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> Motordichtheit prüfen, Simmerringe defekt?
chrumi
Geschrieben am: 27.05.2020, 20:06
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Ich möchte euch hier mal ein super Tool vorstellen, was ich mir mal selbst ausgedacht und gebaut habe. Es dient dazu den Motor abzudrücken um festzustellen ob die Simmerringe noch ok sind. Ebenso lässt sich feststellen ob die Zylinderfussdichtung, die Abdichtung des Zylinderkopfes und der Zündkerze in Takt sind.

Zur Beschreibung der einzelnen Teile:
1. Flacheisen 55x40x5mm Bohrungsabstände gleich dem Vergaserflansch, Durchm. siehe Bild
2. Gummischeibe Bohrungen gleich dem Flacheisen, Schnitt gleich dem Vergaserflansch
3. Ventilstück mit Ventil aus einem alten Mopedschlauch
4. Mutter zum Ventilstück
5. Blechscheibe
6. Gummischeibe
7. Krümmermutter

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Gruß Mike

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chrumi
Geschrieben am: 27.05.2020, 20:08
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Zum Prüfaufbau.
Krümmer und Vergaser abbauen, Zündkerze bleibt drin. Kolben auf OT drehen.
Das Flanschstück an den Vergaserflansch und den Blinddeckel auf den Krümmeranschluss des Zylinders schrauben.
Den Druckregler am Kompressor auf 2 Bar begrenzen. Mit einer normalen Reifenfüllpistole vorsichtig Druck draufgeben und beobachten ob und wo es zischt.
Beim Motor M5XX kann es vorkommen dass die Simmerringe rausgedrückt werden. Sollte das passieren haben diese sowieso nicht fest genug drin gesessen.
Hat man 2 Bar drauf gegeben sollte der Druck nur langsam entweichen und 0,5 bis 1 Bar nach mindestens 10 sek nicht unterschritten haben. Dann ist alles ok.
Mit der Zeit bekommt man ein Gespür dafür den Motorzustand zu beurteilen.
Die Fehlersuche wegen Nebenluft geht mit diesem Tool, wenn man es einmal hat, super schnell und echt easy.

So jetzt viel Spass beim nachbauen.

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chrumi
Geschrieben am: 27.05.2020, 20:10
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Und noch eins von der anderen Seite.

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chrumi
Geschrieben am: 31.05.2020, 23:43
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Hier nochmal im verbauten Zustand am frisch regeneriertem Motor.
Druckabfall von 2 Bar auf 0,5 Bar ca. 1,5 Minuten.

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ddr-driver
Geschrieben am: 02.06.2020, 11:55
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Danke für die Vorstellung. thumbsup.gif

So ein Werkzeug ist wirklich hilfreich und recht schnell gebaut.


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Freak
Geschrieben am: 03.06.2020, 07:56
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Die Idee ist nachahmungswert.
Aber dennoch muss ich mal ganz doof fragen.... Wo geht der normale Druckverlust hin? Wenn ich nicht völlig falsch liege, sollte der Motor doch nicht so schnell den Druck wieder verlieren.

Das Kurbelgehäuse sollte ja wirklich absolut dicht sein. Und der Brennraum ja eigtl auch. Ich könnte mir jetzt nur die "Kopfdichtung" und deine verschlossenen Öffnungen als Undichte Stelle vorstellen.

Aber das wiederum macht m.M.n. das Unterscheiden zwischen "guten Druckverlust" und "bösen Druckverlust" z. B. im Kurbelgehäuse nicht so einfach.


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Mfg Philipp alias Freak

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chrumi
Geschrieben am: 03.06.2020, 11:53
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Die Wellendichtringe liegen nur mit einer dünnen Lippe auf der Welle auf, da drückt es langsam durch.
Sind die Wellendichtringe hart oder verschlissen, presst die Lippe nicht mehr mit der Kraft eines neuen auf die Welle. Desweiteren sind Papierdichtungen und Planflächen zur Abdichtung vorhanden, da geht auch immer etwas Druck verloren. Pfeift die Luft nur so durch den Motor durch, ist es wohl eindeutig.
Sinkt der Druck langsam wie beschrieben ist alles ok.
Es ist eine frage wie schnell der Motor den druck abbaut. Im Fahrbetrieb ist ein langsamer Verlust nicht relevant.
Wie gesagt, man bekommt dafür mit der Zeit ein Gespür. thumbsup.gif


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ddr-driver
Geschrieben am: 03.06.2020, 11:56
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Ich denke auch an den Gummidichtungen der Vorrichtung wird ein wenig Luft entweichen. Aber das macht ja wie gesagt nichts.


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chrumi
Geschrieben am: 03.06.2020, 21:53
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Ja 100% dicht bekommt man es nicht. Aber es reicht aus um Nebenluftlecks zu lokalisieren.
Mich würde mal interessieren, wie viel Bar im Kurbelgehäuse maximal anstehen können. Ich kann das leider nirgends finden. Es ist jedenfalls Drehzahlabhängig denke ich mal.


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ddr-driver
Geschrieben am: 04.06.2020, 11:31
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Das kann sicherlich errechnet werden. Ich denke nicht, dass es Drehzahlabhängig ist, denn die Verdichtung bzw. die Vorverdichtung sollte immer gleich bleiben.


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chrumi
Geschrieben am: 05.06.2020, 02:00
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Da es sich um ein schwingendes System handelt, kann ich mir vorstellen das die Drücke doch variieren zumal der Füllungsgrad bei steigender Drehzahl abnimmt. Aber das liegt zum Teil auch an der Trägheit des Gases.
Wie dem auch sei mir geht es um die Druckspitzen im Fahrbetrieb. Da diese bei warmen Motor die Wellendichtringe doch leichter raus blasen können.


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