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> Verchromen mit Tifoo-Chromelektrolyt ?
Hebelknecht
Geschrieben am: 14.01.2014, 19:44
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Hallo und Guten Abend an alle !

Da ich grad nen 57er SR2 (den meiner Oma) am aufbauen bin , lese ich seit einiger Zeit dieses Forum „im Hintergrund“ mit .
Habe schon einiges an Tricks und Kniffen kannengelernt .
Und ich denk mal beim „Wiederzusammenschrauben“ werden von mir noch einige Fragen auf Euch zukommen .

Nun hab ich schon die Erste :
Beim Stöbern im Netz bin ich auf ein Chromelektrolyt von Tifoo gestoßen . Hat denn jemand von Euch Erfahrung mit diesem Produkt gemacht ? Ein Video gibs bei der Produktseite auch dazu . Scheint ja wirklich easy zu sein .
Handgalvanisiergerät ist vorhanden .
Da ich noch nen 61er SR2E (den meines Opas) sowie ne S51B hab , gäbe es reichlich Teile zum Verchromen .
Bedanke mich schon mal im Voraus für Eure Antworten !

http://www.tifoo.de/de/shop/galvanik/galva...ektrolyt-detail


LG Remo
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pneubusiness
Geschrieben am: 14.01.2014, 19:49
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Na wenn das nix ist ... laugh.gif thumbsup.gif


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MfG Tino

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essifreak
Geschrieben am: 14.01.2014, 19:58
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Das Zeug, egal von welcher Firma soll nicht viel taugen und an den Chrom von einer Galvanikbude nicht rankommen, das Thema hatten wir hier letztens erst...


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Otto
Geschrieben am: 14.01.2014, 20:41
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Ich kenne das Zeug nicht, kann dazu also auch nichts sagen. Ich habe aber beruflich als Kunde sehr viel mit Oberflächen zu tun. Und kann daher ein Lied davon singen, was da alles schief gehen kann. Eloxierte Flächen, die bei jeder Charge anders aussehen mal mehr mal weniger Glanz, Teile die nach der Oberfläche auf einmal scheckig sind, weil irgendwelche Einschlüsse im Material sich anders beschichten als das Basismaterial. Teile die ausdünnsten und oder kleben, weil nach dem Bad nicht nachverdichtet (Glasperlstrahlen) wurde. Allein aus dem, was ich täglich in meiner beruflichen Praxis erlebe, würde ich sagen, man muss nicht alles selber machen und eine gute Oberfläche hat ihren Preis. Und es hat auch Gründe, warum professionelle industrielle Galvanikbetriebe keinen versifften Kfz-Krempel zum Beschichten annehmen.


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Tillk
Geschrieben am: 14.01.2014, 23:47
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Hallo auch,
hier geht es aber nicht um "Eloxierte Flächen" denke ich,
das Verfahren ist ein völlig Anders.
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NorbertE
Geschrieben am: 15.01.2014, 09:51
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Das "Verchromen" ist ja nur eine letzte Schicht (im my-Bereich) aus ästhetischer Sicht oder zum Korrosionsschutz.
Was dabei gerne vergessen wird, ist die Tatsache, dass die Oberfläche vor dem Chromen (egal nun wie) dem Endergebnis schon vorneweg entsprechen muss. D.h. es muss vorneweg schon glänzen und glatt sein wie ein Judenei. Das Polieren bis dahin und die chemische Reinigung/Entfettung zwischendurch ist ein nicht unerheblicher Aufwand.


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Karl Kraus
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pneubusiness
Geschrieben am: 15.01.2014, 12:18
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Dem ist nichts hinzuzufügen thumbsup.gif


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Rush
Geschrieben am: 15.01.2014, 14:19
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Ich würde sagen...Probier mal und berichte dann thumbsup.gif . Richtig kann ich mir das trotzdem nicht vorstellen .


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Otto
Geschrieben am: 15.01.2014, 20:47
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QUOTE (Tillk @ 14.01.2014, 23:47)
Hallo auch,
hier geht es aber nicht um "Eloxierte Flächen" denke ich,
das Verfahren ist ein völlig Anders.

Natürlich ist Verchromen etwas anderes als Eloxieren. Ich habe auch nur die Fehler als Beispiele genannt. Wenn du ein Beispiel fürs Verchromen brauchst, heute erst wieder eine Charge Kugeln verschrottet weil sich die Chromschicht schon im Anlieferzustand partiell abgelöst hat und die Kupferschicht freigegeben hat. Wenn ich nicht gerade etwas viel um die Ohren hätte und die Dinger nicht bloß 35 Cent das Stück kosten würden, hätte ich auch einen 8D-Report anfordern können, um mal wieder eine Ausrede des Lieferanten (namhafter mittelständischer Hersteller von Wälzkörpern und Kugeltrieben) wg. der Minderqualität zu höher. Wir haben selber eine industrielle "Kleingalvanik" in der Firma und meine eigentliche Aussage sollte sein: So einfach ist es nicht, wie sich das hier manche vorstellen.

