Erschütterndes Interview Margot Honeckers
| NorbertE |
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Ooch, jetzt reibt Ihr Euch wieder an Dem.  Einige denken, der ist da tot und verbrannt mitsamt der Eva, Einige denken, den haben sie verjüngt und er lebt noch in Neuschwabenland. Ich kann Euch sagen: Er war erst vorhin bei mir und ich soll Euch sagen: "Jeverr ist viel zu herrb. Keine teutsche Leberr kann dieses Gesöff verrdaun. Das ist absolut unarisch"  Ich habe ihm gesagt, dass auch das "totale Sieb" da nichts nützt und er meinte nur, das er der "Rührer" wäre. So zog er denn mit seiner Flugscheibe von hinnen. Vor Schreck hab ich natürlich vergessen, das Alles zu knipsen. Jetzt frag ich aber mal in die Runde, Alle, den Hisi, den Taxi-driver Axel, den Sizilianer-Raffi: wessen Staatsbürger seit Ihr denn eigentlich?  die Ossies DDR-Bürger? Ist ja wohl Geschichte. Die"Wessis" sind "BRD-Bürger"? Die "Ossis" wohl demnach auch. Das steht ja im Perso. Man ist "deutsch". Raffi, Du auch? Wenn man denn als Staatsbürger "deutsch" sowieso ist, wieso gibt es einen Antrag auf Ausstellung eines Staatsangehörigkeitsausweises? (Siehe Foto) Um vermeintlich "rechten" Tuns vorab zu begegenen: Ich habe einen Erbfall in Tschechien. Ich habe einen aktuellen Pass, eine Ausweis, meine Geburtsurkunde ...ich bin "deutsch", wie ich deutscher nicht sein könnte. Müsste man meinen... Die Tschechen sehn das anders. Es muss jetzt erst mal geklärt werden/festgestellt werden, wessen "Staatsbürger" ich denn nun bin. Da meine Eltern (geb. 20/21 ) Sudetendeutsche waren, 36 mit ihrem Besitztum "heim ins Reich" kamen, 46 der Vertreibung anheim vielen und Alles aufgeben mussten, in Ostsachsen eine "Heimat" fanden und ich 57 das Licht dieser Welt erblickte, ist diese Frage natürlich berechtigt. Ich frage mich jetzt voller Sorge: Bin ich Deutscher, bin ich am Ende gar ein Tscheche. Was für eine Staatsbürgerschaft habe ich? Vor 36 waren meine Eltern Staatsangehörige von "K&K", dann waren sie Staatsangehörige des "Deutschen Reiches". Am Ende bin ich gar ein Österreicher? Die nächste Frage: Jeder hat einen Personalausweis, viele haben einen Pass, manche haben eine Fahrerlaubnis. Es ist also dokumentiert, wer man ist. Wieso brauche ich also einen "Staatsangehörigkeitsausweis"? Der Hit ist zudem noch der: Die Runde kostet 25 Eus und gilt (nur in Sachsen) 5 Jahre. Sonst wohl 10 Jahre. Ich werde es beantragen und auch bezahlen. Sind die 5 Jahre rum, weiss ich wieder nicht, wer ich bin...
