Was macht ihr gerade ?, Werkstattbericht !
| Zelofano18 |
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Kann mir einer von euch sagen, warum manche Simsons lackmäßig ausbleichen? Am häufigsten sieht man das beim Star, Habicht oder auch der olivgrünen KR51/1 S. Wie kommt das?  Schlechte Lackierung? Gruß Vincent
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| docralle |
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Farbe ist nicht alles, wenn das Möp viel in der Sonne steht?
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Geduld ist etwas, was einem weiterbringt. 1986-2016 Der Roller wird 30Mein Fuhrpark: SR 50 CE (neues Projekt)Meine 51er 1 Mifa Universal (510); 1 Mifa Klappi (904) und 2 schöne Diamantfahräder.... Gruß Ralle
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| Raphael |
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Das hat was mit Farbpigmenten im Rot zu tun , die nicht stabil sind . Ich habe da mal einen Text zu gelesen , da wurde das wissenschaftlich erklärt . Das fiel mir früher in Italien extrem auf , praktisch alle roten Laternenparker waren davon betroffen .
Gruss, Raffi
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" Es wird Tote geben." Dieser Schreibfehler in der Einladungskarte führte dazu , daß auf der Feier zu meinem 8. Geburtstag niemand kam.
Da erzähle ich meinem Psychologen meine Lebensgeschichte , und der Arsch sagt nur :"Boah, krasser Scheiss , ey !"
"Ich glaube, Gefahren warten nur auf jene, die nicht auf das Leben reagieren."
M.Gorbatschow altearmee.org
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| Otto |
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| QUOTE (SimsonSammler1234 @ 21.02.2016, 11:32) | Das eigentliche Hauptproblem bei den Farben war zum einen die Qualität, Zweitens waren die Farben nicht UV beständig, weshalb Sie teilweise so ausgeblichen sind. Ein Faktor war auch noch, dass in den 70ern kein Klarlack mehr verwendet wurde.
Grüße Jörg |
Hallo Jörg,
ich glaube, dass Problem trat weniger in den 70gern als viel mehr in den frühen 90gern auf. Zu diesem Zeitpunkt wurde von den bekannten Acryllacken, mit denen man jahrzehnte lange Erfahrung in Zusammensetzung und Verarbeitung hatte, auf die damals neuen Wasserfarben umgestellt. Diese waren sicher auch nach damaligem bestem Wissen und Gewissen getestet und freigegeben, aber man kann halt nicht alles in Klimakammern und Alterungstests simulieren. Solche Probleme sind ganz typisch beim Wechsel von einer Technologie auf eine vollkommen andere. Man beginnt die Lernkurve halt wieder ganz von vorne. Wenn dann noch Druck von oben dazukommt und vermeintlich sinnlose Tests weggelassen werden, passiert genau sowas. Heute, nachdem man mittlerweile 25 Jahre Erfahrung in wasserbasierten Lacken hat, kommen solche Probleme nicht mehr vor.
In der DDR wurde ja auch ständig im BV nach Einsparungen und vermeintlichen Verbesserungen gesucht. Kann mir gut vorstellen, dass da auch immer irgendwie an der Lackzusammensetzung rumgespielt wurde oder teuere und schwer zu beschaffende Komponenten immer auf Kante zugegeben wurden. Metallteile wurde zur Materaleinsparung ja auch nicht in Toleranzmitte gefertig, sondern am unteren Abmaß. Die Zeiten waren halt so, wobei man vieles davon unter anderem Namen heute wieder von technisch weniger begabten Chefs zu höhern kriegt...
Ich schätze ein Lackierer kann speziell dazu mehr schreiben.
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Mein Fuhrpark Twingo C06 Bj 1998 zurzeit mal wieder abgemeldet und in Schweißkur Twingo C06 Bj. 2006 als temporären Ersatz - ach am Ende bleiben sie alle... http://www.twingotuningforum.de/thread-38712.htmlSaab 9-3 bj. 1999 abgemeldet seit 03/2022 C4 Grand Picasso von 2011 (Auto von meiner Frau, VTi120) Trabant 601 Bj 1989 (lange nicht mehr bewegt...) Ninja ZX6R Bj 1998 (als Neufahrzeug gekauft und dabei geblieben, soll eine rollende Restauration werden, derzeit 160.100km auf der Uhr) SR2E Bj 1962 (seitdem in Familienbesitz, Überholung läuft) Pegasus KM30 Bj 1994 (als Alltags und Reiserad, rollende Restauration, geschätzt 80.000km gelaufen, eine MIFA-Marke????) Giant Terrago Bj 1999 (Mountainbike geschätzt 50.000 km gelaufen) MIFA Klappie Bj 1972 (restauriert) Diamant 35154 Schwanenhals (Projekt für irgendwann) DKW RT100 Bj. 1938 (wird immer noch restauriert) DKW RT100 Bj. 1939 (eigentlich Teileträger für oben, aber wer weiß...) Express 98ccm Bj. 1949 (in Restaurierung) Motobecane MB2 Bj. 1928 (wird restauriert) Norton 16H - fährt natürlich auch nicht weitere Fahrräder, Motorräder, Autos, Stationärmotoren, Gedöns,...
