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> NKJ 153-5 Schwalbe Bj. 64 Einstellung
simsonsammler1980
Geschrieben am: 01.05.2011, 07:28
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Grüße erstmal an alle und ich muß mich leider auch mal wieder melden.. wink.gif

Mir macht meine 64er Schwalbe noch bissel sorgen beim auswintern.
Nachdem ich die Zündungsseite endlich perfekt habe gefällt mir die Vergaserseite noch nicht so..

Verbaut war der NKJ 153 - 5. Davon hab ich jetzt 2 Stück da liegen.

1. Der eine trägt die Aufschrift 12/3 hat nen 210 er Düsenstock und ne 65er HD.
Baujahr der Schwalbe 4/1964

2. Der andere trägt die Aufschrift 11/4 hat nen 215 er Düsenstock und ne 60er HD.
Baujahr der Schwalbe 1/1965

Beide haben 04er Nadeln.

Mit dem als ersten genannten bin ich jetzt mittlerweile knapp 50km gefahren. Vielleicht möcht ich das ganze auch ziemlich perfekt haben. Was mir fehlt ist leider ein Vergleich.

Ein fein dosiertes Gasgeben und somit Zug in jedem Betriebszustand des Motors (bei Fahrt) ist mit diesem Vergaser bisher nicht möglich..
Sie hat super Leerlauf und auch beim Anfahren ist das wirklich ok aber ab halbgas gefällts mir nimmer,da bleibt sie manchmal weg und zieht erst bei Vollgas wieder richtig. Ok, deutet soweit auf ein zu fettes oder zu mageres Gemisch hin im Übergangsbereich.

Mit diesem Problem bin ich zu ner alten Simsonwerkstatt gefahren. Der meinte folgendes... Ach der Mist dry.gif . Mit den NKJ Vergasern gingen die nie richtig. In seinen Dokumenten gesucht kam folgendes heraus. Der NKJ wurde während er verbaut wurde schon geändert. Was mich auf meinen 2.ten Vergaser aufmerksam macht weil der dort genau so beschrieben steht..

Jetzt meine Frage an euch..
Ich vergleich das vielleicht auch bissel mit den neueren Schwalben (KR51/2L) die ich im Alltag fahr.. Mir fehlt halt leider ne Vergleichsfahrt...

Ist das bei euern Schwalben mit dem NKJ auch so? Eigentlich kennt mein Vergaser nur 2 Stellungen... Leerlauf und Anfahren oder Vollgas laugh.gif ph34r.gif
Ich kann mir vorstellen das er genau deswegen auch so schnell gegen den 16N1 BVF getauscht wurde der ja deutliche Vorteile hat.
(separates Leerlaufsystem, Gemischschraube, gefedertes Schwimmerventil,zb)

Ich mach mich am Dienstag dran und versuch die Werkeinstellung des Vergasers herzustellen. Zu finden ist da leider nicht so viel drüber aber am Schwimmerstand orientier ich mich mal.. Nadelstellung ist auch bekannt.. Es muß dort noch bissel was gehen ums bissel feiner noch zu bekommen..


Hab ihr vielleicht die selben Feststellungen gemacht _uhm.gif
Fahrt ihr mit TyP1 oder 2 siehe oben _uhm.gif
Weiß jemand das Schwimmer schließt Maß bei umgedrehten Vergaser?

Schreibt einfach mal Erfahrungen die ihr so gemacht habt... hmm.gif



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Gruß Lutz

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Geschrieben am: 01.05.2011, 13:01
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Hallo.

Also ich fahre den Typ 1 eigentlich. Mit dem M53/1 war die Einstellung ok.
Seit diesem Frühjahr habe ich auf M53 zurückgerüstet und der Durchzug war auch nicht so der Hammer...
Mehrfach habe ich von einer 212 Nadeldüse gelesen. Und tatsächlich, diese bringts! Beschleunigen geht besser. Der Durchzug verbessert sich ebenfalls.
Seit neulich habe ich einen eigentlich "Schrott" Vergaser auf 16mm aufgerieben Dichtflächen geschliffen. Dreiecksflansch ist innen poliert.
Damit ists ein recht gutes Fahren ;-).

Die Version 2 des NKJ ist mir persönlich nicht bekannt.

Aufschriften habe ich 5 verschiedene. Also jeder Gaser anders. Wird wahrscheinlich die Gussformnummer sein, oder so.
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SimsonSammler1234
Geschrieben am: 01.05.2011, 18:17
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Simsonsammler1980 schreib doch mal bitte deinen Vornamen unter deine Beiträge. Danke

So nun zu deinem Problem.

