Hallihallo,
letztes Jahr Ende März stolperte ich in der Bucht über ein schönes Duo. Nach einigem Überlegen stand fest. Das möchte ich haben! Leider war ich aber nicht der Höchstbietende. Aber Glück im Unglück. Der Käufer hat sich nie gemeldet.
Einen Haken hatte die Sache aber doch. Das Duo stand 560 km entfernt von mir. Nun stellte sich die Frage, wie ich das Gefährt zu mir bekomme. Spedition war zu aufwendig und zu teuer; einen Anhänger hatte ich nicht zur Hand. So blieb nur noch die Variante selber fahren!
Also einen fachkundigen Begleiter eingesackt und in den Zug gehockt. Das Duo war laut Verkäuferbeschreibung nicht fahrbereit. So lautete die Parole: Mut zum Risiko. Die Beschreibung ließ aber darauf schließen, dass ein Vergaserproblem vorlag. So war es dann auch. Nach 45 Minuten waren wir nach dem Rausrollen aus der Garage startklar. Ab an die nächste Tanke Sprit nachfüllen und los gings
Am ersten Tag haben wir es bis Mühlhausen/Thüringen geschaft und uns in einem kleinen Dorf eine Pension gesucht. Am zweiten Tag stand die Herausforderung Thüringer Wald vor uns. Man bedenke ein Duo mit 2 Personen und Gepäck ist keine Rakete. Aber auch das stellte kein Problem dar. Selbst den Anstieg nach Oberhof (10km 6-10 Promille Steigung) meisterte es ohne zu Murren. Dann gab es noch den obligatorischen Zwischenstopp in Suhl in den ehem. Simsonwerken und dann hatten wir die "Grenze" schon überschritten.
Die Bremsleistung hatte sich aufgrund der Beanspruchung der Bremsen im Bergland auf nahe Null reduziert, wodurch der Stadtverkehr in Nürnberg vorausschauendes Fahren erforderte. Im Zweifelsfall mussten Ampelphasen und-farben (auch an mehrspurigen Straßen) kreativ ausgelegt werden.
Nach weiteren gut 2 Stunden hatten wir es dann geschafft. Mit Anfahrt waren es insgesamt 37 Stunden Abenteuer - bekloppt aber empfehlenswert.

Das Bild zeigt uns übrigens beim Aufbruch in Frielingen bei Hannover...
Angefügtes Bild