Angefügtes Bild

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| Ricardo |
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Ich muss jetzt mal meinen Senf dazu geben. *Glasauf* Norbert, Hisi eure Beiträge, egal zu welchem Thema, sind einfach Göttlich und versüßen mir jedes mal aufs neue den Feierabend. Vielen Dank *Verneig* *Glaszu* MfG Richard
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Mit freundlichen Grüßen Richard!! ACHTUNG !! Ich bin Legastheniker und Autist !! Bitte Textprobleme Meinerseits zu Verstehen !! DANKE !! Meine Mopeds: S50 B1 Bj. 1977 "Charlyn" S51 C Bj. 1985 "Kerry" Zündapp C50 Sport Bj. 1970 "Zündi" "Als Hirte erlaube mir, zu dienen, mein Vater Dir. Deine Macht reichst Du uns durch Deine Hand, diese verbindet uns wie ein heiliges Band. Wir waten durch ein Meer von Blut, gib uns dafür Kraft und Mut. In nomine Patris et Filii et Spiritus Sancti." http://www.thewalkingdeadsurvivalinstinct.com/
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| enrico-82 |
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Norbert - wir hatten diese Galama bei unserer Hochzeit. Ich hoffe jetzt für dich du hast den DDR Reisepass oder Ausweis noch, denn dies ist das einzige Dokument in deinem Leben das beweist, dass du Deutscher bist. (Nachtrag in deinem bisherigen Leben) Wir durften uns von unserem Standesbeamten darüber einen ellenlangen Vortrag anhören, dass der Deutsche in der BRD wegen seinen schlechten Gewissen nach dem Kriege aufgehört hat die Staatsbürgerschaft in den Ausweispapieren nachzuprüfen. Es wurde also einfach vermutet der gibt Deutsch an - sieht nicht aus wie ein Inder oder Chinese und muss damit deutsch sein. Die DDR hat diese wichtige Eintragung (wichtig fürs Heiraten und fürs andere Gerichtbarkeiten) weiterhin durchgezogen und die Abstammung überprüft. Das lustige ist er hat sich offen darüber beschwert wieso man einfach dieses wichtige Dokument nach der politischen Wende vernichtet hat. Und frug ob unsere Eltern dies noch hätten, da es Arbeit sparen würde (natürlich nicht  ) Beurteilt wurde unsere Staatsangehörigkeit dann nach dem oben genannten Verfahren ohne genaue Prüfung, da er davon ausging die Geburtsurkunde der DDR wäre dan auch anderls lautend. Die haben wohl schon Heiratsurkunden "stornieren" müssen, weil der Herr (oder die Frau) plötzlich doch "Ausländer" war und nicht nach seinem geltenden Recht verheiratet wurde. So die Ausführungen zu dem Thema. Meine Quelle geb ich gern bekannt wenn du mal mit Ihm sprechen willst. ----------------- Gedankensprung: Taxifahrender ich geb Dir Recht auf eine Stufe kann und darf man Beide nichts stellen. ------------------ Gedankensprung und Nachtrag: Wie kommt man eigentlich von Margot und Mauer auf Wolf und dann auf die Staatsangehörigkeit und Heiraten? Das gibts auch nur hier
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| Raphael |
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| QUOTE (NorbertE @ 19.04.2012, 00:45) |
Jetzt frag ich aber mal in die Runde, Alle, den Hisi, den Taxi-driver Axel, den Sizilianer-Raffi: wessen Staatsbürger seit Ihr denn eigentlich? die Ossies DDR-Bürger? Ist ja wohl Geschichte. Die"Wessis" sind "BRD-Bürger"? Die "Ossis" wohl demnach auch.
Das steht ja im Perso. Man ist "deutsch". Raffi, Du auch?
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Laut meinen Ausweisen war ich die ersten sechs Jahre meines Lebens erstmal Italiener , ab da wegen Einbürgerung meines Vaters als Antragsteller Deutscher . T-dings , Diktaturen bzw. dessen Anführer sind durchaus auf eine Stufe zu setzen : Sie alle sind "gleicher" als alle anderen , sie arbeiten nicht , sondern sie geben Befehle . Sie sind Schmarotzer an ihrem eigenen Staat , egal welche Fahne sie vor sich her tragen , und in der Regel gehen sie über Leichen ... Ich sehe das ganz Ost/West-frei , ich zähle auch manchen heutigen Politiker in diese Kaste . Zum Thema "Die Honeckers" : Ich lese gerade eine Biografie über Erich Honecker , und je mehr ich lese über den Knaben und seine Mischpoche , desto mehr komme ich zu der Meinung , dass der einen Schuss hatte , und zwar immer schon ! Norbert , den Sizilianer nehme ich dir krumm ... Unsere Leute kommen aus den Abruzzen , sind noch nichteinmal Römisch-stämmig , sondern Samnitisch . Gruss, Raffi
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" Es wird Tote geben." Dieser Schreibfehler in der Einladungskarte führte dazu , daß auf der Feier zu meinem 8. Geburtstag niemand kam.
