produktion oder DDR Fahrradindustrie schreiben, die ihre eigenen Firmen hatten. Es war aber auch vieles Parallel.
Manches wurde in den westlichen Länder nicht mehr produziert: Glockenlager, Chromkappen auf der Gabel, Stempelbremsen, ebenso gab es keine Linierung mehr

Manche Entwicklungen waren aber auch parallel: Klappräder, dann die 26 Zollräder

siehe Puch:

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siehe Mifa:

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also nicht so unterschiedlich, wie das immer hingestellt wird.

Die Frage was schön ist, die ist immer relativ.
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moosmutzel
Geschrieben am: 08.08.2011, 11:53
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Ich finde viele Westräder durchaus schöner, gerade die alten Sporträder von Express oder auch die Randonneur-Räder französischer Hersteller. Aber irgendwie reicht das als Sammelgrund nicht aus, man braucht einen biographischen Bezug dazu. Das geht wohl den allermeisten Sammlern so.


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Geschrieben am: 08.08.2011, 12:13
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Speziell die Stempelbremse (also die mit Bowdenzug) ist auch so ein typisches Kuriosum der DDR-Fahrradindustrie. Völlig ohne jede Funktion und absolut wartungsunfreundlich. Wurde aber in rauen Mengen an zahlreichen Fahrradtypen verbaut (und das noch bis 1990!). Warum diese absolut sinnfreie Bremse so lange verwendet hat würde mich mal interessieren. Bei anderen Herstellern war das bestenfalls eine kurze Zwischenlösung, bis man endgültig zur Felgenbremse überging. Aber in der DDR wars ca. 30 Jahre lang der "Klassiker" unter den Vorderradbremsen. _uhm.gif
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