Zum Thema Vergaser und Nadeldüse findest du HIER auf Seite 94 und 95 Infos und im Toni seinem 64er Schwalbe Thread HIER auf Seite 22.

Und zum Thema Vergaser Schwimmer einstellen usw. findest du HIER oder HIER Informationen. Da wird sehr gut erklärt, wie du den Schwimmerstand einstellen kannst.

Grüße Jörg


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Ersatzteile für die Überholung von Reibungsdämpfern gesucht? Schreibt mich an. Grüße Jörg
Originales Sitzbankschloß Vogelserie, Werkzeugkastendeckelschloß SR2, Seitendeckelschloß S50/S51 und andere Simson Schlösser ohne oder mit nicht passendem Schlüssel? Ihr wollt euer Originalschloß aber gerne wieder verwenden, weil die Nachbauten ja wie wir wissen nicht passen? Dann schreibt mir eine Nachricht, ich biete euch die Aufarbeitung, Reparatur und Schlüsselanpassung für diese Schlösser an. Biete auch komplette Schlösser zum Verkauf an.

Ich suche dauerhaft einzelne Schlösser (auch defekt) und BAB Schlüssel. Einfach alles anbieten.

Laut der Freigabe von MZA dürfen hier Simson Unterlagen veröffentlicht werden, die Erlaubnis dazu findest du HIER. Sollte es hier dennoch mal ein Problem mit einem Beitrag oder einer Veröffentlichung von mir geben, soll sich der Rechteinhaber bitte mit mir per PM in Verbindung setzen. Der Beitrag wird dann umgehend gelöscht.
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Cloyd
Geschrieben am: 01.05.2011, 19:37
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Da bin ich selbst noch am Rumprobieren.
Ich hab ja nun die 212er drin und der Motor läuft mir zu fett.Das läuft förmlich aus dem Auspuff.Ist also zu viel des Guten, zumindest bei mir.
Klar, der Motor läuft besser, aber so richtig optimal ist es immernoch nicht.
Ich hab auch während normaler Fahrt so kurze Aussetzer, als ob entweder ein Zündfunke wegbleibt, oder der Motor sich verschluckt.
Ich vermute sie viertaktet manchmal.Die Zündung kanns auch sein.Keine Ahnung im Moment.Ist nur, wenn sie warm ist.Vielleicht ein Aussetzer auf 2-4km. hmm.gif

Mittlerweile hab ich auch eine neue originale 04 Nadel drin.

Demnächst werde ich probehalber einfach wieder auf 210 zurückrüsten.
Da ich nicht viel fahre, zieht sich das alles ganz schön hin.
Heute bin ich auf ein Treffen gefahren und bei relativ starkem Wind musste ich fast auf den 2. Gang schalten.Keine befriedigende Leistung.Ich fahr meist 50kmh...

Das Wahre scheint dieser NKJ also echt nicht zu sein.


mfg Toni


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Geschrieben am: 01.05.2011, 21:03
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Hallo Toni.

Diese Aussetzer habe ich auch. In etwa die selbe Häufigkeit, wie du beschreibst. Die Ursache dafür ist mir unklar.
Das Siffen aus dem Auspuff scheint normal zu sein. Dachte auch, das es viel zu fett ist, aber die Kerze spricht Bände. Schön Rehbraun.
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simsonsammler1980
Geschrieben am: 01.05.2011, 22:40
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Danke Martin,Toni und Jörg..

Ihr habt mir schonmal verdammt geholfen..

Denk ich mal an meine Meisterschule zurück hatten wir nur kurz den Vergaser. Ohne jetzt auf diesen Herr Venturi einzugehen weiß ich noch eines..

Düsenstock,Hauptdüse stehen in einem Verhältnis zur Strömungsgeschwindigkeit im Vergaser und und und.. Je kleiner der Durchmesser um so höher die Strömungsgeschwindigkeit etc..

