Stefan, eine intressante und auch wieder lustige Frage, weil die Glimmlampe eigentlich heute ein Anachronismus ist.
Wie Alex schrieb: Die LED von gestern.

Der war gut!
Die Glimmlampe (sie "glimmt" nur, kein helles Licht) beinhaltet zwei Elektroden und ist mit einem Edelgas gefüllt. Meist ist das Neon (glimmt schön warm gelblich), es gibt sie aber auch seltener mit z.B. Argonfüllung. Je nach Gas sieht man unterschiedliche Farben.
Der Vorteil einer Glimmlampe ist der sehr geringe Strom von typisch 1 Milliampere und die Möglichkeit, sie direkt ohne Vorwiderstand etc. an 220V Wechselspannung betreiben zu können. Der Nachteil: Kein "Licht" in dem Sinne.
Die gebräuchlichste Anwendung (auch noch heute) ist in einem Lichtschalter z.B. im Flur. Licht aus-Schalter (mit Glimmlampe) "glimmt" zum besseren Finden. Licht an-Glimmlampe aus.
In der Niedervolttechnik (z.B. am Moped) geht sie nicht anzuwenden, da sie eine minimale Spannung von rund 100 Volt benötigt. Darüber ist der Lampe jedoch genialerweise alles egal...Gleich-, Wechsel-, 100 Volt oder 400Volt....
Billig in der Herstellung. Es grenzt an ein Wunder, dass man Glimmlampen von Brüssel aus noch nicht verboten hat.
Wenn die Sonne der Kultur tief steht, werfen auch Zwerge lange Schatten.
Karl Kraus