Da erzähle ich meinem Psychologen meine Lebensgeschichte , und der Arsch sagt nur :"Boah, krasser Scheiss , ey !"
"Ich glaube, Gefahren warten nur auf jene, die nicht auf das Leben reagieren."
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| NorbertE |
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Raffi, den Sizilianer nehm ich zurück. Enno, ich hab noch Alles. Auch von meinen Eltern. Es sollte also nicht das Problem sein. Ich habe dazu bissel im I-Net gekuckt und bin auf Verwirrendes gestossen. Man macht ein fürchterliches Gewese nicht etwa um die Nationalität "deutsch", sondern um die Staatsangehörigkeit. Enno, wenn Du diesen "Staatsangehörigkeitsausweis" hast, was steht da drauf? Steht da auch nur "deutsch" oder steht da richtig "Staatsbürger der BRD" oder sonstwas?  Das würde mich sehr intressieren.
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| enrico-82 |
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Hi Norbert, wir konnten den Quatsch umgehen in dem wir Ihm (sein Sohn studierte in Freiberg - und er kannte unsere Ecke sehr gut) die Geburtsurkunden gaben und er dort auch gelesen hat was er wollte. Also hat er einfach beschlossen Fünfe gerade sein zu lassen. Er sagte aber das es Probleme gibt wenn wir doch nicht "Deusche" sind. Er gung jedoch davon aus , wenn in der Geb.-urkunde beide Eltern nun benannt sind (muss überlegen ob da auch die Staatszugehörigkeit stand) dann ist es so korrekt. Man muss auch sagen das unser 15 Minuten Termin sich auf knappe 2 Stunden ausgedehn hat. Schau mal hier ist es nochmal etwas genauer mit Beispiel: StaatsangehörigkeitsnachweisNachtrag - wir haben auch noch alles von meiner Oma (väterlicher Seits an) Das Braune Buch mit Adler wurde sogar noch in der DDR benutzt (mein Vater ist ja 58 geboren). Unteranderem konnte man wohl sagen wir waren damals (glücklicherweise) "rein". Aber auch sehr interessante Zeitdokumente was da alles bei ist - das Regelheft der Teuschen Frau und Mutter
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| NorbertE |
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Enno, danke für den link. Auf das Naheliegendste kommt man mitunter recht spät. Auf dem Bild von dem 25-Euro-Ding steht "ist deutscher Staatsangehöriger" Welcher deutsche Staat? Der BRD? Dann hätte mans ja hinschreiben können.. Es scheint speziell zum Status "Deutschland" als Staat wirklich ein paar Ungereimtheiten zu geben. In meinen DDR-Sachen (Ausweis, Pass) steht weder eine Nationalität noch eine Staatsangehörigkeit. In den jetzigen Papieren steht (wie bei Euch allen) nur die Nationalität "deutsch". Keine Staatszugehörigkeit! Warum? Schaut man in einen österreichischen Pass, steht dort "Österreich" drin. Ein französisches Dokument weisst aus "France" usw. Wenn, nur als Beispiel, ich mit der Nationalität "deutsch" mir die französische Staatsbürgerschaft "beschaffe", bekomme ich einen Ausweis mit "France". Deswegen bleibe ich von der Nationalität her immer noch Deutscher. Es gibt, wie schon geschrieben dort heisse Diskussionen um die Frage "deutscher Staat". Die Einen meinen, da es keinen Friedensvertrag nach 45 gibt, es besteht das "Deutsche Reich" weiter, die BRD als Staat hat es nie gegeben und wenn doch, hat sie sich aufgelöst. Wir sind nach wie vor "besetztes Gebiet". Die BRD ist eine Firma und wir alle sind "Personal". Die anderen meinen, die BRD hat die Rechtsnachfolge des Deutschen Reiches übernommen. Nur der Name ist geändert worden. Ist sozusagen souverän. Es hat im übrigen keinerlei praktischen Wert, denn ich bin ja z.B. mit meinem neuen Pass problemlos nach Israel geflogen. Es ist eher eine theoretische Frage: Wer oder was ist dieser "deutsche Staat", dessen Zugehörigkeit ich erst beantragen muss? Ganz so theoretisch in meinem Fall auch wieder nicht, denn sonst hätten die Tschechen meinen Pass, Ausweis usw. ja akzeptiert. Nein, sie wollen diese Urkunde. Etwas verschmitzt erklärte uns (meine Schwester und ich) der tschechische Beamte, dass man auf Grund unserer Ausweise, Pässe, Geb.-Urkunden "vermuten könne", wir seien Deutsche. Sicher glauben kann er es erst mit Vorlage dieser Urkunde. Die Runde wird noch recht intressant. Ich hab es schon mal mit den Sparbüchern meiner Eltern durch.