Wenn jetzt beim 1. Vergaser 210er Stock zu 65er Düse steht und beim 2. Vergaser 215er Stock zu 60er Düse erscheint mir das als Änderung des Werkes eventuell. Der 215er Stock der allgemein einen größeren Durchmesser der Austrittsbohrung hat aber er ab teillast dann soviel Sprit hindurchlässt das die Hauptdüse dies ja dann ab 3/4 Last begrenzen muß. Bei Teillast und gleicher Nadel ist eine Vergrößerung der Querrschnittsfläche der Austrittsbohrung passiert..
Also denk ich wurde seitens der damaligen Ingeneure auch probiert aber mit diesem Vergaser oder zumindest diesem Durchmesser 11mm das ganze nicht besser hinzubekommen. In dem Vergaser ist ja bei Halbgas schon ein wahrer Hurrican bei 11mm laugh.gif Verdoppelt man nur theoretisch den Durchlass auf 22mm hat das zur Folge das die Strömungsgeschwindigkeit um ein 4 faches sinkt(Windstille laugh.gif ).. Genau so ist das übrigens mit der Vergrößerung des Düsenstockes...

Um aus diesem Motor eine Leistung zu holen das 2 Mann damit fahren können( Momentan schalt ich auch bei Gegenwind fast in die 2 laugh.gif ) muß in den Motor eine bestimmte Kraftstoffmenge(da mehr Leistung gebraucht wird), möglichst ordentlich dosierbar sein und auch eine gute Fahrbarkeit ermöglichen.. Mit der Leistung beim 1 Sitzer kam der NKJ zurecht, hier mußte aber was neues her...

Fahrt ihr mit 212er Stock und 65er Hauptdüse ist das ne Verschiebung des Gefälles und dient der Überfettung hmm.gif Ich glaube in einem sind wir uns wirklich einig.. Der NKJ war definitiv nicht das Optimum für diesen Motor.. Vielleicht an einem anderem Motor mit weniger Leistung.. Wir sind denk ich durch die 16 N Vergaser ziemlich verwöhnt.. thumbsup.gif
Umsonst wurde das ganze nicht ziemlich schnell umgeändert..

Ich für meinen Teil werd den Schwimmerstand erstmal einstellen. Der sollte generell erstmal stimmen eh ich weiter probier. Er sollte jedoch schon ziemlich passen da sie schon beim streicheln des Kickstarters anspringt. Er sollte 7+1mm von der Gehäuse Oberkante sein laut alten Unterlagen. Dann wird erst nochmal gefahren. Dann probier ich Setup 2 und werd euch informieren.. Eine Lösung wird es, denke ich nicht geben. Das mußten denke ich schon viele vor uns einsehen und schufen den 16N1.

Mal noch was anderes ph34r.gif

Was mich fast bissel nervt ist das schnarchen durch den Luftfilter... Der kleine 11er Vergaser schreit manchmal ganz schön... Viele Denken man fährt mit ner getunten dem Ansauggeräusch nach, was sich dann aber schnell durch die fehlende Beschleunigung in ein lächeln ändert. ph34r.gif ph34r.gif Den Auspuff hör ich net allzu oft während der Fahrt. Aber es ist trotzdem ein schönes Gefühl mit dem Teil zu crusen thumbsup.gif

Das Wort Kavalierstart wurde nicht durch diese Schwalbe erfunden.. laugh.gif
Viele Grüße aus dem schönen bergigen Vogtland wo sich diese Schwalbe so richtig wohl fühlt.. rolleyes.gif ph34r.gif


Lutz


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Gruß Lutz

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Cloyd
Geschrieben am: 02.05.2011, 17:52
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Also meine Schwalbe hat einen 15er Vergaser, keinen 11er... blink.gif wink.gif


Vorhin hab ich sie mal laufen lassen.
ND 212, HD 65, Nadel 04

So läuft sie ja ganz gut, fährt so auch.Nur eben wohl zu fett und irgendwann diese Aussetzer bei Volllast.

Dann hab ich mal einfach eine 60er Hauptdüse eingesetzt.
Es ist vielleicht Einbildung, aber sie nimmt jetzt noch bissiger Gas an und der Leerlauf erscheint mir auch runder.Eine richtige Testfahrt konnte ich wegen Regen nicht machen.
Wenns so weit ist, werde ich berichten.

Lutz, ich hab heute auch ewig gegrübelt und mich durch diesen Vergaser gedacht, um zu verstehen was passiert wenn man von 210/65 auf 215/60 wechselt.
Vorallem magert man das Gemisch im Vollastbereich (Hauptdüse) ab, müsste aber im Übergangsverhalten etwas mehr Durchzug haben. hmm.gif Oder nicht...
Das werden noch viele Testfahrten.

