Berlin: Was ist mit Kasche los?
| fruit-of-the-loop |
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| QUOTE (schollega @ 01.12.2009, 17:13) | . Man kann auch Ausflüge an Orte im Prenzelberg machen, die ohne Babys auskommen. |
In der Saarbrücker steht´n alter S4000 rum, den könnten wir mal genauer unter die Lupe nehmen.
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| QUOTE (fruit-of-the-loop @ 01.12.2009, 18:05) | | Das Problem ist die komplette Durchökonomiesierung aller Lebensbereiche und zwar ohne Sinnhaftigkeit für das Leben. |
Du hast es auf den Punkt gebracht!
Aber woran liegts, bzw warum ist das so? Weil Geld eben korrumpiert, genauso wie Macht korrumpiert. Der Hausbesitzer ist ja nicht gezwungen, sich das Haus vergolden zu lassen, aber die finanzielle Verlockung dieser Tat überwiegt den Skrupel, mit diesem Akt die Lebensbedingungen von Mitmenschen ins Wanken zu bringen. Da ist man sich selbst am nächsten, und möchte auf die Jacht nicht verzichten. Ob es tröstet, daß der Mensch eben so ist wie er ist, und daß der Mieter, der jetzt davon betroffen ist, in der Situation als Vermieter auch die Jacht dem Altruismus gegenüber bevorzugt hätte?
Tjaaah, im Sozialismus war ja vieles Schlecht, nicht wahr. Ich habe ihn leider/zum Glück nicht miterleben können. Letztendlich hat jedes Gesellschaftssystem seine Vor- und Nachteile.
Schön, wenn man in der freien Wirtschaftswelt tun und sagen kann, was man will. Blöd nur, wenn man mit Worten niemanden bewegen kann (mit Geld könnte es gehen ...), und die Freiheit keinen Nutzen hat, weil einem die finanziellen Mittel fehlen, sie zu geniessen. Jaa, man könnte nun "auf Bali" machen, aaber: geht nicht: no Money. Naja, Malle ist aber für die meisten Leute drin.
Was mir in unserem kapitalistischen System auf den Sack geht, ist immer wieder dieses Geld. Alles wird daran fest gemacht, jeder glaubt daran. Frankfurt ist in dieser Hinsicht besonders schlimm - ich glaub manchmal, daß die Leut hier alle verstrahlt sind. Aber sie sinds nicht, die Leute gehen hier auch einfach nur ihrem instinktiven Überlebenstrieb nach, ihrer Karriere. Beziehungen geschäftlicher oder anderer Art, orientieren sich daran, wie sehr du jemandem nutzen könntest. Die Leute haben keine Zeit, ausser: es bringt etwas. Ganz traurig auch, daß kaum einer meiner Kollegen sich für Kultur begeistern kann. Aber ich arbeite auch nicht im Kulturbetrieb, also was soll ich erwarten.
Echter Sozialismus, wenn er denn möglich wäre, hat für mich etwas mit Menschenfreundlichkeit zu tun, Humanismus im guten Sinne. Wir leben in einer Welt, in der sich die einen krumm machen und Überstunden schieben um nicht den Job zu verlieren, und andere Leute keine Arbeit finden. Die einen verdienen im Jahr mehrere Millionen Euro, andere leben von der Hand in den Mund, mit ihrem Job im 1 Euro Laden. Tolles System in dem wir leben, wa?! Daß die Leute nicht kapieren, daß hier die Verteilung nicht mehr gerecht ist? Die Welt ist ja jetzt auch so schön bunt hier, jeder hat ein Handy und kann auf zehn verschiedene Arten mit anderen Menschen kommunizieren ... nur braucht es das, und erleichtert das die Kommunikation?
Ehm, okay ich beruhige mich wieder, wird sonst Off-Topic, und ihr könnt ja auch nix dafür ;-)
Gruß, Andreas
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"Es ist technisch nicht leicht zu erklären, warum stets ungewaschene Maschinen eines Tages nicht mehr laufen, Kolben festgehen, Lager knattern, das Getriebe wimmert. Ein ewig schmutziges Motorrad nämlich macht seinem Herrn keinen Spaß. Und was ihm so an Liebe fehlt, versäumt oder spart er an Öl, das läßt er an Kabeln hängen, an Bowdenzügen aufreiben, die Zündung übersehen und den Vergaser vergessen. Es ist der seelische Druck, der sich durch Blechdeckel und Gußgehäuse hindurch in die Maschine frißt." Alexander Spoerl, aus "mit Motorrad und Roller auf du", 1955.
