Wankel MZ doch noch in Serie?

MZ ES mit Wankelmotor

MZ ES mit Wankelmotor

Für das MZ Motorradwerk in Zschopau soll es einige Kaufinteressenten geben, darunter auch der sächsische Motorenhersteller Wankel AG. Sollte das Unternehmen den Zuschlag bekommen, wäre es dankbar, dass es zu einem späteren Zeitpunkt ein neu entwickeltes MZ Sportmotorrad mit Wankel-Motor geben könnte.

Bereits im Jahr 1965 wurde eine 175ccm MZ Maschine mit Wankelmotor gebaut, allerdings nur als Prototyp. Es wurden nur 3 Stück von diesen Motorrädern gebaut. Warum das Fahrzeug nicht in Serien ging, ist unbekannt. Vielleicht kann jemand die Antwort darauf in einem Kommentar abgeben?

Für alle, denen dieser Motortyp ein Fremdwort ist, hier eine kurze Erläuterung. Der Wankelmotor, die Erfindung des Deutschen Felix Wankel in den 1930er Jahren, arbeitet effizienter als ein Hubkolbenmotor, da die Verbrennungsenergie direkt in Bewegungsenergien in Form einer Umdrehung umgesetzt wird. Das Größte Problem in den Anfängen des Motors war die Abdichtung. Ist das System nicht richtig abgedichtet führt das zu Leistungsverlust. Ein Nachteil gegenüber dem Hubkolbenmotor ist unter anderem der höhere Kraftstoffverbrauch.

Wer sich für das genaue Arbeitsverfahren des Motors oder weite Informationen interessiert, kann dazu bei Wikipedia mehr erfahren: Der Wankelmotor

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Eine Antwort zu “Wankel MZ doch noch in Serie?”

  1. Fahrfisch sagt:

    Hallo,
    ich habe in einem Modellbaubetrieb gelernt, der für das Motorradwerk Zschopau teilweise die Gießereimodelle gebaut hat. Ältere Kollegen berichteten mir, dass die Prototypen teilweise in den Betrieb gefahren kamen (mit Seitenwagen!) und beschrieben den Klang ähnlich dem eines Wartburgs. Liegt ja auch nahe, anhand der Zündungen pro Umdrehung. In Serie gingen die Maschinen sicher deshalb nicht, weil sich international bereits abzeichnete, dass das Prinzip sich gegenüber der Hubkolbenmaschine nicht durchsetzen würde. Es gab m.E. Probleme mit der Verschleißfestigkeit der Dichtkanten etc. Weiterhin war der Verbrauch höher als bei den herkömmlichen Motoren, was ja in der Planwirtschaft ein extremes Kriterium gewesen ist.
    Außerdem war es sicher ein extremes Problem, eine Fertigungsstrecke komplett umzustellen, um ein neues Motorenkonzept einzuführen. All diese Faktoren (auch die seinerzeit räumliche Enge im Motorradwerk) führten sicher dazu, dass man lieber bei dem althergebrachten blieb, ohne irgendwelche Risiken einzugehen.