Ich konnte übrigens am Samstag in Pritzwalk eine original neue 280er Isolator für einen Euro ergattern.Die wurde mit 212/65 eher dunkelbraun nach 12km fast nur Landstraße.Nach dem Abstellen hing schon wieder ein schwarzer Öltropfen an der Spitztüte.


mfg Toni


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simsonsammler1980
Geschrieben am: 02.05.2011, 19:39
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Also Toni...

Mal kurz was anderes aber zum Thema...
Bei meiner Alltagsschwalbe die ich mir aus Nachbauteilen die über waren und alten Teilen zusammengebaut hab wollt ichs wissen.

Den Vergaser hab ich so perfekt eingestellt das ist der Hammer.. Das hieß aber auch Testen bis zum Umfallen. Aber erstmal bissel Theorie..

Beim Diesel kennst du sicher das die Schwarz Rusen. Das liegt daran das der Dieselmotor ca 30 Grad vor OT einspritzt. Stellt man sich das ganze mal bei 2000 U/min vor kannst dir vorstellen wieviel millisekunden Zeit sind um ein Homogenes Gemisch zu bilden. Da das alte Diesel nicht schafen entsteht ein fetter Kern bzw Strahl (da nur 150 bar E-Druck) In diesen Bereichen fehlt Sauerstoff anschließend zur Verbrennung. Das heißt der Kohlenstoff verbrennt nicht richtig und bildet Ruß. Das selbe passiert ergo beim Benzin Motor.. Obwohl da zumindest bei älteren 360 Grad KW vom Ansaugen bis zum zünden.. Das heißt das Zeitfenster ist länger um ein homogenes Gemisch bereit zu stellen.

Nun der Zweitakter:

Wie fangen wir am besten an.. hmm.gif
Die schwarzen Rußanteile entstehen bei fetter Verbrennung genau so. Jetzt kommt hinzu das man Öl benutzt was ziemlich gut schmieren soll und sich erst bei hohen Temperaturen den Aggregatzustand in Dampf wechselt.. Das dürfte beim 2 - Takt Öl für Luftgekühlte bei 180 - 250 Grad liegen. Bei Wassergekühlten liegt die Laufbuchsentemperatur niedriger.. Vom Auspuffgas liegen wir bei ca 700- 800 Grad im Bestfall! Unter extremer Last zum Beispiel.. Erklärt auch manch blauen Krümmer(650 C Anlauffarbe bis 800C) Wichtig ist beim 2 Takter das Öl bzw den Auspuff gut auf Temperatur zu halten. Da sonst das Öl im Auspuff wieder Kondensiert und ihn verstopft.. Problem ist aber Bergabfahrt und soweiter wird er wieder schön kalt.. Also süff süff süff...

Das an der Tüte hinten eine Ölspur herunterläuft ist normal. Durch die Schalldämpfung wird das Gas gestaut und umgelenkt. So das die Temperatur weiter sinkt und das Öl wieder Kondensiert.. Klar soweit..

Schwarzer Öl am Auspuff heißt Rußverbrennung in Verbindung mit Öl gleich schwarze Soße.

Nun zur Alltagsschwalbe bei mir. Bin am Wochenende 107 km zu Zweit gefahren! ja zu zweit! Ölspur war auch an der Tüte aber ne Goldgelbe. Verbrauch auf die Strecke 2,67 Liter thumbsup.gif
Das heißt eindeutig eine absolute Verbrennung. Aber im Auspuffgas ist kein Ruß mehr sondern das Öl kondensiert allein wieder und man könnte es hinten wieder abfüllen zum neuen mischen.
Du kannst Praktisch beim 2 Takter keine schwarze Wolke sehen aber dafür ne schwarze Spur. Stelltst jetzt am Vergaser herum, wirst du es erst nach 150 km am Auspuff merken da natürlich bei nun steigender Temperatur sich ertmal alles an altem Zeug im Auspuff auf den Weg macht.

Also zur 64 er jetzt.. Da man sie mit 1:33 fahren müßte hat man von vorn herein die A Karte. Das heißt auf einen Liter 33ml Öl zu verdampfen. Mit unserem gemütlichen schleichen haben wir da schlechte Karten!

Deine Überlegungen die du heute gemacht hast sind definitv richtig. Das war anscheinend auch die Überlegungen der Ingeneure. Ich probier da auch noch bissel,das will ich wieder wissen! Wichtig ist noch eines vielleicht zu wissen..
Beim 4 Takter misst man heutzutage die angesaugte Luft und spritzt dabei im Stöchiometrischen Verhältnis die perfekte Menge dazu ein..