Gruß Otto


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Otto
Geschrieben am: 15.01.2014, 21:00
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QUOTE (NorbertE @ 15.01.2014, 09:51)
Das "Verchromen" ist ja nur eine letzte Schicht (im my-Bereich) aus ästhetischer Sicht oder zum Korrosionsschutz.
Was dabei gerne vergessen wird, ist die Tatsache, dass die Oberfläche vor dem Chromen (egal nun wie) dem Endergebnis schon vorneweg entsprechen muss. D.h. es muss vorneweg schon glänzen und glatt sein wie ein Judenei. Das Polieren bis dahin und die chemische Reinigung/Entfettung zwischendurch ist ein nicht unerheblicher Aufwand.

Nein. Die Chromschicht glättet auch die Substratoberfläche, darum werden z.B. Wälzkörper verchromt. Und neben dem "Schmuckchrom" wird haupsächlich verchromt um Oberflächen hart und abriebfest zu machen. So hat z.B. das Hartverchromen der Rohre die deutsche Front um einige Monate stabilisiert, weil dadurch die Standzeit um das ca. 1,5 erhöht wurde. Leider oder Gott sei Dank, jenachdem auf welcher Seite der Kanone man stand, waren die Chromvorräte des Reichs begrenzt.


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NorbertE
Geschrieben am: 16.01.2014, 00:14
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Gut. Dann erklär mir bitte mal, warum man solche speziellen Teile wie die Lagersitze der KW oder die Pedalwelle nicht verchromt sondern "nur" oberflächengehärtet hat, dafür aber z.B. den Lenker. Der wird ja wohl eher für eine 8.8 PAK ungeeignet sein. wink.gif


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hsllacky
Geschrieben am: 16.01.2014, 12:05
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Also mir gefällt die Sache, gerade für unsere Zwecke. Man muß ja keinen Auspuff zuhause verchromen oder eine Mercedes-SL-Stoßstange.
Aber grade die vielen Kleinteile, Schrauben, Bolzen, Muttern, Blechle etc.
Bei einer Schraube brauch ich ja keinen Hochglanz, die soll einfach bissel schön aussehen und nicht nach 3 Tagen wieder rosten.
Das Video sah irgentwie kinderleicht aus, heut ist aber nich zufällig der 1.April? _uhm.gif


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Gruß Ronny

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NorbertE
Geschrieben am: 16.01.2014, 17:36
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Nein, Ronny, ist kein Aprilscherz. wink.gif

Nennt sich Tampongalvanik. Im Gegenatz zur Badgalvanik, die ebenfalls elektrolytisch funktioniert.
Man legt an das zu behandelnde Stück Minus einer Gleichspannung an. Zu sehen im Video an der Krokodilklemme. Dann hat man einen metallischen "Griffel" mit vorne einem saugfähigem Material (Schaumstoff, Baumwolle, etc.) an dem Plus der Gleichspannung liegt. Diesen nun saugfähigen Griffel taucht man in das betreffende Elektrolyt (es geht auch versilbern, vergolden....) und hält es/bestreicht das zu behandelnde Material. Durch den Stromfluss von + nach - wird aus dem Elektrolyt das darin befindliche Metall (in dem Fall Chrom) "mitgenommen" und haftet an der Oberfläche des Werkstückes. Je länger man es bestreicht, um so dicker wird die Schicht.
Auch da gilt, je besser die Oberfläche vorneweg, um so besser das Ergebnis hinterher, da eine Politur nachher nicht möglich ist (Schichtdicke).
Die Spannung dazu bewegt sich zwischen 5 und 10 Volt Gleichspannung. Geglättete Gleichspannung!! Man bekommt es mit einer stino 6V-Mopedbatterie auch hin, da sich der Strom in Grenzen hält. Es muss also kein Labornetzteil sein. Als Griffel kann man einen kräftigen Nagel nehmen, um den man vorne Watte wickelt. Man benötigt also nur das entsprechende Elektrolyt.


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Hebelknecht
Geschrieben am: 16.01.2014, 18:46
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hsllacky Geschrieben am: 16.01.2014, 12:05

Aber grade die vielen Kleinteile, Schrauben, Bolzen, Muttern, Blechle etc.
Bei einer Schraube brauch ich ja keinen Hochglanz, die soll einfach bissel schön aussehen und nicht nach 3 Tagen wieder rosten.


Endlich jemand der verstanden hat , worums mir geht . Nämlich um die Kleinteile "aufzuhübschen". Das große Zeugs wie z.B. Lenker kann man neu kaufen . Es geht um die kleinen Teile wie Pedaleinzelteile , Schellen , Schrauben , Klingel ...


LG Remo
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Tillk
Geschrieben am: 16.01.2014, 20:22
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In meiner nebulösen Erinnerung meine ich zu wissen das aber für eine
haltbare Chromschicht eine gut tragbare Kupferschicht Voraussetzung ist.
Das nannte sich dann auch irgendwie "hartverchromen".

Es wäre also fast denkbar das diese elektrolytische Chromschicht entweder
nicht gut oder nicht lange haltbar sein kann.

Das vergolden nach dieser Methode praktiziere ich schon eine Weile mit
Kontakten von Relais, es geht, ist aber nicht die Wucht in Tüten.

Einen Versuch ist es aber für Kleinteile die nicht ständig begrapscht werden
sicher Wert.
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