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| T138 25419 |
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Zitat NorbertE
| QUOTE | Jetzt frag ich aber mal in die Runde, Alle, den Hisi, den Taxi-driver Axel, den Sizilianer-Raffi: wessen Staatsbürger seit Ihr denn eigentlich? die Ossies DDR-Bürger? Ist ja wohl Geschichte. Die"Wessis" sind "BRD-Bürger"? Die "Ossis" wohl demnach auch.
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In erster Linie bin ich ein Deutscher. Das war ich auch schon zu DDR-Zeiten in erster Linie. Als 2. bin ich DDR-Bürger,fühlte mich als DDR-Bürger damals noch mehr Gesammtdeutschland zugehörig als heute....obwohl ich es heute auf dem Papier bin. Die Westdeutschen Großstädte mit den riesigen Ausländeranteilen die die deutsche Kultur verfremden sind mir unangenehm. Also ein DDR-Deutscher der auf dem Papier nun ein Bundesdeutscher ist......eigenartig....hatte mit der Bundesrepublik nie viel zu tun und soll nun Bundesdeutscher sein??? Hmmm!!!....na ja...Papier ist geduldig! Aber die BRD wie damals als wir noch flackerndes Westfernsehen sahen ....der Intershop eine andere Welt darstellte gibts nun auch nicht mehr so. Man kann das nicht 1:1 vergleichen....damals die besetzten Teile Deutschlands die der kalte Krieg aufgezwungen wurde und heute ein wiedervereinigtes Deutschland in einer freien Marktwirtschaft in einer globalisierten Welt in der mehr und mehr die Asiaten den Ton angeben. Also ein deutscher gelernter DDR-Bürger mit bundesdeutschen Papieren!....Tja...so wohl???
| QUOTE | T-dings , Diktaturen bzw. dessen Anführer sind durchaus auf eine Stufe zu setzen : Sie alle sind "gleicher" als alle anderen , sie arbeiten nicht , sondern sie geben Befehle .
Sie sind Schmarotzer an ihrem eigenen Staat , egal welche Fahne sie vor sich her tragen , und in der Regel gehen sie über Leichen ...
Ich sehe das ganz Ost/West-frei , ich zähle auch manchen heutigen Politiker in diese Kaste .
Gruss, Raffi |
"Sie arbeiten nicht sondern geben befehle!" Ist ja interessant! Ich könnte dir haufenweise Leute in dem Staat aufzählen die nicht arbeiten sondern "Befehle" geben.....hauptsächlich aus der Wirtschaft. Die aus der Politik kaspern größten Teil nur rum!