Normaler weise kann man das auch beim Vergaser machen. Der Kolbenschieber gibt einen definierten Querschnitt beim gasgeben dazu frei. Je nach Nadelstellung wird dabei zu einer bestimmten freigegebenen Fläche eine Kraftstoffmenge dazu gesaugt. Wichtig! Änder ich nun den Schwimmerstand kann ich bestimmen wie einfach oder wie schwer Kraftstoff mitgenommen werden kann..
Warscheinlich ist mir das bei meiner Alltagsschwalbe so dermaßen Klasse gelungen das es passt. Hab ich noch nie geschafft aber bei der, grad bei der klapps.. ph34r.gif

Der zylinder war aus der Bucht und hat mich 8 € gekostet.. Der Kolben war schwarz..Ringe ziemlich tot. Sollte halt auch nur Low Budget Schwalbe werden und fahren.laugh.gif Die geht aber wie der Teufel.. Und ich bin nicht grad Six Pack Modell laugh.gif

Also ich test morgen wieder.. laugh.gif
Gruß an alle
Lutz






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Gruß Lutz

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essiquäler
Geschrieben am: 02.05.2011, 21:22
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Lutz ich geb dir Recht. Mit dem Schwimmerstand kann man viel regeln. Ich habe zur Zeit 112er und eine 58iger Düse. Also kleiner sollte man in dem Fall wirklich nicht nehmen ( Kolbenklemmer).


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Grüße Gerald
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mulchhüpfer
Geschrieben am: 03.05.2011, 14:47
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Das klingt ja nicht schlecht. Allerdings kann ich mir nicht vorstellen, dass ihr bei so ner Abmagerungskuhr nen anständigen Leerlauf hinbekommt. _uhm.gif Genau deshalb wurde der Vergaser ja so "fett" konstruiert, weil das separate Leerlaufsystem fehlte. Das war keine optimale Lösung, von vorn herein nicht. Man kann daher nicht erwarten dass man ihn "super" eingestellt bekommt. Damals hat wohl auch keiner damit gerechnet, dass 40 Jahre später ein paar Freaks ausgerechnet mit diesem Problemvergaser wieder Schwalbe fahren wollen wink.gif Viele dieser ersten Schwalben wurden ja schon zu DDR-Zeiten auf BVF umgerüstet.

Da mein Leerlauf grade sehr gut ist, lass ich es mal lieber so wie es ist, im Alltag fahre ich die 64er ja eh nicht (dazu würde ich sie umrüsten)


PS: Was für ne Zündkerze habt ihr drin? Ich könnte mir vorstellen, dass für die alten Schwalben ne 225er besser geeignet ist als 260.


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NorbertE
Geschrieben am: 03.05.2011, 15:45
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Zitat Lutz " Änder ich nun den Schwimmerstand kann ich bestimmen wie einfach oder wie schwer Kraftstoff mitgenommen werden kann.."

Das ist so nicht richtig, denn der Kraftstoff wird durch den Unterdruck von unten aus der Schwimmerkammer (die nichts weiter als ein geregeltes Vorratsbehältnis ist) gesaugt. Ist der Schwimmerstand zu hoch, läuft er über, ist er zu niedrig, kann es passieren, es wird mehr Sprit angesaugt, als nachlaufen kann. Aussetzer wegen Spritmangel.

Nach meinem Wissensstand war bei Einführung (und die musste sein!!) der KR51 BVF mit der NKJ-Serie noch nicht so weit. Deswegen hat man fix den 153 umgefrickelt. Sehr wohl im Wissen, dass es nicht das Optimum ist.
Alle alten Simsonmenschen fluchen über diese Gurke. wink.gif

Was den Durchzug des alten Motors angeht (ich fahr selber eine 64er) so muss man sich die Motorcharakteristika oder Kurven des alten und des Nachfolgemodells anschaun.
Die wollten scheinbar mit der KR51 ein Rennschwein laugh.gif , was ja auch gelungen ist. Allerdings auf Kosten Vibration und Drehmoment. Das hat man dann mit der /1 etwas angeglichen.

Ich kanns nur so sagen: meine läuft auf grader Strecke wie Hexe, allerdings denkt man, sie löst sich augenblicklich durch die Vibrationen in Einzelteile auf.
Kommt eine Steigung und man gerät unter eine gewisse Drehzahl ist Schicht im Schacht. wink.gif Das hängt weniger mit dem Vergaser sondern mit der Lastkurve des Motors zusammen.