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| fruit-of-the-loop |
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Ich bin da ganz bei dir
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Ist schon lange Offtopic, aber das macht doch nichts, das Ausgangsthema ist eh schon längst erschöpft - und ist doch ein ganz interessanter Themenverlauf, von Kasche über Getrifizierung zur geldfixierten kapitalistischen Gesellschaft. Ich kann da euren Ausführungen beipflichten, alles ist aufs Geld verdienen ausgerichtet... Natürlich lebt es sich mit genügend Geld leichter, gesünder und bequemer und wer kein Geld hat, ist meist aufgrund seiner Lebensumstände nicht glücklich. Aber dass das Geld den Charakter vergiftet und nicht glücklich macht ist ja auch nichts neues... Auch weil das Geld oft als Maß für Erfolg oder Leistung gesehen wird (obwohl es kaum als solches angesehen werden kann), streben wir danach, um möglicherweise letztendlich Anerkennung zu erlangen. Eigentlich ein Teufelskreis. Hinzu kommt, dass das Geld immer ungleicher verteilt ist und die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter auseinander geht. Aber was kann man dagegen tun? Ein kommunistisches System klingt in der Theorie wirklich sehr verlockend (jeder für jeden), aber ob es möglich ist, dass dieses auch funktioniert? Ich denke dass auch kommunistische Systeme immer Schwachstellen bieten, an denen sich machthungrige Menschen wie Blutegel ansaugen können und ein vielleicht sonst perfektes System korrumpieren können. Also ich zumindest habe kein Allheilmittel parat.  Gruß, Clemens PS: Mein Gedankengang ist glaub ich ein wenig wirr und unstrukturiert, aber egal jetzt.
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| QUOTE (Siebenson) | Man kann mit der Schöpfung von Kapital alles rechtfertigen.
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So wie du alles betonst, kann man 'ne Gänsehaut kriegen ...
"Two sounds are better than one!"
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"Es ist technisch nicht leicht zu erklären, warum stets ungewaschene Maschinen eines Tages nicht mehr laufen, Kolben festgehen, Lager knattern, das Getriebe wimmert. Ein ewig schmutziges Motorrad nämlich macht seinem Herrn keinen Spaß. Und was ihm so an Liebe fehlt, versäumt oder spart er an Öl, das läßt er an Kabeln hängen, an Bowdenzügen aufreiben, die Zündung übersehen und den Vergaser vergessen. Es ist der seelische Druck, der sich durch Blechdeckel und Gußgehäuse hindurch in die Maschine frißt." Alexander Spoerl, aus "mit Motorrad und Roller auf du", 1955.
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| AlexZ |
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| QUOTE (Siebenson @ 02.12.2009, 08:10) | ...Man kann mit der Schöpfung von Kapital alles rechtfertigen.
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s-u |
Ein sehr schönes und reelles Zitat von unserem Swen-Uwe! Es trifft den Nagel auf den Kopf!
Alex
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Lieber Blödeleien, als blöde Laien! ;-)
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| Tom |
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... na, immerhin hat die Kasche-Schließung dazu geführt, daß ich heute den Possi im Autobedarf Lichtenberg getroffen habe ... Sachen gibts ... ... und der S-U lief letztens (na okay, ist schon etwas her, die Sonne schien noch) an meiner Stammkneipe vorbei, als ich dort vor der Tür saß ... ... Berlin ist ganz schön klein ... ... aber das mit der Schließung von Kasche (der ja einer der ältesten Simson-Schrauber in Berlin war) wußte ich noch garnicht ... traurig, traurig ... dieser halb zugewachsene Berliner 2. Hinterhof hatte schon was ... Viele Grüße Tom (der hier mal wieder vorbeigeschaut hat)
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