Das Thema Schmarotzer möchte ich in dem Staat überhaupt nicht aufgreifen......da käme mir der Kaffee von gestern hoch! Was sind denn das für Leute die sich selber Hunderttausende und Millionen gönnen für ihr Tagwerk und sich an anderer Tagwerk bereichern.......ihre Arbeiter zum aufstockenden Hartz4 schicken.....ein Bruchteil des Tariflohnes als Leiharbeiter zahlen oder nur über Subventionen einstellen. Davon gibts ja hier wohl mehr als genug! Gabs solche auch so viel und in der Qualität in der DDR???? Und wer Wandlitz nach der Wende gesehen hat,der sah,daß da nichts von Reichtum und Prunk war! Für ihre Unfreiheit hinter 3 Mauern immer bewacht hatten sie paar Bananen mehr und auch paar Westartikel und vielleicht schneller einen Farbfernseher als der DDR-Bürger draußen..........aber einige Westsachen hatten wir auch....konnten uns dazu aber noch innerhalb der "großen Mauer" frei bewegen!
Aber im letzten Satz dämmert doch die Erkenntnis durch.......ich sage nur Schröder-Hartz4-und Gasprom!
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Gruß Axel
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| Raphael |
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Dem unteren Teil deines Beitrages stimme ich absolut zu , bis auf die Wandlitzgeschichte . Die Privilegien der DDR-Obrigkeit gingen weit über ein paar Westartikel hinaus , und das weisst du genauso gut wie ich . Das ging bei Honecker schon in den frühen 50ern los mit Staatskarossen vom "Roten Bruder" . Und das ist ja nur die Spitze des Eisberges . Entspricht ja nun nicht ansatzweise dem Kommunistischen Grundsatzgedanken , und genau das ist es ja : Diese Verlogenheit . Und eben das hat hier im Westen dazu geführt , dass man die DDR als Staat nicht wirklich für vollgenommen hat , um mal Norberts Frage zu beantworten , wie der Westen über sowas dachte . Es ging da nicht um die Bürger der DDR , es ging einfach um die Politiker , das martialische Säbelgeklapper auf Paraden , die FDJ (erinnerte doch manch einen ollen Wessi stark an die HJ) ... Du schriebest : "Die Westdeutschen Großstädte mit den riesigen Ausländeranteilen die die deutsche Kultur verfremden sind mir unangenehm." Sieht das denn so lange nach der Wende im Osten Deutschlands anders aus ? Ich war mal in Leipzig , da fielen mir die vielen Vietnamesen/Asiaten auf . Kann natürlich sein dass ich da gerade in die richtige Ecke geraten bin ... Gruss, Raphael
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| domspatz |
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| QUOTE (T138 25419 @ 19.04.2012, 21:06) | In erster Linie bin ich ein Deutscher. |
Kannst du das auch bis ins Jahr 1800 bzw 1750 Nachweisen? Raffi, der Vietkong war schon zu DDR Zeiten hier vertreten und hat sich auch festgesetzt. Waren mal unsere Freunde (lang ist her) und wenn Honeckers Plan aufgegangen wäre, hätte die DDR die Unabhängigkeit vom Klassenfeind in Sachen import von Kaffee erreicht.
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| NorbertE |
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Raffi, ich dachte es mir bez. der Einschätzung der "Westdeutschen" von damals zu den Ossi schon so.  Man kann einen Dachdecker (liebe Dachdecker, bitte nicht missverstehn!  ) nicht einfach auf die grosse Weltbühne schicken. Es ist so, als wollte ich heute eine Bank gründen. Lächerlich. Spatzilein: Ist lustig, dass Du diese Kaffeegeschichte (die tatsächlich der Wahrheit entspricht!) anführst. Vietnam reibt sich heute die Hände. Aber warum soll man den "Deutschen" solange zurück nachweisen können? Weil Du es kannst? Da hätte ich wohl Schwierigkeiten, denn meine Großeltern stammen aus K&K. Geh ich noch weiter zurück, hat am Ende irgendein Eskimo die Finger noch mit drin.  Oder gar ein Araber. Ich "muss" ja nun meine Staatsangehörigkeit nachweisen. Nicht die Nationalität. Und da stellen sich eben die Fragen. Nach der Urkunde habe ich dann für 5 Jahre die "deutsche Staatsbürgerschaft". Und dann? Oder jetzt? Welchen "deutschen Staat" meinen die? Die BRD? Dann könnte man es hinschreiben: Du hast die Staatangehörigkeit der Bundesrepublik Deutschland. Fertig, Diskussion Ende. Nö, macht man nicht. Warum? Es scheint auf Grund der geschichtlichen Entwicklung der letzten 120 Jahre (grob übern Daumen) scheinbar doch nicht so einfach zu sein. Denn: wenn es einfach und definiert wäre, könnte man es sagen, schreiben und fertig. Ich frag mich einfach, wer denn nun "mein Staat" ist. Rein theoretisch, sagte ich ja schon. BRD-Staatsangehöriger scheine ich ja nicht zu sein. Vor 90 war ich DDR-Staatsangehöriger, was aber so auch nirgends steht. Bin und war ich am Ende "staatenlos"?