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| Wombat45 |
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Grad im Fordforum entdeckt. Besser könnt ich es als Lackierer auch nicht erklären.
Im Falle "rot" ist das organische Pigment die Ursache des Problems. Organische Pigmente (Azofarbstoffe) sind nicht lichtstabil, dh. sie werden durch UV-Strahlung allmählich zerstört. Daher rührt auch das Ausbleichen älterer, rotlackierter Fahrzeuge. Im Gegensatz zu den anderen Farben grün, gelb, blau,....steht für die Farbe "rot" kein anorganisches Pigment zur Verfügung (außer Eisenoxidrot --> gibt allerdings keinen leuchtenden Farbton). Anorganische Pigmente sind sehr stabil und werden durch das Sonnenlicht nicht in Mitleidenschaft gezogen. Hierbei handelt es sich z.B. um Nickeltitangelb (Ti,Ni,Sb)02, Cobaltblau CoAlO4, Chromoxidgrün Cr2O3, Eisenoxidscharz.
Es gibt nur eine Möglichkeit den roten Basislack zu schützen, indem man den Basislack mit einer Klarlackschicht überlackiert. In diesem Klarlack befinden sich sog. UV-Absorber (Lichtschutzmittel), die dem Ausbleichen des roten Farbtones entgegenwirken. Diese Zweischichtlackierung (wie bei den Metallic-Lacken) ist auch der Grund, dass die rote Lackierung oft nur gegen Aufpreis zu haben ist. Früher hat man diesen Klarlack oft eingespart --> mit der Folge, dass die roten Autos nach wenigen Jahren schon ausgebleicht waren. Die Klarlacklösung ist zwar eine deutlich Verbesserung, doch auch hier wird ein Ausbleichen nicht zu 100% verhindert!
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| SimsonSammler1234 |
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| QUOTE (Wombat45 @ 21.02.2016, 12:38) | Grad im Fordforum entdeckt. Besser könnt ich es als Lackierer auch nicht erklären.
Im Falle "rot" ist das organische Pigment die Ursache des Problems. Organische Pigmente (Azofarbstoffe) sind nicht lichtstabil, dh. sie werden durch UV-Strahlung allmählich zerstört. Daher rührt auch das Ausbleichen älterer, rotlackierter Fahrzeuge. Im Gegensatz zu den anderen Farben grün, gelb, blau,....steht für die Farbe "rot" kein anorganisches Pigment zur Verfügung (außer Eisenoxidrot --> gibt allerdings keinen leuchtenden Farbton). Anorganische Pigmente sind sehr stabil und werden durch das Sonnenlicht nicht in Mitleidenschaft gezogen. Hierbei handelt es sich z.B. um Nickeltitangelb (Ti,Ni,Sb)02, Cobaltblau CoAlO4, Chromoxidgrün Cr2O3, Eisenoxidscharz.
Es gibt nur eine Möglichkeit den roten Basislack zu schützen, indem man den Basislack mit einer Klarlackschicht überlackiert. In diesem Klarlack befinden sich sog. UV-Absorber (Lichtschutzmittel), die dem Ausbleichen des roten Farbtones entgegenwirken. Diese Zweischichtlackierung (wie bei den Metallic-Lacken) ist auch der Grund, dass die rote Lackierung oft nur gegen Aufpreis zu haben ist. Früher hat man diesen Klarlack oft eingespart --> mit der Folge, dass die roten Autos nach wenigen Jahren schon ausgebleicht waren. Die Klarlacklösung ist zwar eine deutlich Verbesserung, doch auch hier wird ein Ausbleichen nicht zu 100% verhindert! |
Na da hatte ich es Laienhaft ebenfalls richtig erklärt. Der Lack Auf Wasserbasis wurde ja der Umwelt zuliebe eingeführt. Nur leider ist der viel teurer und es ist für den A.... denn Klack muss weiterhin auf Lösemittelbasis verarbeitet werden.
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Grüße JörgSuche auch dauerhaft defekte, schlüssellose BAB Schlösser und Schlüssel. Einfach alles anbieten. Originales BAB Schloss defekt oder ohne Schlüssel? ich biete euch die Aufarbeitung, Reparatur und Schlüsselanpassung für diese Schlösser an. Biete auch generalüberholte Schlösser zum Verkauf. Einfach anfragen. Biete Ersatzteile für die Überholung von Reibungsdämpfern. Schreibt mich an. Laut der Freigabe von MZA dürfen hier Simson Unterlagen veröffentlicht werden, die Erlaubnis dazu findest du HIER. Sollte es hier dennoch mal ein Problem mit einem Beitrag oder einer Veröffentlichung von mir geben, soll sich der Rechteinhaber bitte mit mir per PM in Verbindung setzen. Der Beitrag wird dann umgehend gelöscht.
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