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Geschrieben am: 03.05.2011, 15:56
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QUOTE
Viele dieser ersten Schwalben wurden ja schon zu DDR-Zeiten auf BVF umgerüstet.


Die NKJ waren auch BVF.
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Cloyd
Geschrieben am: 03.05.2011, 16:44
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Den Schwimmerstand hab ich auf 4,5mm von Schwimmerkammeroberkante eingestellt.
Mit Steigrohr.Das ist laut Schwalbe-Buch die richtige Einstellung für den 153.
Genau wie die Nadelstellung.Die sollte nämlich in der 4. Kerbe von oben hängen.

Lutz, gute Erklärung!Ich habs so zu 80% verstanden.
Mein SR2 muss auch noch mit 1:25 eingefahren werden, aber der ölt nicht nennenswert, obwohl ich ihn 300km mit 60er statt 55er Hauptdüse gefahren bin.

Was ich auch noch sagen muss...auf dem Kolben meines SR2 war nach 100km die erste Ölkohle.Die Schwalbe hat keine Spur davon.
Für mich auch ein Zeichen für ein zu fettes Gemisch.


mfg Toni


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mulchhüpfer
Geschrieben am: 03.05.2011, 16:57
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@blue: ja danke, das war flasch ausgedrückt
@norbert: Habe bei Wikipedia gelesen, dass man die Schwalbe ursprünglich als "schnelles" Kleinkraftrad mit 68 km/h Höchstgeschwindigkeit konzipiert und entsprechend konstruktiv ausgelegt hatte. Daher die Rennschwein-eigenschaften. Man erhoffte sich, dass die Gesetzgebung entsprechend geändert wird. 68 Km/h war den Behörden für ein Kleinroller dann aber doch zu schnell, und nach einigem Verhandeln erreichte man den bekannten 60 km/h - Kompromiss. Da war es dann aber schon zu spät, die Schwalbe optimal an diese Begrenzung anzupassen. Erst mit der /1er wurde der Motor auf die 60 km/h abgestimmt.
Finde es aber witzig, dass man in der DDR teilweise einfach so etwas entwickelte, und dann gutgläubig drauf hoffte, dass sich die Gesetze dem Produkt entsprechend anpassen. (was ja zum Teil auch wirklich geklappt hat). So eine Herangehensweise wäre heute völlig undenkbar ^^


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NorbertE
Geschrieben am: 03.05.2011, 18:36
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Nee, nee, Du, "gutgläubig" war das nicht. Du musst es im Kontext der Zeit und der Gesellschaftsordnung sehn. wink.gif Die "staatlichen Organe" der DDR haben schon zusammengearbeitet usw.

Ungefähr 1953 (das genau Datum kenne ich leider nicht, ich bemühe mich schon eine ganze Weile) hat man in Ost und West die STVZO geändert und aus dem jämmerlichen aber amtlich definierten "Fahrrad mit Hilfsmotor" mit all seinen, dem Fahrrad entsprechenden Gegebenheiten (z.B. Beleuchtung) wurde das "Moped". Das Wort ist übrigens Gewinner eines Preisausschreibens von damals ILO und kommt aus dem Schwedischen. wink.gif Daraufhin legte der Westen so richtig los mit unzähligen Varianten und auch die DDR mit SR1, dann SR2, SR2E.
Damit einher gingen einige Änderungen: mal Geschwindigkeitsobergrenze, mal Gewichtsobergrenze, mal Führerschein, mal nicht usw.
Als der Spatz und das KR50 vom Band lief, war die Vogelserie konstruktiv eigentlich schon so gut wie fertig. Diese Geschwindigkeits- und/oder Gewichtssache störte aber. Man wollte als DDR aber auch "vorne" sein. Deswegen war anfangs 70 km/h als absolute Obergrenze angedacht. Die DDR fährt schneller! laugh.gif (Was ja bis heute stimmt. wink.gif ) Ca. 63 (und auch da fehlt mir die genaue Quelle) hat man es aber "von oben" auf die 60 begrenzt. Ein Kompromiss, klar...nur die Schwalbe 64 war fertig. laugh.gif Und die musste raus, weil man die Schnauze schon eine Weile vollmundig weit aufgerissen hatte. laugh.gif So hängt diese Runde eigentlich zusammen. wink.gif


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