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| Raphael |
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| QUOTE (NorbertE @ 20.04.2012, 13:53) | Raffi, ich dachte es mir bez. der Einschätzung der "Westdeutschen" von damals zu den Ossi schon so. 
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Ich möchte nochmal betonen , dass es da nicht um den normalen DDR-Bürger ging , aber die ganze SED-Apparatur wurde hier so eingeschätzt (soweit ich das durch viele Gespräche beurteilen kann) . Man denke in diesem Zusammenhang an solche Aktionen wie den (geplanten) Marsch auf (West-)Berlin der FDJ , usw... Besonders unsympathisch war diese Stalin-Hörigkeit , dabei hätte der Erich ja aus eigener Anschauung in der Sowjetunion lernen können , dass da auch nicht alles Gold war was glänzte . Aber so weit , wie es gerne durch die Propaganda vorgegaukelt wurde , sind die beiden "Deutschlands" nun auch nicht auseiandergedriftet , so richtig los voneinander sind sie (Gott-sei-Dank) ja nie gekommen ... Naja , sind alles so Sachen , und ja nun auch lange her .
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| NorbertE |
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Spatz, Du meinst bez. des Ariernachweises bestimmt 1848/49. Die deutsche Revolution. Man musste ab 34, um als "Deutscher" zu gelten (denn erst da hat man die Staatszugehörigkeit von der Kleinstaaterei (z.B. Thüringen, Sachen, etc) in "Deutsches Reich" geändert, im Zweifelsfall diesen Ariernachweis erbringen. Da spielte aber nicht nur der Stammbaum bis 1848 eine Rolle, sondern auch der Wuchs, die Schädelform usw. So kenn ich es zumindest. Natürlich nicht am eignen Leibe.  Obwohl: ich hab den "Arierknochen" am Hinterkopf. Es gibt grade im I-Net mitunter seltsame Ansichten. Es kann sich ja jeder Hobby-Historiker, "Reichsbürger" usw. dazu äussern und seine Thesen vertreten. Eine "belegbare", nachvollziehbare Definition der heutigen "deutschen Staatsbürgerschaft" oder eben "des deutschen Staates" habe ich bisher nicht gefunden. Im Gegenteil: Alle eiern nur rum, ausser seitenlangen Erklärungsversuchen kommt nichts. Es wäre doch recht einfach: Wenn das alles "sauber", "koscher" ist, könnte doch die Bundesrepublik Deutschland sagen: "Ihr, mein Volk, seid Staatsangehörige der Bundesrepublik Deutschland." Machen sie nicht.... Selbst eine (gute Bekannte) Staatsanwältin, die es ja eigentlich wissen müsste!, antwortete auf meine Frage "oh, heisses Eisen, vergiss es, zu kompliziert "  Und da heb ich die Hände zum Himmel und frage mich: Jedem Franzosen, Schweizer, Österreicher, Italiener usw. sagt sein "Staat", wessen "Staatsangehöriger" er ist. Nur in D scheint das nicht zu gehn... Raffi: ich hab das schon richtig verstanden.
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